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Autor Thema: Uraninit  (Gelesen 872 mal)

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Offline Lexikon


Offline etalon

Uraninit
« Antwort #1 am: 11 Jun 21, 21:50 »
Hallo zusammen,

da ich jetzt schon einige mal darüber gestolpert bin: Wieso steht bei der Farbe für Uraninit „ schwarz, hellgrau mit bräunlichem Farbton, schwarz-grau; tw. mit internen Reflektionen“? Jetzt habe ich in meinem Leben sicher schon den einen oder anderen Uraninit gesehen, allerdings kenne ich keinen einzigen, welcher interne Reflexionen gezeigt hat. So etwas kenne ich nur von Thorianit oder Coffinit mit entsprechendem Siliziumanteil. Kann mir jemand sagen, oder besser noch ein Bild zeigen, wo ich einen Uraninit mit internen Reflexen sehen kann? Sonst wäre ich dafür, das zu löschen. Was meint ihr? Habt ihr so etwas schon mal beobachtet?

Grüße Markus

Offline Gattorantolo

Re: Uraninit
« Antwort #2 am: 11 Jun 21, 22:43 »
Habe auch nie Reflexionen gesehen.

Offline smoeller

Re: Uraninit
« Antwort #3 am: 11 Jun 21, 23:09 »
Ich auch noch nicht. Wenn, dann eher eine bereits zersetzte und in Sekundärbildungen umgewandelte Pechblende oder ein Gemenge von Uraninit mit organischem Material (Tucholith).

Glück Auf!
Sebastian

Offline Haubi

Re: Uraninit
« Antwort #4 am: 12 Jun 21, 10:06 »
Hallo Markus,

wahrscheinlich wurde nur einfach im Handbook of Mineralogy abgeschrieben: http://www.handbookofmineralogy.org/pdfs/uraninite
Das gilt ja eigentlich als seriöse Quelle.

Glückauf. Uwe

Offline smoeller

Re: Uraninit
« Antwort #5 am: 12 Jun 21, 11:36 »
Liegt vermutlich daran, dass im Handbook of Mineralogy erst die Farbe im Handstück beschrieben ist, dann hinter dem "reflected light" offenbar die Farbe im Anschliff unter dem Erzmikroskop. Dass dann auch Innenreflexe vorkommen können, ist schlüssig. Nützt dem "normalen" Sammler aber nicht, zumal Erzmikroskopie teure Ausrüstung und Fachkenntnisse benötigt.

Uraninit ist tricky bei der Bestimmung unter dem Erzmikroskop: Die unterschiedlich starke Umwandung, mögliche Vermischung mit anderen Mineralen/Substanzen (organisches Material z.B.), eine Vielzahl von sekundären Produkten und auch unterschiedlich gute Kristallinität haben bei den älteren Erzmikroskopikern für eine ganze Reihe von Bezeichnungen geführt (Tucholith, Nasturan, Carburan etc.), die heute als Gemische oder unterschiedliche Erhaltungszustände bezeichnet werden müssen.

Glück Auf!
Sebastian

Offline etalon

Re: Uraninit
« Antwort #6 am: 13 Jun 21, 10:59 »
Hallo zusammen,

danke für eure Antworten und Meinungen, welche ich alle teile. Da sich niemand gegenteilig geäußert hat, habe ich das in der Beschreibung mal angepasst...

Grüße Markus