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Autor Thema: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv  (Gelesen 1371 mal)

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Offline Panmineral

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Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« am: 27 Nov 24, 14:30 »
Moin in die Runde,

der Stein ist mir letztes Jahr zugelaufen und heute wieder in die Hände gefallen. Er ist leicht radioaktiv, d.h. kaum mehr Gammastrahlung als der Hintergrund, aber das zehnfache an Alpha-/Betastrahlung von 0,3 CPS auf 3,0 CPS. Hat jemand eine Ahnung worum es sich hier handeln könnte?

Dank voraus und habt einen schönen Tag
Peter

Offline Chrisch

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #1 am: 27 Nov 24, 15:05 »
Auch wenn man an Hand der unscharfen Bilder nicht wirklich Vergleiche ziehen kann, erinnert mich das Stück am ehesten an die böhmischen "Radiobaryte":

https://www.mineralienatlas.de/?l=5861

Gruß Chrisch
« Letzte Änderung: 12 Jan 25, 18:03 von oliverOliver »

Offline Panmineral

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #2 am: 27 Nov 24, 15:09 »
Erst mal Danke. Sollte der Baryth nicht fluoreszieren? Das konnte ich nämlich nicht feststellen.

Offline Klaus Schäfer

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #3 am: 27 Nov 24, 17:13 »
Hallo Peter,

Gib doch zu, dass du uns (auf alle Fälle mich) mit deiner zweckentfremdeten, aber genialen, goniometrischen Steinpositionierunghilfe triggern wolltest. Ich suche schon lange so ein Teil.  ;D

Gruß von Klaus

Offline Panmineral

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #4 am: 27 Nov 24, 17:22 »
;D Ich habe im Stillen angenommen, dass mich mal jemand darauf anspricht .... Es ist ein Relikt eines U-Tisches für quantitative Messungen von Achsen etc. Bei mir dient er zu Positionierung von Mineralien und anderen Objekten unterm Stereomikroskop.

Schade, ich hätte Dir gerne einen verkauft. 8)

Trotzdem schönen Abend noch
Peter

Offline oliverOliver

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #5 am: 12 Jan 25, 18:04 »
Sollte der Baryt nicht fluoreszieren?

wär schön, wenn da noch jemand eine Antwort hätte ...  ;)

Offline Lynx

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #6 am: 12 Jan 25, 18:17 »
Hoi Oliver

Warum sollten der leuchten? Nicht wegen Radium ..... (das ist in einer Gruppe mit der Erdalkalis Mg, Ca, Sr, Ba die nicht leuchten können). Also vielleicht wegen Uranyl. Aber ob das so typisch ist? Meinem Verständnis nach ersetzt bei Radiobaryt tatsächlich ein winziger Teil Radium (aus der Lösung) das Barium während der Bildung. Dass bereits als Uranyl eingebautes Uran zu Radium zerfällt  und eingebaut bleibt ist eher unwahrscheinlich. Hab aber leider keine Referenz an der Hand.

Gruß, Martin


(EDIT: bin im Schreiben unterbrochen worden. Sorry)
« Letzte Änderung: 12 Jan 25, 18:34 von Lynx »

Offline felsenmammut

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #7 am: 13 Jan 25, 05:34 »
Řanda, Z. & Ulrych, Jaromír & Turek, Karel & Mihaljevič, Martin & Adamovič, J. & Mizera, Jiri. (2010). Radiobarites from the Cenozoic volcanic region of the Bohemian Massif: Radiochemical study, history, and lead isotopic composition. Journal of Radioanalytical and Nuclear Chemistry. 283. 89-94. DOI: 10.1007/s10967-009-0095-6.

Eine spezifische, radiumhaltige Art von Baryt ist seit 1904 aus der Ohře (Eger)-Bruchzone, einer Region känozoischer vulkanischer Aktivität in Nordwestböhmen, Tschechische Republik, bekannt. Baryte aus den Gebieten Karlovy Vary, Teplice und Děčín wurden untersucht, um die geochemische Geschichte dieser speziellen Proben zu klären. Eine radiometrische Methode mit niedrigem Hintergrund, die hochauflösende Gammastrahlenspektrometrie verwendet, hat gezeigt, dass die Radioaktivität dieser Baryte (bis zu 8 Bq/g) auf ²²⁶Ra zurückzuführen ist, das nicht im Gleichgewicht mit dem Mutterisotop ²³⁸U steht. In allen Proben lag die Uranaktivität unter 0,005 Bq/g – der Nachweisgrenze, die durch instrumentelle Neutronenaktivierungsanalyse erreicht wurde. Die Alpha-Spur-Methode auf einer Kristallplatte zeigte, dass ²²⁶Ra in den Oberflächenschichten oder Rissen der Kristalle akkumuliert ist. Daher müssen die Kristallränder relativ jung sein, nicht älter als 10–15 Tausend Jahre. In einer aus den Baryten isolierten Bleifraktion wurden die Konzentration und die isotopische Zusammensetzung des Bleis mittels Photonaktivierungsanalyse und ICP-MS bestimmt.

Offline Lynx

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #8 am: 13 Jan 25, 07:54 »
Danke Dir für das Zitat!

Offline felsenmammut

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #9 am: 13 Jan 25, 19:28 »
Glück Auf!

Für den Steinbruch Jenikov ist ein Textstück eingearbeitet und die Literatur in den Referenzen hinterlegt.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline oliverOliver

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Re: Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv
« Antwort #10 am: 13 Jan 25, 20:55 »
hallo

ich hab den Text von der übergeordneten  Jeníkov-Seite auf die konkrete Steinbruch-Seite übertragen:

https://www.mineralienatlas.de/?l=5861

ga
oliver

 

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