Mineralien / Minerals / Minerales > Lexikon Diskussionen Mineralien / Encyclopedia Discussion Minerals
Nosean
christof schäfer:
Die erste Beschreibung des Noseans aus der Eifel findet sich bei Nose (1790) in einer Abhandlung über den Schellkopf bei Brenk.
Orographische Briefe über das Siebengebirge ……, zweiter Teil, 24. Brief, ab Seite 217. (der Text ist allerdings etwas schwierig zu lesen!!)
Die erwähnte Quelle von 1808 ist: Nöggerath (1808): Mineralogische Studien über die Gebirge am Niederrhein (nach der Handschrift eines Privatisierenden).
Nose selbst wird als Autor nicht genannt. Man (also Noses und Nöggeraths Zeitgenossen) gehen aber davon aus, dass er mit dem Privatisierenden gemeint ist und dass Nöggerath
die mineralogischen Notizen seines Mentors Nose veröffentlicht hat.
Nach diesen Darstellungen war Nose der Meinung, dass der von ihm beschriebene Spinellan ebenso wie der auch von ihm beschriebene Spinellin
(den wir heute von diesem Vorkommen als Pyrochlor kennen) in Verwandtschaft zum Spinell zu sehen sind. Mit dieser Einschätzung lag er falsch.
Die Klärung, dass Spinellan bzw. Nosean ein neues Mineral darstellt, ist erst Klapproth (1815) mit seinen Analysen gelungen.
Auch Klapproth gibt an, dass der Auswürfling in der „Sandkaule“ gefunden wurde.
Stefan:
Hi, danke Euch!
Also Sandkaul und nicht Sandkuhle und nicht Schellkopf?
Wo ist dann die Sandkaule genau?
Wenn es die beiden Höhlen ca. 1 km N von Ettringen an der L82 sind, dann stimmt der gesamte Pfad nicht.
christof schäfer:
Die Bezeichnung lautet Sandkaule.
Die Höhlen am Forstberg kann man mit Sicherheit ausschließen, das dort angeschnittene Gestein ist geologisch viel älter.
Ich persönlich kenne keine Quellen, die es aus heutiger Sicht ermöglichen die Fundstelle eindeutig zuzuordnen.
Auf alten Karten sind folgende Aufschlüsse (als Sandkaule westlich von Laach) vermerkt, die als Typlokalität in Frage kämen:
- ehemaliger Aufschluß direkt südlich und westlich der heutigen Nikolauskapelle (nur wenige Meter von der Abteikirche entfernt). Aus meiner Erinnerung ist das Gelände heute zu einem Waldfriedhof umgestaltet.
- Aufschluß am Nordabhang des Nikolausberges, nördlich der K 56 von Laach nach Bell, gegenüber dem ehemaligen Jugendheim St. Winfried
(Anmerkung: die Nikolauskapelle liegt nicht am Nikolausberg)
Die erste Fundstelle gehört zur Gemeinde Glees, die zweite zur Gemeinde Bell.
Stefan:
Hallo Christian,
das sollte dann so passen wie wir es eingerichtet haben.
LG Stefan
Navigation
[0] Themen-Index
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln