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Vorstellung: Kamerint. Focus Bracketing, u. a. Kombi Tele- + Mikroskopobjektiv

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isbjoern:
Zumindest mit dem hier verwendeten Teleobjektiv komme ich bei 10x an eine Grenze -- sehr "tiefe" Stacks sind damit nicht möglich und höhere Vergößerungen wie 20x oder 50x eher bei flachen Objekten nutzbar.
Durch die Montage des Mikroskopobjektivs am Filtergewinde des Kameraobjektivs empfiehlt es sich m. E. nicht, große/schwere Objektive a la Mitutoyo zu montieren, womit sicherlich noch eine etwas bessere Qualität zu erzielen wäre.
In Summe kann man per Railstacking sicherlich noch etwas bessere Ergebnisse erzielen und vor allem tiefere Stacks erreichen.
Die Bracketing-Methode hat aber wirklich ihren Charme durch das sehr kleine/leichte/portable Setup und die irre hohe Geschwindigkeit.

Hier noch ein paar Hinweise zum Vorgehen am Beispiel meiner Olympus:
- Verbinden der Kamera z. B. per USB mit der software OM Capture
- Einstellen des Zooms, so dass Vignettierung verschwindet; grob Fokussieren
- Ausprobieren der richtigen Belichtungszeit bei Offenblende
- Focus "nach ganz vorne" bringen, beim Bracketing wird "von vorne nach hinten" durchfokussiert
- Bracketing Step Size von 3 scheint ein guter Startpunkt zu sein, ggf. Schrittweite vergrößern oder verkleinern
- Anzahl der Schritte ausprobieren (z. B. mit 50-100 starten); falls man nicht "weit genug" gekommen ist, kann man einfach die nächste Serie wieder vom Endpunkt starten

isbjoern:
Und zum Schluß noch ein "fachfremdes" Bild, die Vielseitigkeit einer solchen Konfiguration geht sogar über Mineralien hinaus: Mit einem Durchlichttisch kann man sogar biologische Präparate (hier ein Nadelquerschnitt) mit dem gleichen Aufbau anschauen!

Ich hoffe, diese kleine Beschreibung ist für den einen oder anderen interessant!

Viele Grüße

- Björn

harzer:
Hallo Björn,
super Beschreibung und gute Ergebnisse.
Mit meiner Fz2000 und Mikroskopobjektiven arbeite ich schon seit einigen Jahren
mit einem vergleichbar gutem Ergebnis.
weiter so und viel Spaß beim Stacken.

Kay

isbjoern:
Hallo Kay,

das ist ein guter Hinweis: das Ganze funktioniert auch mit Bridge-Kameras mit fest installiertem Zoomobjektiv. Wohl auch bei etwas älteren Modellen z. B. von Panasonic, die nicht einmal explizit Focus Bracketing, sondern nur "Post Focus" als Feature haben (bei photomacrography wird die FZ300 erwähnt, die es gebraucht recht günstig gibt). In dem Fall wird dann eine Videodatei erzeugt und dient als Vorlage für das Stackingprogramm (zumindest Helicon kann damit arbeiten oder man extrahiert die Frames).

Ich habe damit keine eigene Erfahrung, aber mit der Kombi "makrofähige Bridgekamera" + Raynox + Mikroskopobjektiv(e) hat man gewissermaßen das Optimum in Sachen kompaktem Setup erreicht. Aber auch die o. g. Olympus-Ausrüstung kann ich sehr empfehlen, ich habe Kamera und alle Objektive gebraucht erworben mit doch sehr erheblichen Abschlägen gegenüber den Neupreisen!

Viele Grüße
Björn

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