Gesteine / Rocks / Rocas > Deutschland / Germany
Fossil im Helgoländer Feuerstein? / nein
Hannes Wilke:
Guten Abend,
kann mir jemand sagen, was das sein könnte? Zuerst dachte ich bei der Gesteinsart an Helgoländer Feuerstein, wegen der grauen Kruste und der schwarzen dünnen Schicht. Fundort Ostfriesland. Vielen Dank
Detlef:
Hallo Hannes,
ich kann hier kein Fossil erkennen. Oft hat man in der Mitte von Feuersteineeine Inhomogenität und seltener auskristallisierte klene Hohlräume. Die wolkigen Teile auf eventuelle Schwämme, die eingeschlossen wurden, zu deuten ist hier Kaffeesatzleserei. Man darf die aus kieselgelhaltigen Anreicherungen enstandenen Feuersteine nicht mit dem Harz vergleichen, aus dem Bernstein mit ev. Inklusen entstanden ist.
LG Frank-Detlef Paul
oliverOliver:
Sehe ich auch so. Und zur Frage ob Helgoländer oder nicht: könnte zwar sein, aber mir sieht das Stück etwas danach aus, als ob es Hitze/Feuer abgekriegt hätte: die cracks, die Form/Bruchfläche mancher Ausbrüche, und nicht zuletzt die Farbverteilung .....
Es könnte also sein, dass das "Helgoländer Rot" (nur oder auch) eine Folge thermischer Beeinflussung ist.
Eckard:
Hallo Hannes,
zunächst einmal solltest Du uns verraten, wo Du diesen Stein gefunden hast, (Ostfriesland ist ja etwas größer als ein Gemüsegarten.) und dazu auch die Größe des Exemplars nennen.
Zum Stein: Ich halte ihn nicht für einen Helgoländer Flint. Ich sehe auf Deinem Stein weder eine schwarze Schicht noch eine weiße Rinde. Ich sehe nur Bruchkanten und –flächen.
Meines Erachtens ist dies ein Bruchstück eines größeren roten Flints, wie er durchaus im westlichen Niedersachsen gefunden wird. (Zumindest habe ich es so gelesen.)
Wenn ich es recht erinnere, dann gab es im vergangenen Jahr hier einen Beitrag, in dem es ebenfalls um einen roten Flint ging, der aber auch nicht von Helgoland stammte.
An Einzelheiten erinnere ich mich jedoch nicht.
@ Frank-Detlef: Hattest Du nicht etwas dazu geschrieben?
Rote Helgoländer Flinte wurden auf das Festland ’’exportiert’’. Teile von Werkzeugen und Waffen aus der Bronzezeit aus diesem Material wurden hier schon gefunden.
Ein Fossil finde ich in Deinem Stein nicht.
Besten Gruß
Eckard
Hannes Wilke:
Ok sorry, wusste nicht, wie genau der Fundort hier angegeben werden darf; direkt bei Esens. Die beiden (noch ein ähnliches Bruchstück) lagen am Rand eines Feldweges, zusammen mit vielen größeren Flintsteinen. Wahrscheinlich vom Bauern aufgesammelt und vom Feld geworfen, sieht man häufiger.
Die Länge beträgt ungefähr 10 cm. Und von der grauen Kruste anliegend ein Foto. Unter der grauen Kruste liegt ein ca 1 mm dünner Streifen.
Die Frage zum Stein war auch doof formuliert. Ich meinte eigentlich, dass ich anfangs auf Grund der fleischigen Rottöne und der Kruste an einen Helgoländer denken musste, aber darin niemals derartige Einschlüsse gesehen habe und daher wissen möchte, welche andere Gesteinsart es sein könnte.
Mit dem Export der Helgoländer ist mir noch nicht ganz klar. Ich dachte, die wären alle unter den Eisplatten hier hergereist (bis auf sehr wenige Artefakte). Dass wir sie deswegen bei Bauarbeiten hier am Haus in der bläulichen Tonschicht finden konnten (Lauenburger Ton?), da diese noch aus der Saaleeiszeit stammt. Dazu die letzten Bilder als Beispiele (1 Quadrat auf dem Untergrund = 1 cm x 1 cm)
Also handelt es sich um einen niedersächsischen Feuerstein ohne Fossilien. Wenn er seine außergewöhnliche Farbe durch einen Brand erhalten hat - z.B. weil dort mal ein Eichenwald oder Häuser abbrannten - müssten die anderen dort am Feldrand liegenden Feuersteine dann nicht ebenfalls ihre Farbe so spektakulär verändert haben?
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