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Gestein zur Pigmentgewinnung
Lynx:
Von https://www.kremer-pigmente.com
"Anders als die in der Natur häufig vorkommenden Ocker sind Grünerden selten auftretende Verwitterungsprodukte von Schichtsilikaten. Meist bestehen Grünerden aus Seladonit oder Glaukonit, als Beimischungen können Chlorit, Cronstedit, Spurenelemente und andere tonhaltige Mineralien auftreten. Die färbenden Bestandteile sind Eisensilikate, im Falle der Veroneser Grünen Erde ist das farbgebende Mineral Seladonit. "
Bayerische grüne Erde - reiner Lokalpatriotismus meinerseits ;)
"Aus dem grünen Sandstein lässt sich einfach ein grünes Pigment gewinnen, welches in Kalk oder
Casein verwendet wurde. Für die Restaurierungsarbeiten an historischen Fassaden und auch für die
Lüftelmalerei <...>In Südbayern und München kann man manchmal grüne Haussfassaden beobachten, eine
Besonderheit welche vielleicht auf das lokale Vorkommen einer grünen Sandsteinfarbe zurückgeht."
Aegirin
"Aegirin ist ein eisenhaltiges Silikat, welches längliche Kristalle bildet. Die Kristalle sind tief dunkelgrün und glashart.
Auch das Pigment in der Mahlung kleiner 63 μ (11140) hat eine nadelige Struktur."
etc.....
eike101:
Wow, erstmal vielen Dank für die vielen Antworten. Ich gebe jetzt, der Vollständigkeit halber, einige weitere Infos zum Stein.
Der Fundort ist 'Ruhner Berge'. Meines Wissens nach ein eiszeitliches Endmoränengebiet. Ich habe vergleichbare Steine jedoch auch auf Äckern im nordwestlichen Brandenburg gefunden. Die Steine liegen oberflächlich sichbar am Boden oder an Erdresten von ausgewurzelten und umgefallenen Bäumen. Die Härte schätze ich relativ gering ein, zb. hat sich das Vermalen im Vergleich zu Lapis Lazuli mittlerer Qualität deutlich einfacher gestaltet. Ich arbeite hierbei mit einer Reibschale und Stösel aus Laborporzellan.
Im Anhang ein Bild zweier Farbnuancen, die mir bisher untergekommen sind.
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