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Schleifen/Polieren mit Winkelschleifer und Diamantschleifpads - Tips & Tricks

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S-C-H-U-B-E-R-T:
Nachtrag mit kommentierten Fotos:

1: Die gestern gezeigte Schneekopfkugel (siehe oben) nun noch mal geschliffen mit der Methode von Fabian: an einer Stelle den Stein halten, nach 10 Sekunden um 90 Grad drehen usw. usw. --> die Ränder sind nun glatt und glänzend! Der optische Eindruck von "nass"/"trocken" auf dem Foto täuscht: die äußere Schicht der Ryolithkugel ist an sich heller, als der dunklere Kern. Man sieht es an der Spiegelung im oberen Bereich der Kugel.

2: Mein Schleifpadset; gab es für 25 Euro bei Amazon - kann mir nicht vorstellen, dass es bei dieser Preisklasse riesige Qualitätsunterschiede gibt. Insofern dürfte es wohl auch egal sein, welche der billigen Pads man benutzt. Hat den jemand Erfahrung mit etwas teureren Pads?

FFP2-Maske, Schutzbrille und Gehörschutz sind selbstverständlich.

3: Der regelbare Winkleschleifer stammt von der mir vollkommen unbekannten Marke "Bort". Für 47 Euro bei Amazon gekauft. Über Zuverlässigkeit nach Wochen/Monaten kann ich nichts sagen. Ich habe ihn ja erst seit 3 Wochen.

4: Die Arbeitssituation: Ich mit Maske, Brille, Gehörschutz, Regenponcho, und Einmalhandschuhen - letztere sind optional, doch wenn man den Staub nicht in den Poren der Haut haben will...

Die Kiste verhindert ein wenig das Schleudern des Staub-Wasser-Gemisches in alle Himmelsrichtungen, der Regenponcho hält es vom Körper fern. Und dennoch: der Raum - in meinem Fall ein ungenutzter Raum unserer Gartenlaube - staubt langsam zu. Also empfiehlt es sich nach jedem zweiten Schleifeinsatz auch den Boden, den Tisch etc. zu reinigen. Das Schleifen in geschlossenen Räumen hat neben diesem Nachteil den Vorteil, dass ich es auch - wie heute - an einem Sonntag machen kann  ;)

helgesteen:
Hallo Benedikt,
ich habe schon hunderte Jaspisse, Achate und Gangstücke mit den Diamantpads geschliffen, mache aber ein paar Details anders:


* Ich arbeite nicht auf einer Flex, sondern auf einer absolut planen Metallscheibe mit vergleichsweise geringer Drehzahl.
* Ich bewege das Stück immer über das gesamte Pad, um eine gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten
* Es wird immer nass geschliffen, und bin noch bei meinem ersten Satz Pads. Die Standzeit ist beim nassen Arbeiten also prinzipiell SEHR lange.
Unter diesen Voraussetzungen habe ich ein Schleifbild, an dem die Ränder nicht geschliffen sind, noch nie erlebt. Im Gegenteil: Durch die weiche Klettschicht und den tendenziell höheren Anpressdruck an den Rändern des Stückes (z.B. durch unbeabsichtigtes, leichtes Kippeln des Stücks) werden die Schliffe bei mir fast immer minimal konvex, d.h. die Ränder sind etwas stärker abgeschliffen.

Wenn die Ränder nicht ausreichend geschliffen werden hätte ich sofort den Verdacht, dass das Pad entweder (wie bereits genannt) ungleichmäßig abgenutzt wurde, oder die Unterlage des Pads nicht eben, sondern selbst etwas konvex ist. Ich würde definitiv feucht arbeiten, um die Abnutzung zu minimieren, und die Ebenheit der Padoberfläche auf dem Teller einmal ganz genau mit einem Lineal und einem untergelegten Papierstreifen prüfen.

Jedenfalls bin auch ich mit den Ergebnisse dieser Schleifmethode absolut zufrieden. In manchen Fällen (abhängig vom Schleifgut) ist der Glanz auch nach dem 3000er-Pad nicht perfekt, dann poliere ich wenige Sekunden mit Aluminiumoxid und habe Hochglanz. Kratzer gibts nur, wenn unterschiedlich harte, "bröselnde" Mineralien auf dem Stück sind, obwohl ich das Schleifgut zwischen den einzelnen Körnungen nicht wasche.

Viele Grüße,
Helge

pseudonym:

--- Zitat von: S-C-H-U-B-E-R-T am 06 Jun 21, 16:12 ---Nachtrag mit kommentierten Fotos:

1: Die gestern gezeigte Schneekopfkugel (siehe oben) nun noch mal geschliffen mit der Methode von Fabian: an einer Stelle den Stein halten, nach 10 Sekunden um 90 Grad drehen usw. usw. --> die Ränder sind nun glatt und glänzend! Der optische Eindruck von "nass"/"trocken" auf dem Foto täuscht: die äußere Schicht der Ryolithkugel ist an sich heller, als der dunklere Kern. Man sieht es an der Spiegelung im oberen Bereich der Kugel.

