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Schneckenhaus? Fundort Geo-Acker bei Gerolstein, Vulkaneifel / Dolomitstein
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Harnischmacher:
Hallo zusammen,
dies ist mein erster Post hier, also bitte seid gnädig mit mir.
Wir haben den Stein auf dem Geoacker bei Gerolstein gefunden, wo Touristen kostenlos und legal suchen dürfen.
Das Material ist vermutlich eine Art Quarzit und der Stein misst ca. 8 cm im Durchmesser.
Für mich sieht es aus wie der Schnitt durch ein Schneckenhaus. Das Schneckenhaus selbst lässt sich aber nicht
an seinen Rändern abgrenzen.
Was ist es?
oliverOliver:
Hallo Ingo,
--- Zitat ---Das Schneckenhaus selbst lässt sich aber nicht an seinen Rändern abgrenzen.
--- Ende Zitat ---
Das spricht schon mal sehr deutlich gegen Schnecke.
Problem: der Geoacker ist ja keine primäre Fundstelle, sonder dort werden Gesteine aus unterschiedlichen Brüchen zusammengekarrt, um die Touristen zu unterhalten.
Zitat von der Website: "Auf dem Geoacker wurden die vier Hauptgesteinsarten der Vulkaneifel: Basalt, Kalk, Buntsandstein und Dolomit aus aktiven Steinbrüchen in der Region zusammengetragen, ..." (https://www.eifel.info/a-geoacker)
Damit fehlt aber jeder Anhaltspunkt für geochronologische Zeitstellung und Herkunft - und damit auch für einen Ansatz zur Bestimmung.
Wenn man wissen will, was man findet, sollte man nicht auf solchen künstlichen Pseudo-Fundstellen suchen ..... (obwohl das Programmangebot für Kinder ja garnicht so schlecht klingt: https://www.geopark-vulkaneifel.de/eifel/freizeit/veranstaltungen/fuer-kinder/kindererlebnisprogramm-gesteinsdetektive-im-gerolsteiner-land.html)
Vielleicht erkennt ja aber jemand unserer ortskundigen Eifelspezialisten das Gestein, und eventuell sogar die fossile (??) Struktur, und kann dir weiterhelfen ....
ga
oliver
Anrheiner:
Wenn Du etwas Bestimmbares finden willst, lauf lieber über die Äcker in Gondelsheim (aber nur nach der Ernte). Dort sind als Lesefunde u.a. Spiriferen und Calceolen aus dem Eifelium auffindbar.
VG Klaus
skibbo:
Hallo Ingo,
das sieht mir nach einem Dolomit aus.
Diese Seite im Lexikon bietet dir eine gute Erklärung für deinen Fund:https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Dolomitisierung?lang=de
--- Zitat ---Die Umwandlung von Kalkstein zu Dolomit führt zu einer Volumenabnahme bis 13%, was sich durch erhöhte Porosität bemerkbar macht. Bzw., je stärker das diagenetische gebildete Gestein dolomitisiert ist, desto größer ist seine Porosität.
--- Ende Zitat ---
Detlef:
Ich möchte mich Skibbo mit der Bestimmung Dolomitkalk anschließen.
Gute Fundmöglichkeiten mit reichlich Korallen Trilobitenresten, Muscheln, Brachiopoden und Schnecken sind seit letzen Herbst in Baselt in der Nähe von Gondelheim gegeben. Dort hat ein Landwirt Güllespeicher in den Mitteldevonkalk gebaut. Das Abraummaterial ist am Kuhstall oberhalb der Behälter hinter dem Wäldchen abgekippt worden.
Liebe Grüsse Frank-Detlef Paul
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