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Habitusabhängig ?
berthold:
Hallo,
ich bin auf der Seite http://geomuseum.tu-clausthal.de/minerale.php?section=21300&level=10&name=Fluorit&details=on
über diesen Text gestolpert:
--- Zitat ---Mit der Änderung des Habitus ändern sich auch die Abstände zwischen den Ionenzentren der Elementarzellen von 0,3 nm beim Oktaeder, kleiner 0,3 nm beim Würfel und Rhombendodekaeder, geringfügig über 0,1 nm beim Ikositetraeder und kleiner 0,1 nm beim Hexoktaeder.
--- Ende Zitat ---
Der Text ist auf Fluorit bezogen - das alles kapier ich nicht. ???
Meint der Autor Tracht (weil: Würfel, Oktaeder) oder Habitus ?
... und würde ja bedeuten dass die Elementarzelle je nach Habitus/Tracht unterschiedlich groß wäre :P -> unterschiedliche Dichte usw. ?
Was könnte der Autor wirklich gemeint haben ?
Gruß
Berthold
Krizu:
Hallo Berthold,
es gibt eine Theorie, nach der auf den wachsenden Kristallflächen die unterschiedlich großen Löcher mit verschiedenen Ionen gefüllt werden. Das erklärt relativ einfach den zonaren Aufbau von Kristallen.
Ich kann dir leider nur spagen in welcher Arbeit diese Theorie zitiert wird. Die Arbeit soltle ich zu Hause haben, vielleicht findest Du auch etwas unter der Seite der Uni Osnabrück, SFB 255, Teilprojekt Epitaxie von Granatschichten (Sinngemäß). Es war in der Diss. von Stefan Sure, müsste aber auch in einem der Zwischenbericdhte erwähnt werden. Da ging es um den Einbau von Blei.
MfG
Frank
(der später suchen wird)
berthold:
Hallo Frank,
--- Zitat ---es gibt eine Theorie, nach der auf den wachsenden Kristallflächen die unterschiedlich großen Löcher mit verschiedenen Ionen gefüllt werden. Das erklärt relativ einfach den zonaren Aufbau von Kristallen.
--- Ende Zitat ---
klar, wenn ich durch eine Gitter in einem beliebigen Winkel schneide bekomme ich unterschiedliche Abstände / Lochgrößen.
Aber der Abstand zwischen den Ionenzentren - und damit die Elementarzelle - ändert sich doch dadurch nicht - oder ?
Gruß
Berthold
Krizu:
Doch,
wenn Du in [100] durch den Kristall schaust, haben die Ionen andere Abstände als in [110].
Aber so wie das dort beschrieben ist :-X :-X :'(
Ich verstehe das auch nicht ???
MfG
Frank
berthold:
Hallo,
hmm, seltsam nur, die schreiben einen Satz vorher:
--- Zitat ---Sehr oft sind Kombinationen von Würfel und Oktaeder. Fluorit ist ein Durchläufer, doch scheinen die resultierten Formen in gewisser Weise druckabhängig zu sein.
--- Ende Zitat ---
Dann der ominöse Satz - mit den Abständen der Elektronenzentren.
Ich dachte, der Abstand Ca-F ist (im Fluorit) immer gleich. (hängt von Ionenradius, Bindungskräften usw. ab - oder?) Klar, wenn ich in einem anderen Winkel (auf einer anderen Netzebene) das nächste Atom suche, dann bekomm ich andere (größere) Werte. Also: [100] zu [110] sollte wie 1:1,41 sein. Die Atome sind doch in einem Fluoritwürfel genauso angeordnet wie in einem Oktaeder!
Was bitteschön hat das mit dem Habitus zu tun ?
Betrachtet man den Satz vorher so entsteht der Eindruck, dass bei höherem Druck die Atome dann wohl dichter zusammenrücken - oder wie ! :o
Ich dachte immer die Kristallform von Fluorit hängt in erster Linie von der Temperatur, in zweiter Linie von den Lösungsgenossen und dann vieleicht auch noch vom Druck ab.
Gruß
Berthold
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