2: Mein Schleifpadset; gab es für 25 Euro bei Amazon - kann mir nicht vorstellen, dass es bei dieser Preisklasse riesige Qualitätsunterschiede gibt. Insofern dürfte es wohl auch egal sein, welche der billigen Pads man benutzt. Hat den jemand Erfahrung mit etwas teureren Pads?

FFP2-Maske, Schutzbrille und Gehörschutz sind selbstverständlich.

3: Der regelbare Winkleschleifer stammt von der mir vollkommen unbekannten Marke "Bort". Für 47 Euro bei Amazon gekauft. Über Zuverlässigkeit nach Wochen/Monaten kann ich nichts sagen. Ich habe ihn ja erst seit 3 Wochen.

4: Die Arbeitssituation: Ich mit Maske, Brille, Gehörschutz, Regenponcho, und Einmalhandschuhen - letztere sind optional, doch wenn man den Staub nicht in den Poren der Haut haben will...

Die Kiste verhindert ein wenig das Schleudern des Staub-Wasser-Gemisches in alle Himmelsrichtungen, der Regenponcho hält es vom Körper fern. Und dennoch: der Raum - in meinem Fall ein ungenutzter Raum unserer Gartenlaube - staubt langsam zu. Also empfiehlt es sich nach jedem zweiten Schleifeinsatz auch den Boden, den Tisch etc. zu reinigen. Das Schleifen in geschlossenen Räumen hat neben diesem Nachteil den Vorteil, dass ich es auch - wie heute - an einem Sonntag machen kann  ;)

--- Ende Zitat ---

Das wär mir nun wieder zu heiß mit den 240 V und Wasser ??? Oder seh ich das falsch ?

Ich dachte an nen alten Bohrmaschinenständer und einen dünnen Wasserstrahl von unten (Scheibenwischerpumpe) und quasi den Achat von unten ran halten ....

Es gibt ja auch so Trenntrafos ob die für sowas geeignet sind ?

S-C-H-U-B-E-R-T:

--- Zitat von: pseudonym am 06 Jun 21, 19:12 ---
Das wär mir nun wieder zu heiß mit den 240 V und Wasser ??? Oder seh ich das falsch ?


--- Ende Zitat ---

Gut, dass du nachfragst, sonst wird es falsch bzw. gefährlich verstanden: Ich mache es 1:1 wie der Australier im Video: Achat in Wasser getaucht, 10-20 Sekunden auf das Pad gehalten, Achat in Wasser, 10-20 Sekunden auf das Pad etc. etc.

Es ist also, wenn man so will, ein "halbnasses" Schleifen. Wenn Du auf dem Foto die Spuren in der Kiste betrachtest, sieht man auch, dass das Wasser-Staub-Gemisch einen deutlichen Streifen erzeugt hat. Wasser kommt somit nicht in/an die Maschine. Von einem echten Wasserstrahl rate ich selbstverständlich bei einem solchen Winkelschleifer ab! Dafür gibt es ja Nasswinkelschleifer. Diese sind dann aber auch deutlich teuer...

Fabian99:

--- Zitat von: helgesteen am 06 Jun 21, 16:15 ---
Unter diesen Voraussetzungen habe ich ein Schleifbild, an dem die Ränder nicht geschliffen sind, noch nie erlebt. Im Gegenteil: Durch die weiche Klettschicht und den tendenziell höheren Anpressdruck an den Rändern des Stückes (z.B. durch unbeabsichtigtes, leichtes Kippeln des Stücks) werden die Schliffe bei mir fast immer minimal konvex, d.h. die Ränder sind etwas stärker abgeschliffen.

Wenn die Ränder nicht ausreichend geschliffen werden hätte ich sofort den Verdacht, dass das Pad entweder (wie bereits genannt) ungleichmäßig abgenutzt wurde, oder die Unterlage des Pads nicht eben, sondern selbst etwas konvex ist. Ich würde definitiv feucht arbeiten, um die Abnutzung zu minimieren, und die Ebenheit der Padoberfläche auf dem Teller einmal ganz genau mit einem Lineal und einem untergelegten Papierstreifen prüfen.

--- Ende Zitat ---

Hallo Helge,

nach meiner Erfahrung wird der konvexe Stein, von der konkaven ersten Schleifscheibe, gemacht und fällt dann auf der nächsten Stufe, der "planen" Polierscheibe auf. Der Rand wurde zu sehr abgetragen und der Stein liegt nur mittig auf der Polierscheibe auf.

War dann bei mir immer der Tag, an dem die Scheiben abgerichtet wurden.

LG

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