Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Magnetisches, schweres, buntes Glas ? (Beifunde beim Goldwaschen)
Fabian99:
--- Zitat von: Klaus Schäfer am 12 Jul 22, 09:42 ---Hallo Fabian,
--- Zitat ---... Es wird absorbiert und ist weg ...
--- Ende Zitat ---
Der Energieerhaltungssatz gilt auch hier: Energie verschwindet nicht - sie wird umgewandelt. Im einfachsten Fall erwärmt das Licht das Objekt. Die absorbierte Energie kann aber auch Effekte der Lumineszenz hervorrufen. Bei der Photosynthese wird die absorbierte Energie zum wesentlichen Bestandteil einer chemischen Reaktion u.s.w.
--- Ende Zitat ---
Das Licht als Licht ist weg, bei der Streuung bleibt das Licht Licht. Das wollte ich herausstellen. sry da war ich etwas ungenau.
LG
giantcrystal:
Hallo aus Mittelfranken
im Gegensatz zu meinen Vorrednern sehe ich hier keine Parallele zu den Mariensteinen / blauen Eisenhüttenschlacken. Diese sind eigentlich immer opak und nicht schön durchscheinend wie hier. Auch die Farben passen nicht so recht...
Ich halte es daher für weit wahrscheinlicher, das es sich um abgerolltes Glas handelt. Waldglashütten gab es in der Vergangenheit sehr viele, auch in Hessen, besonders gerne an Bächen und kleinen Flüssen.
Glück Auf
Thomas
P.S. Aber schöne Stücke auf jeden Fall !
Fabian99:
--- Zitat von: Klaus Schäfer am 12 Jul 22, 09:48 ---Hallo Fabian,
--- Zitat ---
--- Zitat --- Also Beispiel blau: Die komplementäre Lichtfarbe, also gelb, wird absorbiert - meist auch noch mehr, z.B. rot.
Es bleibt also nur Licht der Farbe blau über.
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Licht mischt sich additiv (je mehr farbiges Licht, desto heller). Licht mischt sich im RGB-Modell aus Rot, Grün und Blau. Damit eine Substanz Blau erscheint, muß Rot und Grün (deren Mischung Gelb erst ergibt) absorbiert werden.
Gruß von Klaus
--- Ende Zitat ---
Hallo,
Du kannst additiv rot und grün zu gelb mischen. Dann hast du aber im Spektrum den Bereich von etwas über 500nm bis 700nm.
Als Spektralfarbe hat gelbes Licht die Wellenlängen von 570nm bis 580nm.
Farben sehe ich eher im cie-Lab, aber das ist Gewohnheit. Also in diesem Fall die blau-gelb-Achse ("b-Wert") mit den beiden Komplementärfarben.
Aber lass uns nicht über Farbmodelle streiten, Zitat Goethe: „Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden“. Mit unseren beschränkten Augen (drei Farbrezeptoren und einer davon mit einer bimodalen Verteilung - der rote) sollten wir gegen die Knallkrebse ruhig sein ;-)
LG
Fabian99:
--- Zitat von: giantcrystal am 12 Jul 22, 10:47 ---Ich halte es daher für weit wahrscheinlicher, das es sich um abgerolltes Glas handelt. Waldglashütten gab es in der Vergangenheit sehr viele, auch in Hessen, besonders gerne an Bächen und kleinen Flüssen.
--- Ende Zitat ---
Hallo Thomas,
Gegen Glas spricht der angegebene Magnetismus. Glas zeigt auch selten eine Rayleigh Streuung, ich würde eher Aborptionsbanden erwarten. Die Härte (ritzt Glas) kann an der Glaschemie liegen, aber deutet doch auf Nicht-Glas hin, meine ich.
Nach der vom Felsenmammut angebenen Literatur tritt diese Entmischung nur bei einer relativ eng begrenzten Schlacken-Zusammensetzung auf.
Pauschal alle Blaufärbungen als Rayleigh-Streuung ab zu tun ist falsch, aber hier ist die Rayleigh-Streuung eindeutig.
LG
-MartinS-:
Glück auf
Jetzt musste ich doch mal testen, ob Glas nicht auch imstande ist, sich selbst zu ritzen, und es funktioniert, mit etwas Kraftaufwand und wiederholtem reiben. Also würde ich sagen, diese Steinchen sind vermutlich nur geringfügig härter als "Marmeladenglas-Glas", denn etwas Kraft brauche ich hier auch.
Was den Magnetismus betrifft - der ist ebenfalls nur geringfügig. Auf eine normalen Ferrit Magneten reagieren sie nicht merklich, mit einem Neodym Magneten hingegen kann ich sie anheben. Sie haften aber, auch an dem Neodym, nicht besonders stark.
Das opaque Marienglas, welches ich sonst hier aus der Gegend kannte, verhält sich bzgl. Härte und Magnetismus übrigens genauso wie diese "transparenteren Varianten", und manche erscheinen durchaus auch leicht transluzent, in dünnen Bereichen. Ich konnte beim genaueren prüfen einiger anderer Marienglas-Steinchen übrigens auch noch einen entdecken, der dunkelblau reflektiert und beim Durchleuchten Grün erscheint.
freundliche Grüße, Martin
Zu den Bildern:
Die werde ich gerne zur Verfügung stellen.
Ich habe die Bilder auch noch in größerer Auflösung. Will aber gerne auch versuchen, vielleicht noch ein paar bessere Bilder zu machen.
Ich sehe gerade: Die Bezeichnung "Marienglas" wird eigentlich für Gipskristalle verwendet. Ich meinte "Mariensteine".
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