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Chalkopyrit

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felsenmammut:
Glück Auf!

Ist das wirklich Chalkopyrit? Ich würde  bei dem Bild eher Arsenopyrit vermuten.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

stoanklopfer:

--- Zitat von: felsenmammut am 08 Aug 21, 02:25 --- Ich würde  bei dem Bild eher Arsenopyrit vermuten.

--- Ende Zitat ---

Das würde ich auch so sehen!

lG Volkmar

Reinhold:
Hallo,

die Stüfchen habe ich von einem erfahrenen Sammler aus der Schweiz bekommen und sie waren als Chalkopyrit beschriftet.
Arsenopyrit ist bei der mir unbekannten Fundstelle nicht gelistet.
Da ich von Guefz gesperrt bin und an meinen Bildtexten keine Änderungen vornehmen kann, darf Das Felsenmammut das gerne nach seinen Vorstellungen ändern. Er kennt sich ja bestens mit Bildtextänderungen aus.

Glück Auf
Reinhold

felsenmammut:
Glück Auf!

Vielleicht muss man hier sogar noch einmal genauer hinschauen und weitere Informationen hinzuziehen. Ich kenne die Fundregion ebenso wenig und kann nur verfügbare Informationen zusammentragen.

Das eingangs diskutierte Stück scheint aufgekittet zu sein. Es gibt noch ein zweites Foto dazu:
 Chalkopyrit
Ich vermute auch hier, dass es ein allseitig idiomorph ausgebildetes Aggregat ist.

Der Aussage von Reinhold, dass es für diese Fundstelle kein Arsenopyrit gelistet ist, kann ich zustimmen. In anderen Datenbanken sieht es genaus aus. Für die Fundstelle und benachbarte Fundstellen sind ausschließlich sekundäre Arsenminerale aufgeführt. Nun ist mir ein fehlender Listeneintrag bei einem so weit verbreiteten Mineral wie Arsenopyrit, dass in vielen magmatischen und metamorphen Gesteinen als Durchläufermineral vorkommt, kein entscheidendes Argument. Vielleicht haben Belegstückfunde keine ausreichende Beachtung erhalten oder es ist an der Fundregion so selten, dass es noch keinen Einzug in eine offizielle, anerkannte Dokumention erhielt. Ob Arsenopyrit als Arsenlieferant für die sekundären Minerale dieser Fundregion diskutiert werden kann, überlasse ich jemandem mit mehr Kenntnissen zur örtlichen Geochemie.

Wenn man den Horizont etwas erweitert und nach ähnlichen Arsenkiesen in der Schweiz sucht, so fallen vor allem die Arsenkiese aus Val Medel, ebenfalls Kanton Graubünden, sowie aus dem Steinbruch Chämleten, Kanton Uri auf. Interessant ist dabei, dass die Arsenkiesfunde aus Val Medel zum Teil mit der Fundortangabe Platta versehen sind, was sofort eine orthographische Ähnlichkeit zu der Fundortangabe Platta Alvas, der hier diskutierten Kristalle, offenbart. Weiterhin ist auffällig, dass die Arsenkiese aus Val Medel gerne verzwillingt sind, allseitig idiomorph auskristallisiert zu sein scheinen und in einer hellen schiefrig-gneisigen Matrix sitzen. Die Verzwillingungen fallen auch auf den Bildern der hier diskutierten Bilder mit Fundortangabe Plattas Alvas auf. Im Internet lassen sich weitere Beispiele für multiple Zwillinge aus Val Medel finden. Zudem lässt sich eine visuelle Ähnlichkeit der Matrix festhalten. Die bisher aufgeführten Argumente lassen den Verdacht aufkommen, dass bei der Etikettierung nicht nur der Chalkopyrit, sondern auch die Fundortangabe nicht zu den Fundstücken passt.

Chalkopyrit

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