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Grüner Lesestein der innen grau-braun ist

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Findus:
Hallo zusammen,

heute bekam ich von einer Bekannten einen Lesestein, den sie bei einem Urlaub in Innsbruck gefunden hat. Die genaue Fundstelle ist unbekannt. Dieser Stein, der wie ein abgerollter Kieselstein aussieht, war ca. 3 x 4 x 4 cm groß und außen schmutzig grün, so ähnlich wie verwitterter Epidot. Es kann auch was Kupferartiges sein...
Ich habe dann diesen vermeintlich "abgerollten Epidot" einfach mal angeschliffen und war erstaunt, dass er innen nicht mehr grün, sondern eher wie grau-brauner Dolomit war.
Ein Versuch mit Essig ergab, dass dieses Gestein nicht säurefest ist.
Nun habe ich nach dem Polieren, welches aufgrund der fehlenden Härte eher einen wachsartigen Glanz ergab, unter dem Mikroskop "röhrenartige" Ausbildungen gesehen, die mit einer glasklaren Masse gefüllt sind und die zum Teil in den Röhren noch so was wie einen "Faden" ähnlich der Fadenquarze haben. Diese Röhren zeigen keinen Kristallstrukturen, wie z.B. einen sechseckigen Querschnitt, wenn man Quarze durchsägt. Es gibt auch kleine rotbraune,  grüne und gelbliche, sowie schwarze Einschlüsse.
Da ich von Gesteinen nur sehr wenig Ahnung habe, würde mich interessieren, ob jemand von Euch mir vielleicht sagen kann, um was es sich dabei handeln könnte.
Manuell aufgebrachte grüne Farbe auf der Oberfläche dieses Steins kann m. E. ausgeschlossen werden, es sieht schon so aus, als ob da etwas "aufgesintert"wurde, außerdem sind an einer etwas tieferen Stelle an der Oberfläche längliche Kristallstrukturen sichtbar. Vielleicht sind diese Kristalle dasselbe Material wie die angesägten Röhren.

Grüße,

Bernd

P.s.  die Bildbreite ist die Zahl nach dem "BB", sie ist in Millimetern angegeben. Der Rest sind Fototechnische Angaben.   

Beispiel:  Lumi 25   BB 1.2   0.01    usw. bedeutet Bildbreite = 1.2 mm

michaelh:
Hallo Bernd,
Du solltest auch ein Bild einstellen welches den ganzen Stein zeigt

Grüße Michael

Findus:
Sorry, habe ich vergessen. Anbei die zwei Bilder dieses Steins.

loismin:
Da sind wieder mal eindeutige glasige Blasenstrukturen zu erkennen .

stoanklopfer:
Für mich sieht das nach einem Kalkstein (mit Foraminiferen u. a.) aus, der angemalt wurde. Im Schnitt glaube ich zwar einzelne Glaukonitkörner zu sehen, aber die intensiv grüne Farbe ist nur oberflächlich. Rund um Innsbruck findet man öfters von (kleinen und großen) Kindern bemalte Steinfigürchen in Gärten und auch im Gelände. Ich kann mir durchaus vorstellen,  dass es sowas war.

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