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"Seltsames" von der Halde Haniel in Bottrop und wieder einmal 0 Ahnung / Kunststoff 2k Harz
Heureka:
Glück auf und Hallo,
hier eine neue Hilfsanfrage zu dem Fund Nr. 4, der für mich bisher am rätselhaftesten ist.
Ich weiß auch gar nicht, ob es sich nicht nur um etwas künstlich Eingetragenes, evlt. durch den Bergbau, handelt. Vielleicht um irgendeinen Kunststoff?
Für mich sieht es nach einer flachen faltigen Schicht aus, die im Gestein eingepresst ist, wo aber keine enge Verbindung mit dem Gestein zustande gekommen ist. Ich hatte 2 solcher "Verbundmaterialien" gefunden. Bei dem größeren und etwas bröckeligerem Objekt, hatte ich, zur besseren Veranschaulichung, die Schicht ausgelöst.
Hier kommen die Daten, nur zu der isolierten gelb-ockerfarbenen Schicht, (also ohne Gestein drumherum):
Abmessung: ca. 12 cm lang, 5 cm breit und an der dicksten Stelle 4 mm hoch
Dichte: 1 g/cm³ und das ist kein erneuter Messfehler ;) wiegt 13 g und verdrängt 13 ml.
Die Substanz ist gerade an der Grenze zum dauerhaften Schwimmen... schaukelt aber letztlich gemütlich zu Boden, was den Faden überflüssig machte :)
Es fühlt sich an wie Kunststoff, ist bis zu einem gewissen Grad flexibel biegsam, also nicht sehr spröde und splittert nicht wenn es bricht.
Lässt sich mit einer Nadel ritzen und ich konnte mit etwas Kraftanwendung ein Stückchen mit einer Schere abschneiden. Die Schnittfläche ist gelb, eine Strichfarbe erahne ich als hellgelb.
Bisher habe ich mich nicht getraut, ohne eure Anweisung, ein Stückchen zu flambieren oder in Salzsäure zu baden...
Ich hoffe und denke, dass die Fotos das besser verdeutlichen können als mein Erklärungsversuch und die Experten bereits etwas damit anfangen können.
Vielen Dank und ich bin gespannt, was das das sein könnte.
Beste Grüße und ein schönes Wochenende wünscht
Christiane
wolfi:
Servus,
für mich sieht das sehr nach einem Opal aus. Genauer: Wachsopal.
Servus + Glück auf
Wolfi
oliverOliver:
--- Zitat ---Es fühlt sich an wie Kunststoff, ist bis zu einem gewissen Grad flexibel biegsam, also nicht sehr spröde und splittert nicht wenn es bricht.
Lässt sich mit einer Nadel ritzen und ich konnte mit etwas Kraftanwendung ein Stückchen mit einer Schere abschneiden
--- Ende Zitat ---
hallo,
das spricht sehr gegen die Opal-Vermutung von Wolfi (man sollte halt auch den Text lesen, und nicht nur die Bilder anschaun >:D), und sehr stark für deinen Kunststoff-Verdacht (Schere, biegsam, nicht splittrig).
Halt einfach mal eine Flamme dran - dann sollte es klar sein ... ;D
lg + ga
oliver
Axinit:
Servus,
das sehe ich ganz genauso wie Oliver. Die Haerte und Plastizitaet sprechen eindeutig gegen amorphes, wasserhaltiges Siliciumdioxid = Opal mit einer Mohs-Haerte von 5 - 6.
GA Harald
harzgeist:
Hallo
Der Beschreibung nach ist Opal mit Sicherheit auszuschließen. Der sehr geringen Dichte nach zu urteilen, tippe ich eher auf einen Kohlenwasserstoff, natürlichen (Bitumen, Bergwachs) oder künstlichen (Polyethylen, Polypropylen). In beiden Fällen tun sich aber auch wieder Fragen auf: Gibt es Bergwachs in dieser Farbe auf einer Steinkohlenzeche und wie kommt ein Kunststoff zwischen die Gesteinsschichten.
Ich kann Olivers Empfehlung nur wiederholen, mal die Flamme dran zu halten oder eine glühende Nadel. Dabei auf den Geruch achten.
Thomas
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