Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations

stark ziegelrot färbender Stein gefunden in Flusskies / Roteisenstein/Hämatit

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-MartinS-:
Diesen ca. 15mm langen Stein habe ich in einem Eimer Flusskies gefunden.
Der Kies stammt aus einem Bach (Urff) unterhalb des Dorfes Bergfreiheit, in Nordhessen. Im dem Bach gibt es u.A. auch reichlich blaue Schlackesteinchen vermutlich aus der Kupfer-Verhüttung. Es ist also möglich, daß es sich auch um eine Schlacke handelt.
Ich habe gestern auch diese Frage zu den blauen Schlacken gestellt:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,56197.0.html

Der Stein ist, wenn ich ihn abtrockne, dunkelblau, leicht metallisch schimmernd und stellenweise rostrot bis ziegelrot und von etwas blasiger Struktur.
Im nassen Zustand ist er vorwiegend ziegelrot und er färbt beim reiben auch stark ziegelrot. Man bekommt die Farbe mit Wasser nicht von den Händen, mit Wasser, Seife und Bürste löst sie sich aber.
Der Stein ist nicht magnetisch. Ich habe ihn auch einige Minuten in einem Glas mit einer kleinen Menge destilliertem Wasser geschwenkt. Dabei lösten sich einige sehr kleine Bruchstücke und das Wasser färbte sich orangerot. Ich habe, vor und nach dem Spülen des Steins, den pH-Wert des Wasser gemessen, der blieb aber unverändert bei ca 6,5.

Kann mir jemand bei der Bestimmung dieses eigenartigen Steins helfen ? Ist es womöglich irgendwas giftiges ?
Ich hab ja leider kaum eine Ahnung von dieser Thematik.
Und nein, es ist keine gebrannte Mandel.  ;D

mit freundlichen Grüßen, Martin


Steinfrieder:

Hallo
Viel ist nicht zu erkennen,aber da sollte wohl Hämatit im Spiel sein.
Gruß
Steinfrieder

stoanklopfer:
Sieht schon sehr nach "man-made" (sprich Schlacke) aus. Auch wenn Hämatit/Limonit dabei sein sollte.

Volkmar

-MartinS-:
Ich hab noch ein Bild von der anderen Seite, im trockenen Zustand. Man sieht allerdings auch nicht wirklich mehr, ausser, daß die weniger rot ist.
Die roten Spuren auf dem Küchenpapier sind einfach beim trocknen des Steins entstanden. Es ist halt sehr aufallend, wie sehr der abfärbt wenn er nass ist, und man nur ein wenig dran reibt. Und das scheinbar, ohne daß er dabei wesentlich an Substanz verliert. Er lag ja vermutlich auch schon sehr lange im Bach. Wenn man bedenkt wie stark er das Wasser nach ein paar Minuten färbt und sich trotzdem im Bach nicht komplett aufgelöst hat...ist es schon ein sehr "effektiver Farbstoff".
Einen so intensiven metallischen Glanz wie viele Hämatite hat er allerdings nicht. Sieht etwas stumpfer aus, wie Graphit oder blau angelassener Stahl.

Gruß Martin

 

Steinjäger:
Hallo,

wie von Frieder schon angesprochen handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Roteisenstein (Hämatit).
Auch der genannte Fundort spricht dafür.

Gruß und Glück auf!

Uwe

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