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Uranophan-Beta
Klaus Schäfer:
Hallo Jule,
Uranminerale, die Kristallwasser verloren haben, liegen in einer "Meta-"-Variante vor, z.B. Metaautunit.
geni:
Hallo zusammen,
laut dem Buch von Gregor Markl und Stephan Wolfsried
Das Uran von Menzenschwand steht auf Seite 97 unter dem gleichen Bild:
Pseudohexagonale Phosphuranylitkristalle werden von intensiv gelben Schoepit-Aggregate überwachsen.
Gerhard Niceus (geni 8))
Haubi:
Und im Buch von Gregor Markl : "Schwarzwald Band IV" (Bode,2017) ist das gleiche Foto auf Seite 743 oben links als "Pseudohexagonaler Uranophan-beta mit Schoepit pseudomorph nach Ianthinit" abgebildet.
Nun können wir uns was passendes aussuchen...
Strahlende Grüße von Haubi
Lynx:
Hoi zusammen
Eine Randnotiz meinerseits:
1) Hier widersprechen sich Referenzen für ein Bild, und zwar nicht irgendeine Internet-Referenz, die sich ggf. schnell ändert, sondern Bücher eines durchaus kompetenten und mit den entsprechenden technischen Möglichkeiten ausgestatteten Autors.
So ein Widerspruch ist kein Einzelfall und zeigt drei Sachen:
i) Forschung entwickelt sich.
ii) So ein Widerspruch wird nicht unbedingt offengelegt (meines Wissens nach gibt es in den Büchern keinen Hinweis auf mögliche Fehlinterpretationen)
ii) Und so ein Widerspruch lässt sich nur auffinden, wenn man nachforscht und Referenzen kritisch betrachtet.
2) Das bedeutet für ein gemeinschaftswerk wie den Mineralienatlas, mindat etc. , dass auch hier notwendigerweise Widersprüche auftreten werden, dass diese Widersprüche (warum auch immer) nicht unbedingt (von den Autoren?) offengelegt und korrigiert werden und dass es sich nur auffinden lässt, wenn man nachforscht und Referenzen kritisch betrachtet.
3) Emotionen sind dabei fehl am Platz.
4) Wenn wir den konkreten Fall der Bücher von Herrn Markl heranziehen, (wir könnten auch anfangen beliebig nach Publikationen aus beliebigen Fachbereichen beliebiger AUtoren suchen), dann stoßen wir auf ein Ergebnis, das nachfolgend revidiert wurde: die Zuordnung der Mineralien zum Bild. Wer ist zuständig, das nun zu korrigieren? Herr Markl? Nein. Nochmals, laut und deutlich *Nein!*. Warum? Wiederum der Vergleich zur wissenschaftlichen Arbeit.
Die katholische Kirche betrachtete zwingend die Erde als Zentrum des Kosmos.
Die ersten Thesen zur Kontinentaldrift brachten als Ursache die Sintflut ins Spiel (https://de.wikipedia.org/wiki/Kontinentaldrift).
Das Atommodell von Thomson ("Plumpudding-Modell") beschreibt das Atom als gleichmäßig verteilte positiven Ladung mit frei beweglichen Elektronen (wikipedia).
Alle drei Modelle erwiesen sich als falsch/unzureichend. Soll die interessierte wissenschaftliche Gemeinde warten bis der Papst herausgefunden hat, dass alles vom Koordinatensystem des Betrachters abhängt, und die Erde nicht absolut im Mittelpunkt steht? Muss der Geist von Herrn Theodor Christoph Lilienthal befragt werden, dass er erklärt, durch welche Mechanismen Kontinentaldrift tatsächlich entsteht - und er sich siebzehnhundertirgendwas geirrt hat? Dürfen sich jene Forscher nicht äußern, die mit ihrem Orbitalmodell dem (längst dahingegangenen) Modell von Thomson endgültig den Gar ausmachen, weil vorher Herr Bohr noch zu einem "Mea culpa" für seine noch etwas zu einfache Sicht aufgefordert werden müsste?
*Nein!* Korrektur von Fehlern und Unzulänglichkeiten ist Aufgabe der Gemeinschaft!
5) Auch Referenzen haben Fehler. Deswegen bedürfte es bei der zwingenden Einführung von Referenzen bei Fundstellen und bei der zwingenden Einführung von Anlyseinformationen zu einem Bild notwendigerweise eine entsprechend aufwändige Qualitätskontrolle, die wir mit unserer schlanken Mannschaft an Moderatoren nicht leisten können (und nicht wollen: Korrektur von Fehlern ist Aufgabe der Gemeinschaft!).
6) Was wir brauchen ist eine bessere "Arbeitsanweisung", wenn es ums Thema Bilderdiskussionen bzw. Fundstellendiskussionen geht.
7) Was wir brauchen sind mehr Leute, die aktiv mitarbeiten und deren Tätigkeit durch die oben genannte Arbeitsanweisung geleitet, und auch abgesichert(!) ist.
Gruß, Martin
EDIT P.S. Bei mindat findet sich das Foto als Phosphuranylit mit Uranophan mit dem Einstelldatum 2007
heli:
Hallo Martin,
da beißt sich die Katze wieder in den Schwanz.
ii) Und so ein Widerspruch lässt sich nur auffinden, wenn man nachforscht und Referenzen kritisch betrachtet.
2) Das bedeutet für ein Gemeinschaftswerk wie den Mineralienatlas, mindat etc. , dass auch hier notwendigerweise Widersprüche auftreten werden, dass diese Widersprüche (warum auch immer) nicht unbedingt (von den Autoren?) offengelegt und korrigiert werden und dass es sich nur auffinden lässt, wenn man nachforscht und Referenzen kritisch betrachtet.
Aber:
5) Auch Referenzen haben Fehler. Deswegen bedürfte es bei der zwingenden Einführung von Referenzen bei Fundstellen und bei der zwingenden Einführung von Anlyseinformationen zu einem Bild notwendigerweise eine entsprechend aufwändige Qualitätskontrolle, die wir mit unserer schlanken Mannschaft an Moderatoren nicht leisten können (und nicht wollen: Korrektur von Fehlern ist Aufgabe der Gemeinschaft!).
Wie soll das ohne vorhandene Referenzen gehen? Wo soll man anfangen? Auch als Fundstellenspezialist kennt man kaum alle vorhandenen Veröffentlichungen (Ich denke hier z. B. an erzmikroskopische Untersuchungsergebnisse, Feinsandanalysen usw. die Eingang in Mineralienlisten gefunden haben).
Daher nochmals mein Wunsch. Verpflichtende Angabe von Referenzen. Unvollständige, fehlerhafte und das dann oft vorkommende "visuell bestimmt" sind immer noch besser als gar keine Informationen. Auch bei der Neuanlage sollte verpflichtend damit begonnen werden, zu jedem Mineral die Referenz einzugeben. Eine Literaturverzeichnis ist ungenügend (da man dann nie weiß, was aus der Literatur stammt oder sonst irgendwie eingepflegt wurde).
Grüße
Helmut
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