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Wissenschaftsrat fordert Open Access als Standard
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Uwe Kolitsch:
https://open-access.network/services/news/artikel/wissenschaftsrat-fordert-open-access-als-standard
Der Wissenschaftsrat, das wissenschaftliche Beratungsgremium für Bund und Länder, veröffentlichte am 24. Januar 2022 seine "Empfehlungen zur Transformation des wissenschaftlichen Publizierens zu Open Access". Das Gremium setzt sich darin dafür ein, dass Open Access (OA) zum Standard für wissenschaftliche Publikationen werden soll.
(...)
Axinit:
Servus,
im Prinzip ist open access eine prima Sache und wird auch von mir genutzt.
Ich sehe allerdings auch viele Schattenseiten - genauso wie beim ''peer review".
Bei Publikationsgebuehren die schnell 2500 € oder mehr pro Artikel erreichen koennen, werden auch bei einer ueberschaubaren Zahl von Veroeffentlichungen/Jahr die Grenzen verfuegbarer Budgets schnell erreicht bzw. gesprengt.
Zudem werden diese Kosten zumeist aus demselben Topf finanziert, der fuer Konferenzteilnahme und Reisekosten zur Verfuegung steht.
Fuer juengere Kolleginnen und Kollegen, die noch an ihrer Karriere bauen und fuer die nach wie vor gilt "publish or perish", kann es finanziell eng werden.
In meiner Doktorandenzeit gab vielerortens an Stelle von "peer reviews" noch qualifizierte Herausgeber-Komitees, die auch Beitraegen bislang unbekannter Autoren eine wohlwollende Chance gaben, sofern bestimmte wissenschaftliche Standards eingehalten wurden.
In Angesicht der heutigen Flut von (sehr oft sehr mittelmaessigen) Veroeffentlichungen ist eine derartige Begutachtung nicht mehr moeglich.
Ob eine zuverlaessige Qualitaetskontrolle durch zwei unabhaengige und anonyme Gutachter wirklich stattfinden kann, moechte ich einmal dahingestellt lassen. Hierfuer gibt es schlicht zu viele Beitraege in zu vielen Zeitschriften und zuwenig qualifizierte peer reviewer.
Warten wir einmal ab, wie sich das Ganze entwickelt - weniger waere sicher oft mehr.
GA
Harald
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