Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals

Coronadit ?

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Haspelknecht:
Hallo Hiltrud,
das Problem bei den Manganoxiden ist, dass sie sehr variabel in der Zusammensetzung sind und auch gerne mal, obwohl sie kristallisiert aussehen, amorph, also nicht kristallin, sind. Deshalb werden die Manganoxide auch nicht so oft analysiert, zumal sie grundsätzlich nicht so selten sind. Wenn man sie analysieren lässt, erlebt man so manche Überraschung - von mitunter selteneren Arten bis hin zu amorph, also kein richtiges Mineral. Im Falle der Analyse bekommst du also entweder einen Mineralnamen genannt oder gesagt, dass es amorph ist mit einer bestimmten Zusammensetzung. Coronadit liegt im bleischweren Buchhellertal zwar nahe, kann man aber visuell nicht bestimmen. Was eine Analyse kostet, müssen diejenigen sagen, die sie machen. Falls du keine Analyse machen lassen möchtest, würde ich an deiner Stelle die Stufe als Coronadit mit Fragezeichen in die Sammlung nehmen.

Gruß Markus

oliverOliver:
hallo Hiltrud,
du kannst ja mal bei Joy anfragen, was das kosten würde:
http://mineralanalytik.de/de/

vandendrieschen:

--- Zitat von: Daachhex am 13 Jun 22, 09:00 ---Bleibt das Mineral bei der Untersuchung erhalten oder ist es dann hin ?
--- Ende Zitat ---
Genau das.

guefz:
Ob eine Mineralsstufe für eine Analyse "verbraucht" wird hängt sehr von der Messmethode ab.

Bei PXRD braucht man ca. 1 mm3 Material, was aus der Stufe entnommen werden muss. Bei viel vorhandenem Material ist das kein wesentlicher Verlust, wenn der Kristall kleiner ist, geht es einfach nicht.

Bei EDX reicht ein viel kleineres Krümelchen für die Analyse aus oder man kann je nach Gerät und Struktur der Probe auch ein ganzes Stück ins REM geben und den Kristall darauf analysieren. Damit würde die Stufe dann erhalten bleiben, sie muss nur in der Größe so formatiert werden, dass sie in die Probenkammer passt und der EDX-Detektor freie Sicht auf den Kristall hat.

Bei Raman muss das Stück unter das Raman-Mikroskop passen oder eben ein kleiner Krümel entnommen werden. Die Mindestgröße hängt von verwendeten Gerät ab. Normalerweise ist Raman zerstörungsfrei, man kann in manche Kristalle aber auch Löcher brennen mit dem Laser wenn nicht vorsichtig ist.

Welche Methode(n) sinnvoll ist(sind), hängt vom zu untersuchenden Material ab. XRD und Raman unterscheiden nach der Kristallstruktur, EDX unterscheidet nach der chemischen Zusammensetzung. Bei dem hier fraglichen Material sollte man sowohl Kristallstruktur als auch Zusammensetzung messen.

Daachhex:
Frage an Matthias: Ist das Coronadit-Exemplar untersucht worden oder an Hand der Gegebenheiten visuell bestimmt worden ? Wenn Erstes zutrifft, dann ist doch sicher bei meinem Stück auch von Coronadit auszugehen. Ich werde auf jeden Fall ein Fragezeichen dahinter machen.
Die offizielle Untersuchung bzw. Bestimmung ist ja auch sicher nicht mit einem 20er getan.  Wenn ich die Informationen bei JOY lese, hört es sich kompliziert an und ich wüßte noch nicht einmal, welche Art der Untersuchung ich anfragen müßte. Deshalb mit ? und gut ist es.
Danke für alle Antworten.
Hiltrud

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