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Autor Thema: Marienstein, Bodeachat etc. warum so oft im Fluß oder Bach ?  (Gelesen 2330 mal)

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^^artin

  • Gast
Ich habe des öfteren im Bach "Urff", Flussabwärts von Bergfreiheit, in Nordhessen, vorwiegend blaue bis fast weisse aber auch grüne blasige glasartige abgerundete Schlackesteine gefunden. Nach Recherchen, bin ich hier im Forum fündig geworden. Es handelt sich um die häufig beschriebenen Schlacken aus der Eisenverhüttung (häufig bezeichnet als Marienstein/Bodeachat etc.).
Im Dorf Bergfreiheit existiert ein altes (Kupfer)Bergwerk und es wurde schon im Mittelalter Bergbau betrieben, und offenbar wurde auch Eisen verhüttet.
Meine Fragen zu den gefundenen Schlacken: Ist es sicher, daß diese aus der Eisenverhüttung stammen ?
Und warum werden diese häufig in Flüssen und Bächen gefunden ?  Wurden die Schlacken früher womöglich direkt in Fließgewässer geleitet um sie abzuschrecken, zu zerbrechen und sie so leicht und schnell zu abzutranspotieren ?

freundliche Grüße, Martin

Offline pseudonym

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Na auf alle Fälle wärs keine schlechte Idee wenn man im Wald mit Feuer hantiert ,genug Wasser in greifbarer Nähe zu haben .

Zum brechen und abschrecken könnte ich mir vorstellen ... kann schon sein ,da kommt ja mit der Zeit bissel zusammen und wenn das dann mit der Schneeschmelze weggespült wird wär das ideal ,zumindest vor Erfindung des Umweltschutzes  ;D !

Offline heli

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Vor der Erfindung von Motoren und Strom war Wasser DER Energieträger.

Offline giantcrystal

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Hallo aus Mittelfranken

Ich denke etwas anders

Die Hütten waren - das ist richtig - immer am fliessenden Wasser (Bäche, kleine Flüsse) wegen der Wasserkraft für die Pochwerke und den Antrieb der Blasebälge etc. Folglich waren auch die Schlackenhalden immer in der Nähe des fliessenden Wassers.

Wenn es dann ab und zu ein ordentliches Hochwasser gibt, reicht das, um die Halden anzuschneiden und die Schlackebrocken weit durch das Bach- oder Flusstal zu verfrachten.

Kann man zum Beispiel sehr schön im Siebertal im Harz sehen

Glück Auf

Thomas


Offline Kupperdroll

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Hallo,Martin !

Über die Herkunft von Schlacken an fließenden Gewässern hat Thomas schon gut beschrieben.Aus welcher Verhüttung sie stammen könnte,findest Du in dem Flyer vom "Schneewittchendorf" https://bergfreiheit.com/ und hier https://www.bad-wildungen.de/entdecken/stadtteile/bergfreiheit/. Ich meine Kupferverhüttung.
Früher war die Schlacke eigentlich Abfall.Aber die Menschen haben aber später erkannt,eine Eigenschaft,die Wärmespeicherfähigkeit,für sich zu nutzen;Man heizte die ärmlichen Hütten,konnte Wasser abkochen und sicher einiges mehr machen.Man erkannte, noch etwas später, eine wohltuende Wirkung des von Schlacken direkt erhitzten Wassers,woraus sich die Gründung von "Schlackeheilbädern" begründet.Aber das erst viel später,als größere Mengen an Schlacke anfiel.

Offline -MartinS-

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Danke für die Antworten.
Ich hatte zuvor, im Kontext dieser blauen Schlackesteinchen, nur von Eisenverhüttung gelesen. Vom Dorf Bergfreiheit war mir aber eigentlich nur der Kupferbergbau bekannt.
Vielleicht treten bei Kupfer- und Eisenverhüttung ja ähnliche/gleiche Schlacken auf, obwohl die Temperatur bei der Eisenverhüttung vermutlich deutlich höher ist.

Gruß Martin

BTW - ich hatte mein erstes Konto bereits gelöscht, da mir die Datenabfrage für die Freischaltung zunächst etwas suspekt erschien.
Nach Klärung der Sache, hab ich mich dann doch wieder angemeldet. Deswegen bin ich jetzt schon mit dem zweiten Konto und neuem Benutzernamen unterwegs.  ;) 
« Letzte Änderung: 22 Jun 22, 01:05 von -MartinS- »

 

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