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Unbekannter grüner Stein leicht radioaktiv

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oliverOliver:

--- Zitat von: Panmineral am 27 Nov 24, 15:09 --- Sollte der Baryt nicht fluoreszieren?

--- Ende Zitat ---

wär schön, wenn da noch jemand eine Antwort hätte ...  ;)

Lynx:
Hoi Oliver

Warum sollten der leuchten? Nicht wegen Radium ..... (das ist in einer Gruppe mit der Erdalkalis Mg, Ca, Sr, Ba die nicht leuchten können). Also vielleicht wegen Uranyl. Aber ob das so typisch ist? Meinem Verständnis nach ersetzt bei Radiobaryt tatsächlich ein winziger Teil Radium (aus der Lösung) das Barium während der Bildung. Dass bereits als Uranyl eingebautes Uran zu Radium zerfällt  und eingebaut bleibt ist eher unwahrscheinlich. Hab aber leider keine Referenz an der Hand.

Gruß, Martin


(EDIT: bin im Schreiben unterbrochen worden. Sorry)

felsenmammut:
Řanda, Z. & Ulrych, Jaromír & Turek, Karel & Mihaljevič, Martin & Adamovič, J. & Mizera, Jiri. (2010). Radiobarites from the Cenozoic volcanic region of the Bohemian Massif: Radiochemical study, history, and lead isotopic composition. Journal of Radioanalytical and Nuclear Chemistry. 283. 89-94. DOI: 10.1007/s10967-009-0095-6.

Eine spezifische, radiumhaltige Art von Baryt ist seit 1904 aus der Ohře (Eger)-Bruchzone, einer Region känozoischer vulkanischer Aktivität in Nordwestböhmen, Tschechische Republik, bekannt. Baryte aus den Gebieten Karlovy Vary, Teplice und Děčín wurden untersucht, um die geochemische Geschichte dieser speziellen Proben zu klären. Eine radiometrische Methode mit niedrigem Hintergrund, die hochauflösende Gammastrahlenspektrometrie verwendet, hat gezeigt, dass die Radioaktivität dieser Baryte (bis zu 8 Bq/g) auf ²²⁶Ra zurückzuführen ist, das nicht im Gleichgewicht mit dem Mutterisotop ²³⁸U steht. In allen Proben lag die Uranaktivität unter 0,005 Bq/g – der Nachweisgrenze, die durch instrumentelle Neutronenaktivierungsanalyse erreicht wurde. Die Alpha-Spur-Methode auf einer Kristallplatte zeigte, dass ²²⁶Ra in den Oberflächenschichten oder Rissen der Kristalle akkumuliert ist. Daher müssen die Kristallränder relativ jung sein, nicht älter als 10–15 Tausend Jahre. In einer aus den Baryten isolierten Bleifraktion wurden die Konzentration und die isotopische Zusammensetzung des Bleis mittels Photonaktivierungsanalyse und ICP-MS bestimmt.

Lynx:
Danke Dir für das Zitat!

felsenmammut:
Glück Auf!

Für den Steinbruch Jenikov ist ein Textstück eingearbeitet und die Literatur in den Referenzen hinterlegt.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

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