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Autor Thema: was ist das für ein stein????  (Gelesen 12432 mal)

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Offline Mineralroli

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Re: was ist das für ein stein????
« Antwort #15 am: 07 Jan 09, 20:45 »
Phyllit bzw.Phyllitschiefer geht in Ordnung.

Offline trommeln

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Re: was ist das für ein stein????
« Antwort #16 am: 07 Jan 09, 21:10 »
Haldi - warum so gallig? Nimms locker..  ;)

Offline caliastos

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Re: was ist das für ein stein????
« Antwort #17 am: 07 Jan 09, 21:34 »
*g* da muß ich aber bei dem stück wieder widersprechen. phyllit hat seinen aus dem griechischen wort für blatt abgeleitet, weil das gestein blättrig ist. phyllit hat meist auch recht viel feinen msc, den ich hier eigentlich nicht sehe. das stück ist für phyllit schon wieder zu fest.

am besten:
- ritzfestigkeit testen
- abrieb mit fingern
- biegsamkeit, oberflächengefühl, weitere bilder
- fundort genauer nach möglichkeit

und selber mal die handstücke durchsuche geh'

Offline fosi

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Re: was ist das für ein stein????
« Antwort #18 am: 07 Jan 09, 22:26 »
hi leute jetzt binn isch erst recht verwirrt ;)
also
dr stein läst ich auf jeden fall nicht mit fingernägeln einritzten
zweitens glänzt die oberfläche von bild 1 weit mehr als auf dem foto zusehen ist und ist sehr glatt
abreiben mit finger ist nicht möglich biegen eben so nicht
genauer fundort hm
soweit ich weiss gehört der berg zur samnaungruppe
auf jeden fall ist dieser berg schieferhaltig und
unser wasser das direkt aus dem see kommt an dessen ufer ich den stein gefunden habe ist stark eisen hältig jedoch sogut wie kalkfrei
das ist nun wirklich alles was ich dazu sagen kann

lg fosi

ps danke für das rege interresse


« Letzte Änderung: 07 Jan 09, 22:31 von fosi »

Offline caliastos

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Re: was ist das für ein stein????
« Antwort #19 am: 07 Jan 09, 22:45 »
ok, das stück ist natürlich mit anderen wieder mal an nem ganz anderen ort.
wäre ein nettes beispiel für einen hochglänzenden südtiroler serpentinit aus einer knapp 100 m großen linse nahe der periadriatischen naht gewesen.

kristalliner schiefer kenne ich nur als veralteten begriff für geregelte metamorphite, den man heute lieber nicht mehr benutzt, sofern man nicht einen schiefer aus dem kristallin meint. nur nicht als gesteinsname.

glanz beruht allersings nicht immer auf glimmern. bei metamorphiten, oder anderen gesteinen erreichen auch harnische, schieferungsflächen und co. flächenhaften glanz. glimmer sind mehr punktuell glänzend und an der farbe zu unterscheiden. silber/weiß msc oder serizit, schwärzlich biotit, schwarzgolden (name entfallen), grünlich je farbton chlorit bzw. fuchsit usw.

der bruch bzw. besser die glänzende, gebogene trennfläche sieht man auf dem 3. bild recht gut. das stück mag vielleicht im fluss bewegt worden sein, aber wenn nur kurz. dafür ist das viel zu eckig und kantig und durch schlagstellen nicht stumpf genug. flussgerölle glänzen nur selten so extrem und dann nur nach entsprechender flusspolitur. da bleiben keine scharfen kanten über. schon gar nicht bei glimmerschiefer und phyllit. die halten kaum was aus. einfach zu weich. rundliche formen sind immer transportbedingt, nie an frischen stücken.

ötztal ist ein gutes stichwort. der granat-glimmerschiefer ist ideal als beispiel. wenn nicht gerade viel quarz dabei ist kratz man die granate mit dem fingernagel frei. alles was nicht moräne ist ist kantig, blockig und bald stumpf. neben msc findet sich mit glück hellgrünen fuchsit, auch arg weich oder ein granat-glimmerschiefer mit chlorit und muskovit, der grünlich glänzt. alles aber nicht mit dem stück vergleichbar. die hornblendegarbenschiefer sind da auch wieder anders. der marmor, gneis, amphibolit und co sind auch nicht passend. 3 tage ötztal-stereo-beschallung von 8 bis 23 uhr und die dinger bleiben im kopf; die 35kg vom gipfel geschleppten handstücke (bekloppteste handstückaktion an sich überhaupt, da nur wenig granate) mal ignoriert. der schneeberger zug ist allerdings ein lokals erscheinungsbild. die tiroler gesteine, auch wenn in sichtweite zum ötztal sind doch etwas anders ausgebildet. also vom ötztal gingen genug bilder über handstücke.



@ fosi:

wenn der nicht mit fingernagel zu ritzen ist haste sicher keinen glimmer. was abkratzen geht bei glimmerschiefer und phyllit immer (nennt man auch gerne studentenerosion in den übungen). samnauner gruppe? da haste doch den ganzen spaß aus gabbro diabas, tuff, serpentinit usw. von daher also ist serpentinit schon sehr wahrscheinlich.
steine an seeufern können entweder natürlich sein oder durch uferbefestigung kommen. sagt also evtl. nur bedingt was. eisenhaltig und kalkfrei ist kein wunder.

Offline stoanklopfer

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Re: was ist das für ein stein????
« Antwort #20 am: 09 Jan 09, 07:28 »
OK, nehms zurück, hab erst  jetzt gesehen, daß Du geschrieben hast, der Stein stammt aus der Samnaungruppe. Vom Foto her war ich so völlig überzeugt... (schäme mich).

stoanklopfer

Edit: Da scheint eine Meldung von mir noch nicht angekommen zu sein. Also bitte nicht wundern!
« Letzte Änderung: 09 Jan 09, 07:33 von stoanklopfer »

Offline oliverOliver

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Re: was ist das für ein stein????
« Antwort #21 am: 17 Dec 20, 18:04 »
Zitat
von daher also ist serpentinit schon sehr wahrscheinlich

Sehe ich auch so! Auch die glänzende dunkle Harnischfläche auf Bild 3 (die anscheinend von manchen Mitdiskutierenden für Glimmer gehalten wurde) erscheint mir geradezu typisch.

(edit: und ja, bevor wieder jemand darauf hinweist - ich hab natürlich gesehen, dass der Fragesteller schon lange nicht mehr online war.)

 

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