Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Punkte auf Quarz
MyHome:
Hallo zusammen,
aller guten Dinge sind heute drei (mein 3tes Thema heute).
Ich muss hier ein bisschen ausholen und komme von dem roten Hämatit zu den eigentlichen beiden Stufen. Angefangen hat also alles mit einem Fund von "roten Punkten" auf einem Quarz. Das müsste Hämatit sein: https://www.mindat.org/gm/27246 und gibt es auch in stärkeren Ausprägungen: Siehe Bilder 1+2 im Anhang. (Die Detailfotos von Nr. 1 sind etwas unscharf). Daraufhin habe ich mir zwei andere Stufen geschnappt, denn da war doch ein anderer Stein mit Punkten mal gewesen...
Nun habe ich also noch zwei Quarze, einmal mit weißen Punkten und dann meine allererste Stufe (damals 1,-DM ) , die ich seit Jahren nicht angeschaut hatte. Und ganz nebenbei habe ich die lila Nuancen unter Kunstlicht im Bergkristall entdeckt ;D Hammer! Für mich bleibt es aber ein Bergkristall mit Tendenz vllt. zum Amethysten. Natürlich geht es mir jetzt darum, was die weißen Punkte und die schwarzen Punkte sein könnten?
- Abwaschen ging schon mal nicht ;)
- Die schwarzen Punkte sehen wie Schimmel aus, sind aber im Quarz drin.
Einen schönen Abend allen,
Richard
felsenmammut:
Glück Auf! MyHome,
mit Deiner Vermutung zum Hämatit (Mineralienportrait Hämatit) als Bestandteil der 'roten Punkte' dürftest Du richtig liegen. Solche Bildungen von Hämatit auf Quarz sind weit verbreitet. Fein verteilter, im Quarz eingewachsener Hämatit führt oft zu einer intensiv roten Farbe und erlaubt gegebenenfalls zur Bezeichung Eisenkiesel.
Es gibt sehr viele Minerale, die in Quarz eingeschlossen werden und insbesondere bei transparenten Quarzen noch gut zu erkennen sind. Die Fremdminerale können als Einzelkristalle oder Kristallaggregate erkennbar sein oder eher unscharf begrenzte, wolkige Gebilde formen oder recht gleichmäßig im Quarz verteilt sein. Bei der Namensgebung muss man etwas Vorsicht walten lassen. Dazu sei aber auf das umfangreiche Mineralienportrait Quarz und die Lexikonseite Quarz verwiesen.
Die schwarzen Aggregate werden sehr wahrscheinlich solche eingewachsenen Mineralien sein. Mit Kenntnis zum Fundort kann man zumindest die Vielfalt möglicher Minerale mit Hilfe der vorhandenen Literatur auf die für den Fundort bekannten Kandidaten einschränken oder sich zumindest auf Mineralgruppen einigen, die für Einwachsungen in Quarz an jenem Fundort sinnfällig erscheinen. Bei den weißen Punkten ist es prinzipiell ähnlich. Häufig sind solche weißen Punkte aber einfach die in Erscheinung getretenen Verwachsungsflächen zwischen dem Quarz und einem einst aufgewachsenen Mineral. Das Quarzwachstum war fast beendet als ein anderes Mineral sich auf dem Quarz niederließ. Es kam zu Konkurrenzwachstum an der Verwachsungsstelle und der Quarz konnte keine perfekt Oberfläche ausbilden. Das einst aufgewachsene Mineral wurde durch natürliche Prozesse oder durch menschliches Zutun aufgelöst oder hat zumindest den Halt zum Quarz verloren und ist abgefallen. Die stellenweise nicht perfekt ausgebildete Oberfläche des Quarzes wird dadurch sichtbar als weißer Fleck und ist ein Zeuge des einst dort vorhandenen Minerals
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
MyHome:
Hoi Mammut :)
sehr konstruktiv und ausführlich, danke :)
Bei den Stufen ohne klare Namenszuordnungen habe ich leider bislang immer keinen Fundort dabei... Die, bei denen ich einen Fundort bisher habe, ist auch ein Name vorhanden ::) Ich vermute auch, dass Hämatit der rote Überzug und die roten Punkte ist. Was aber der weiße Belag und die schwarzen "Schimmel"-Punkte sind, keinen Schimmer. Vielleicht hat ja hier jemand sowas vergleichbares schon mal gesehen oder hat zumindest eine Vermutung? Eine Elementanalyse macht ja, wenn der Quarz alles umhült, ohne Beschädigung keinen Sinn und dafür sind mir diese Steine zu schade.
Das mit den Verwachsungsflächen fand ich interessant zu lesen!
Schöne Grüße,
MyHome
stoanklopfer:
Hämatit ist ja klar. Der "Schimmel" ist meist Goethit oder Hollandit im Quarz. Die weißen Beläge könnten die Relikte von ehemaligen Anwachsstellen von Calciten sein (?).
Volkmar
wolfi:
Servus,
dann fotografiere doch auch mal die Unterseite der Stücke!
Sieht mir irgendwie nach Wölsendorf aus...
Servus + Glück auf
Wolfi
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