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Autor Thema: Achat  (Gelesen 1451 mal)

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Offline Lexikon

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Achat
« am: 21 Jan 23, 11:06 »
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Deutschland/Sachsen/Mittelsachsen, Landkreis/Leisnig
Achat

Offline nwsachse

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Achat
« Antwort #1 am: 21 Jan 23, 11:06 »
Hallo,

ich würde für den abgebildeten Achat eher ein gangförmiges Vorkommen (Halsbach ?) als Fundort vermuten. Ich sehe Baryt als oberen Abschluss.

Jörg N.

Offline Mineralroli

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Re: Achat
« Antwort #2 am: 21 Jan 23, 12:32 »
Ja, ist ein Halsbacher-Typ, aber wie auch Hartmannsdorf, Schlottwitz u.a. wurden auch Halsbacher Achate erdgeschichtlich verfrachtet und finden sich in den Flüssen nördlich des Ursprungs wieder die bis in die Niederlausitz reichen. Der Größe nach ist es durchaus möglich das dieser aus  Flußsedimenten stammt.
« Letzte Änderung: 22 Jan 23, 09:34 von Mineralroli »

Offline geomueller

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Re: Achat
« Antwort #3 am: 21 Jan 23, 20:51 »
Ich sehe keine abgerundeten Kanten, glaube nicht an Flußsediment. Denke der ist aaus Haalsbach.

Gruß Jürgen

Offline Mineralroli

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Re: Achat
« Antwort #4 am: 22 Jan 23, 09:42 »
Anbackungen anderer Sedimente können ein komplettes Abrunden behindern.
Hier mal ein ähnlicher Typ, dieser paßt weder zu den Tschechischen Fundorten, noch zu den Schlottwitzer Achaten
Deutschland/Brandenburg/Oberspreewald-Lausitz, Landkreis/Schipkau/Meuro
Achat

Offline felsenmammut

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Re: Achat
« Antwort #5 am: 23 Jan 23, 10:28 »
Glück Auf!

Alles Geschriebene scheint richtig zu sein und doch scheinen die Beiträge aneinander vorbeizuschreiben. Ich vermute, Jörg und Jürgen zweifeln an der Tatsache, dass der abgebildete Achat bei Leisnig gefunden wurde, ohne dabei in Frage zu stellen, dass man prinzipiell natürlich verfrachtete Halsbacher Achate in Leisnig finden könnte. Aber eher wahrscheinlich wurde der abgebildete Achat in der Nähe seines Entstehungsortes gefunden, sehr wahrscheinlich aber nicht mit absolut letzter Gewissheit Halsbach. Es steht nicht zur Debatte, dass ein Achat aus Halsbach den Weg nach Leisnig finden kann. Aber der exponiert an der Außenseite anhaftende Baryt spricht eher gegen die Verfrachtung bis Leisnig. Den Rundungsgrad kann man diskutieren, ob der Stein nun schon zu rund ist für einen dem Ursprungsort nahen Fund oder noch nicht rund genug ist für eine Transportstrecke von Halsbach bis Leisnig. Ja, der Transport in einem Sedimentverbund reduziert den mechanischen Abrieb. Allerdings reduziert die Kombination von eher unwahrscheinlichem Transportmechanismus und herausragend gut ausgebildetem Achat ganz erheblich die Wahrscheinlichkeit für eben genau so einen Fund an dem angegebenen Fundort Leisnig. Man kann noch als Argument anbringen, dass Steine im Allgemeinen und sprödes Material wie Achate im Besonderen auch während des Transports noch zerbrechen können und so diese Bruchstellen wenig Abrundung bis zur finalen Ablagerung erfahren. An dem frisch angebrochenen Achat am Fuß des abgebildeten Stücks würde ich mich daher nicht aufhalten als Argument gegen den Fundort bei Leisnig. Material mit deutlichen Schwachstellen kann ein ähnliches Endergebnis abliefern. Der exponiert an der Außenseite anhaftende Baryt setzt definitiv Fragezeichen und provoziert Spekulationen von Zettel vertauscht über anthropogen verschleppt und entsorgt (unwahrscheinlich bei der Qualität) bis zu unvollständig ausgeräumter Sammelrucksack von einer Sammeltour bei Halsbach, so dass das Stück erst nach der Sammeltour bei Leisnig aus dem Rucksack kullerte. Derartige Spekulationen können wohl nur vom Finder ausgeräumt werden. Es kann auch erheblich mehr Baryt anfangs vorhanden gewesen sein. Die gegebene Strecke von Halsbach nach Leisnig ist kurz genug, so dass noch Baryt einem Stück anhaften könnte. Man kann auch anbringen, dass Hochwasser wie in den Jahren 2002 und 2013 (vielleicht auch weitere) sehr wohl in der Lage wären, einen Stein der abgebildeten Größe zu verfrachten. Hohe Fließgeschwindigkeit und allgemein hohe Sedimentfracht begünstigen die Saltation bei der Kiesfraktion und reduzieren damit die mechanische Reibung auf der gegebenen Strecke. Es erhöht aber auch die Wahrscheinlichkeit Stoßmarken als Indikator einer solchen Transportweise an der Außenseite des Stücks zu finden. Da nur Leisnig als Fundort angegeben ist, bleibt es auch zunächst Spekulation, ob es sich um einen Feldfund handelt oder einen Fund aus der Freiberger Mulde bei Leisnig.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline nwsachse

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Re: Achat
« Antwort #6 am: 01 Feb 23, 14:12 »
Hallo,

die Problematik ist im letzten Beitrag umfassend erörtert worden.
Als Fundort ist übrigens Leisnig/Döbeln angegeben.
Aus meiner Sicht ist es eindeutig kein Achat aus einer Kiesgrube. Der Fundort ist Halsbach. Ich habe einen ganz ähnlichen, auch in annähernd der gleichen Größe in meiner Sammlung.
Leider beteiligt sich der Bildeinsteller nicht an der Diskussion.

Jörg N.

Offline nwsachse

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Re: Achat
« Antwort #7 am: 11 Mar 23, 17:56 »
Hallo,

wenn es keine begründeten anderen Meinungen gibt würde ich die Fundortangabe und die Zuordnung zu "Halsbach" ändern.
Ich hatte den Bildautor zwecks Klärung angeschrieben, habe aber leider keine Antwort erhalten.


Jörg N.

Offline jlies

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Re: Achat
« Antwort #8 am: 11 Mar 23, 23:04 »
hallo,

das problem ist, daß der besitzer/einsteller sich hierzu nicht äußert. deshalb aber einen fundort zu nennen, der trotz aller vielleicht richtigen überlegungen nur eine mutmaßung ist, macht doch die sache dann auch nicht besser.

ich habe übrigens grad letztens ein stück „wilde eier“ in der KG otterwisch gefunden, daß vermutlich bei meißen anstand. abgesehn davon, daß sowas immer auch mutmaßung bleibt: warum sollte es ein stück halsbacher dann nicht bis nach leisnig schaffen?

viele grüße!
jörn


Offline Oberlandler

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Re: Achat
« Antwort #9 am: 13 Feb 24, 19:22 »
Gemeldet von anatase2 am 29 Jan 24, 17:29. Es wurde folgenden Nachricht hinterlassen:

ich habe das Stück mit der Fundstelle so eingetauscht. Viele Grüße Helmut

 

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