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Neue Funde aus der Oberpfalz

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waldi:
Hallo an alle!
Heute möchte ich über einige Neufunde aus der nördlichen Oberpfalz berichten.
Im Zuge des Brückenneubaus der B299 über die B22 bei Erbendorf wurde 2021 viel Aushub-Material auf Halde gelagert. Durch intensive Suche sind einige interessante, und für diese Region neue Mineralien entdeckt worden. Auf kleinen Klüften im Gneis, und Glimmerschiefer? sind tafelige, blaue Anataskristalle auf Quarz und Adular aufgewachsen. Als Seltenheit wurde auch Synchisit-Ce in beigen, tafeligen Kristallen gefunden. Oktaeder förmige rosa Kristalle erwiesen sich als Almandin Granat. Alle diese Kristalle haben eine Größe von 0,5-3mm. Auch fand man Graphit auf Harnisch Flächen in Handstückgröße. In einen kleinen Bereich im anstehenden Fels wurde ein Bleiglanzgang mit Cerussit und Calcit Kristallen entdeckt.
Neue Mineralien für den Erbendorfer Raum sind: Anatas, Synchisit, Almandin, Graphit und Harmotom.
Die Brücke ist fast  fertig, und somit ist die kurzzeitige Fundstelle erloschen.
waldi
Neue Funde aus der Oberpfalz
Neue Funde aus der Oberpfalz

grauerstar:
Hallo!

Das sind vor allem auch sehr gut Fotos, danke!

Robert

oliverOliver:
und nochmal ein p.s.:

wäre es evtl. sinnvoll, die Brückenbaustelle im Lexikon als eigene untergeordnete Fundstelle anzulegen?
Das müssen aber die Ortskundigen entscheiden!

lg + ga
oliver

waldi:
Hallo Oliver
Du kannst die Kieselholz-Beiträge gerne zur Paläobotanik verschieben, und ich werde die
Brückenbaustelle als untergeordnete Fundstelle anlegen.
Das mit dem Rotliegenden war nur eine Vermutung von mir, wegen dem Aussehen.
Die Geologie um Erbendorf ist eine komplexe Sache.
Soviel ich weiß, wurden schon eine Dissertation und mehrere Abhandlungen verfasst:
CARL WILHELM GÜMBEL, Geognostische Beschreibung des Ostbayerischen Grenzgebirges 1868
OSSWALD.K. Geologie der Umgebung von Erbendorf und die dortigen Steinkohlenlager, 1921
HELLMUT DE TERRA, Die Umgebung von Erbendorf.
SCHULZE GEORG, Dresden. Die Serpentine von Erbendorf in der bayerischen Oberpfalz, Deutsche Geologische Gesellschaft 1883,
und noch andere, siehe Fundstellenbeschreibung.
Sollte ich einen Termin bekommen, werde ich mich mit Dr. Holzförster vom KTB über das Thema mal unterhalten.
Gruß Walter

PS: Oliver, schau mal ob ich die neue Fundstelle richtig angelegen habe??


oliverOliver:
hallo Waldi,

beinahe  ;)
das Problem war, dass du B299 und 2021 mittels Schrägstrich getrennt hattest -
im Fundstellenbaum bedeutet das aber "untergeordnete Fundstelle".
Ich hab jetzt das "/" durch "-" ersetzt, damit passts wieder.
Die Fotos (die bisher unter Erbendorf allgemein hochgeladen sind) können nun also der konkreten Fundstelle zugewiesen (und natürlich auch die entsprechenden Mineraleinträge vorgenommen) werden!

Literatur: danke, im Zusammenhang mit der Holz-Frage wäre wahrscheinlich v.a. Osswald 1921 interessant!

lg + ga
oliver

edit: für das Fundstellenfoto hab ich schon mal die Zuordnung konkretisiert ...

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