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Autor Thema: unbestimmte Mineral  (Gelesen 2551 mal)

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unbestimmte Mineral
« am: 12 Nov 23, 03:23 »
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Deutschland/Sachsen/Mittelsachsen, Landkreis/Freiberg, Revier/Freiberg/Muldenhütten/Rammelsberg
unbestimmte Mineral

Offline vandendrieschen

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unbestimmte Mineral
« Antwort #1 am: 12 Nov 23, 03:23 »
Mit Sicherheit kennt jemand das Mineral. Siehe Beschreibung. Mein erster Gedanke war Schalenblende oder Samtblende. Bin mir aber nicht sicher.
Vielen Dank.

Offline felsenmammut

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #2 am: 12 Nov 23, 07:21 »
Glück Auf!

Wäre meine Vermutung richtig, dass es sich bei der Matrix um Baryt handelt? Was lässt sich zur Paragenese schreiben? Was sind der genaue Fundort und die Fundumstände (Lesesteinfund, Halde, Anstehender Gang). Das schokoladenbraune Mineral scheint ja ein Überzug auf den säulig-nadeligen Kristallen zu sein. Kann man das Bild so deuten, dass die Kruste teilweise abgeplatzt ist und dass unter der schokoladenbraunen Kruste ein weißes oder farbloses Mineral zum Vorschein kommt oder sind die weißen Punkte auf den säuligen Kristallen ein weiteres Mineral? Gibt es eine Reaktion auf UV-Licht? Ist Material verfügbar für einen Karbonattest. bzw. zur Bewertung der Löslichkeit in konz. Salzsäure?

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline uwe

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #3 am: 12 Nov 23, 09:49 »
Ein ausgeleuchtetes Bild der betreffenden Kristalle wäre sicher hilfreich. Si kann es jedes schwarze Mineral sein.

Gruß
Uwe

Offline vandendrieschen

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #4 am: 12 Nov 23, 12:01 »
Hallo,

die Matrix ist Baryt. Ausgegraben habe ich den Brocken auf einer der vielen Halden am Rammelsberg in Muldenhütten.
Mir sind die Voraussetzungen für eine Bestimmung schon klar.
Der Hohlraum ist schon mit einer Ringleuchte ausgeleuchtet. Ein zusätzliches Licht übersteuert das Bild und je höher die Auflösung ist, desto krieseliger wird auch das Bild auf  dem Smartphone. Ich bekomme selbst mit den besten Smartphones keine gestochen scharfen Bilder hin.
Ich habe ein Aggegat mit der Nadel bearbeitet. Oben drauf ist ein gelbbraunes samtartiges Mineral und daruner ist es schwarz glänzig, etwas radialstrahlig, was ich so eingiermaßen erkennen kann. Ich würde die Härte bei 4 bis 5 einordnen. Man muss schon etwas Druck auf die Nadel ausüben. Der braune Überzug ist bei 2 und lässt sich abschaben. Daher habe ich zu Samtblende tendiert.

Offline Walpurgin

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #5 am: 15 Nov 23, 16:22 »
Ich würde es für eine zweite Generation Baryt halten, ist im Freiberger Revier nicht selten.
Das braunüberzogene könnte Limonit etc. sein.

Online Chrisch

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #6 am: 15 Nov 23, 18:57 »
Heißt "schwarz glänzig" metallisch oder dunkel durch Totalreflexion? Derart nadelige Baryte kann ich mir von dort nicht vorstellen, aber irgendwelche Spießglanze scheinen in kleinsten Aggregaten und Mengen im Freiberger Revier und gerade den Randrevieren scheinbar doch nicht so selten zu sein wie bisher vermutet. Limonit/Goethit als Überzug dürfte am wahrscheinlichsten sein.

Gruß Chrisch

Offline vandendrieschen

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #7 am: 16 Nov 23, 10:08 »
Hallo,
ich werde meine Fotos noch ausbessern. Hab grad keine Zeit. Es ist Goethit.
Zwei Stäbe sind abgebrochen, der Querschnitt ist radialstrahlig bräunlichgelb ähnlich dem Kakoxen.
Die Paragenese kommt einmal mit schwarzen als auch in braunen Überzug auf kugeligen sowie langezogenen Aggregaten vor.
Manche sind noch mit Quarzen überzogen, die dadurch ein schwarzes Aussehen haben.
Der Stibnit im Baryt sind Vierkantsäulen. Der ist auch vertreten.

Zitat
Heißt "schwarz glänzig" metallisch oder dunkel durch Totalreflexion?
Hat schon ein metalliges Aussehen.

Offline Walpurgin

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #8 am: 16 Nov 23, 16:40 »
Zitat
Derart nadelige Baryte kann ich mir von dort nicht vorstellen, aber irgendwelche Spießglanze scheinen in kleinsten Aggregaten und Mengen im Freiberger Revier und gerade den Randrevieren scheinbar doch nicht so selten zu sein wie bisher vermutet.
Spiessglanze passen zur Paragenese nicht....das Material ist eindeutig fba Formation währen die Spiessglanze auf der eq bzw. eb Formationen vorkommen,Das ist eine völlig anderer Mineralisationszyklus.
Der Rammelsberg bei Muldenhütten führte auf den Gängen nur fba und kb Formationen.
Wenn dich das so stark interessiert wirst du um eine Analyse nicht herumkommen.

Online Chrisch

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #9 am: 16 Nov 23, 19:42 »
Getreu dem Motto: weil nicht sein kann, was nicht sein darf... Natürlich kommen die Spießglanze (hatte ich bewußt so allgemein wie nur möglich gehalten) fast ausschließlich in den älteren Mineralisationszyklen vor, aber z.B. im Bereich des Lorenz Gegentrums gibt es - extrem selten - Bi-Spießglanze im und auf Klüften im Harten Trum und mit der Cu-Mineralisation im weichem Trum. Habe noch keinen Plan wie und warum, aber sie existieren. Deshalb habe ich es auch nur als generelle Möglichkeit angeführt - und ja, natürlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Auch z.B. Pyrolusit ist nicht generell auszuschließen.
Auch ich kenne nur die kleinen Bildausschnitte, von denen ausgehend man eigentlich auf gar nix nichts Konkretes schlußfolgern kann. Und na klar, ohne Analyse geht logischerweise gar nichts!

Gruß Chrisch

Offline vandendrieschen

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #10 am: 20 Nov 23, 22:33 »
Die Fotos werden nicht besser, egal was ich probiere. Vielleicht kann man was deutlicher erkennen. Die Dateigröße mickert auch immer zu paar 100 Kb.

Offline vandendrieschen

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Re: unbestimmte Mineral
« Antwort #11 am: 20 Nov 23, 22:34 »
Und hier das grüne zeuch

ach vergisses. Auf dem PC siehts noch beschissener aus als uffm Schmierphone.

 

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