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Vivianit

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Stronkolo:
Hallo,
auch die gebogene Ausbildung der beiden Kristalle unten rechts erinnert mich doch sehr an Vivianit.

Wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest
Andreas

Bruno80090:
Ungeachtet der Kontroverse rund dieses Foto, wer kann dann das Vorhandensein dieses Mineraltyps in der Paragenese des Nickenischer Sattel erklären? Warum in diesem Fall nicht auch andere Phosphaten ??? Das bleibt und erscheint sehr merkwürdig, ohne die beiden Berichte in Frage zu stellen ...

oliverOliver:
Ich kanns zwar (mangels exaktem Wissen) nicht wirklich erklären - aber ich könnte mir gut vorstellen, dass der Phosphor hier organischen Ursprungs ist - braucht ja nur irgendein Lebewesen im Tuff eingebettet geworden sein. Von dem her verwundert mich der Vivianit an sich jetzt nicht so ....

Mabu:
Hallo,

ich kann zwar zur Stufe oben nicht sagen ob sie analysiert ist.

Ich habe allerdings eine Stufe mit ähnlich guten Kristallen von dem Fundort. Sie stammt aus einem analysierten Fund und ich habe sie von Bernd Ternes gekauft.

Auf der Eifel-CD gibt es ähnliche Fotos von Vivianit vom Nickenicher (Eicher) Sattel. Diese Stücke sind EDX-analysiert. Dort gibt es auch eine ausführliche Beschreibung des silikatischen Xenoliths, in dem sie vorkamen.

Gruß,
Marko

geni:
Hier die genaue Beschreibung von der Eifel DVD.

Das Einstellen wurde von Herrn Blaß genehmigt.

Ein besonderes und seltenes Mineral für die Vulkaneifel ist der Vivianit. Einziger Fundort war bisher der Nickenicher Sattel, wo Vivianit in einem silikatischen Einschluss mit ungewöhnlicher Paragenese vorkam. Der Einschluss war schlierig, gebändert, relativ dicht, aber von Spaltrissen durchzogen. Die Farbe der schlierigen Bänder und Partien reichte von Weiß über Hell- bis Dunkelgrau. In den Spaltrissen und ihrer Umgebung war das Gestein manchmal rostbraun überlaufen. Vor allem in den hellen Gesteinspartien treten etwas größere Klüfte auf, während in den grauen bis dunkelgrauen nur selten größere Poren und Blasen mit frei kristallisierten Mineralen zu finden waren. Die Matrix besteht zum überwiegenden Teil nur aus Tridymit und Cordierit, wobei die weißen Teile aus Tridymit, die hellgrauen überwiegend und die dunkelgrauen fast ausschließlich aus Cordierit bestehen. Ungeklärt ist, ob es sich dabei ganz oder teilweise um die durch Beimengungen stabilisierte hexagonale Hochtemperaturform des Cordierits, den Indialith, oder um den rhombischen Cordierit i.e.S. handelt. Wie hoch der amorphe Glasanteil in der Matrix ist, wurde nicht geklärt. Der hohe Cordieritanteil spricht für eine hochgradige kontaktmetamorphe Umwandlung des Gesteins. Frei ausgebildete Cordierit-Kristalle wurden nicht beobachtet. Sporadisch sind in die Cordierit-Matrix Schlieren und Körner aus derbem Pyrrhotin (Magnetkies) eingewachsen.

Neben frei ausgebildeten Baryt-, Pyrrhotin-, Siderit- und Gips-Kristallen war das wohl eindrucksvollste Mineral in der Paragenese der Vivianit. Er ist vorwiegend in Spaltrissen, auf Kluftflächen und in Poren der hellen, tridymitreichen Matrix   vorgekommen. Leider bestand aber nur ein kleiner Teil des Einschlusses aus dieser Matrix, sodass auch nur entsprechend wenige Kristalle vorkamen. Außerdem ist beim Zerkleinern und Bearbeiten ein Teil der Kristalle zerbrochen oder abgefallen. Nur sehr spärlich konnten exakt ausgebildete Kristalle und Aggregate unbeschädigt geborgen werden (Abb. 1). Die Größe der guten Kristalle betrug bis zu 2 mm, während flachgedrückte Sonnen aus Vivianit-Kristallen in Spaltrissen mehrere Millimeter groß waren. Von besonderer Ästhetik waren gut ausgebildete Vivianit-Kristalle, die rundum von farblosem Gips eingeschlossen waren und durch die Spaltflächen des Gipses, wie in einer Vitrine liegend, zu bewundern sind. Der Vivianit bildete hellblaue, dunkelblaue, grünblaue bis braune, meist durchscheinende, monokline Kristalle. Außer den üblichen, häufiger ausgebildeten Flächen des Vivianits waren noch einige weitere, aber unbestimmte Kopfflächen erkennbar.

Gruß
Gerhard Niceus(geni 8))

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