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Autor Thema: Frage Hartmannsdorf-Reichenau  (Gelesen 467 mal)

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Offline futzi

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Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« am: 17 Apr 21, 17:16 »
Hallo,
heute war ich mit einigen Sammlern im Stenbruch Hartmannsdorf-Reichenau. Nun mal meine Frage, sind das Barytkristalle?
Habe leider Nur Essig ??? damit tat sich nix. Calcit ist auch nicht beschrieben.

Viele Grüße
Arco

Offline Klaus Schäfer

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #1 am: 17 Apr 21, 17:35 »
Hallo Arco,

Das ist ein Fund schöner und typischer Barytkristalle. Gratuliere!

Offline futzi

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #2 am: 17 Apr 21, 17:41 »
Danke  :D

Offline felsenmammut

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #3 am: 17 Apr 21, 22:15 »
Glück Auf!

Ist das der Steinbruch am Röthenbacher Berg?

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline futzi

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #4 am: 18 Apr 21, 06:10 »
Ja genau

Offline felsenmammut

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #5 am: 18 Apr 21, 09:28 »
Glück Auf!

Baryt ist in der Gegend ein typisches Paragenesemineral in den Gängen. Die Ausbildungsformen können sehr unterschiedlich sein. Ich kann es auf dem Bild nicht eindeutig erkennen. An Barytbruchstellen sollte eine gute Spaltbarkeit sichtbar werden. Der Baryt kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem. Wenn man primitiv orthorhombische Kristalle sich als Schuhkarton vorstellt, dann sind die gut ausgebildeten Spaltflächen beim Baryt parallel zu den Schuhkartonflächen. Der Baryt bildet aber häufig höher inidzierte Flächen, die dann schräg zu den Schuhkartonflächen stehen und die Kristalle natürlich noch attraktiver machen. Beim Baryt sollte auch das Gewicht etwas auffallen. Bei einer Dichtemessung sollte der Wert zwischen 4 und 4,5 g/cm3 liegen. Beim Flammenfarbentest sollte ein auffälliges Grün sichtbar werden.
Wo Baryt auftaucht, ist im Erzgebirge auch Fluorit nicht weit. Sulfidparagenesen sind in den Barytgängen gelegentlich anzutreffen. Calcit war in einem frühen Stadium in vielen Gägen im Osterzgebirge vertreten. Davon zeugen die vielen Pseudomorphosen. Hämatitpseudomorphosen nach freistehenden Calcitskalenoeder sind besonders markant. Mir sind auch Achat/Chalcedon/Quarz-Perimorphosen/Pseudomorphosen nach Calcitskalenoeder bekannt. Aber längst nicht alle Pseudomorphosen gehen auf Calcit zurück. Es gibt auch viele Fluorit- oder Barytpseudomorphosen. Calcit kommt dann wieder als späte Bildung in einigen Gangsystem vor. Eine andere Orientierung der Spaltflächen untereinander und zur Tracht, eine andere Kristallform und die deutliche Reaktion auf Salzsäure lassen Calcit und Baryt gut voneinander unterscheiden. Flammenfärbung ist mit orange-rot auch anders.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline futzi

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #6 am: 18 Apr 21, 09:59 »
Hui,
vielen Dank für die Ausführliche Beschreibung. Der Brocken ist sehr schwer. Mein erster Gedanke war auch Baryt, Fluorit gibt es dort auch.
Nur ist laut Lexikon eher mit derbem Baryt zu rechen, daher auch meine Verwirrung.

Sonntags Gruß
Arco

Offline felsenmammut

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #7 am: 18 Apr 21, 10:58 »
Glück Auf!

ich möchte vorschlagen, die Bilder noch bei der Fundstelle hochzuladen. Offensichtlich wurde der Steinbruch als separate Fundstelle noch nicht angelegt.

Hier ist die Gemeinde Hartmannsdorf-Reichenau: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Sachsen/S%C3%A4chsische%20Schweiz-Osterzgebirge%2C%20Landkreis/Hartmannsdorf-Reichenau

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline futzi

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #8 am: 18 Apr 21, 12:32 »
Hallo,
doch gibt es schon:
https://www.mineralienatlas.de/?l=6589

Gruß Arco

Offline oliverOliver

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #9 am: 18 Apr 21, 13:07 »
Hallo,
doch gibt es schon:
https://www.mineralienatlas.de/?l=6589

Gruß Arco

Aber nicht so wie von Markus vorgeschlagen -
da ist wieder mal ein völliges mischmasch auf dieser Seite - Beschreibung Feldfunde, Koordinaten Steinbruch .....
Müsste also getrennt werden:
1. Neutrale übergeordnete Seite Hartmannsdorf-Reichenau
2. Zwei untergeordnete Fundstelle: a) Felder, und b) Steinbruch
und dann natürlich Fotos / Mineraleinträge / Koordinaten / Literatur etc. korrekt zuteilen .....

Was im Nachhinein natürlich immer schwierig ist - daher wier mal ( ::)) mein Appell:
Bitte beim Anlegen einer Fundstelle möglichst immer gleich bis auf die "niedrigste" Ebene heruntergehen, also die konkrete Fundstelle im Pfad anführen, und nicht bloß den Ortsnamen!

Offline futzi

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #10 am: 18 Apr 21, 13:14 »
Ach so, das kann ich aber nicht  ???

Offline oliverOliver

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Re: Frage Hartmannsdorf-Reichenau
« Antwort #11 am: 18 Apr 21, 13:23 »
Untergeordnete Fundstellen anlegen kann jedes MA-Mitglied - aber das ist ja nicht das Hauptproblem. Zum "Aufdröseln" brauchts jemand Orts-, Sach- und Literaturkundigen, sonst geht das meistens schief .....

edit:
hab mal die zwei uo Fdst angelegt - das Übertragen der Inhalte überlasse ich den Ortskundigen ......

edit 2:
da gabs mal schon eine Diskussion dazu:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,43266.0.html
damals ging der Tenor zwar dahin, die Fundstelle als eine zu belassen (und nicht in Hysselsberg und Röthenbacher Berg zu trennen) - aber wenn jetzt zumindest Feldfundstelle(n) und Steinbruch getrennt sind, ists wohl auch kein Fehler.
Die Beschreibungen hab ich teils in die uo Fdst kopiert, aber auch bei der üo Seite belassen - dürfte nach meinem Gefühl so weitgehend passen.
Nur bei den Bildern kann ich natürlich nicht entscheiden, ws von den Feldern und was aus dem Stbr ist - das müssen die jeweiligen Bildautoren machen.
« Letzte Änderung: 18 Apr 21, 15:40 von oliverOliver »

 

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