Arbeitsmittel / Means for work > Aufbewahrung, Präsentation / Presentation, Keeping
Labels auf MM-Dosen: unten, oben oder je nach Objekt?
Schorsch:
Hallo Jule, kannst Du mir/uns zeigen wie ein Krümel von 1x1cm im tiefen Teil der Dose montiert aussieht? und wie es mit Kitt montiert aussieht?
und wie man es von der Seite betrachten soll?
Und der flachte Teil ist wohl immer noch der Boden (5mm tief)
Habe meine Art zu montieren und beschriften (ohne Kitt) schon mal beschrieben, aber jeder wie er mag oder für richtig hält.
Schönen Tag noch, Schorsch
Junibolte:
Hallo, Schorsch, du hast ganz recht,
die flache der Dose Seite als Boden, damit man das Teil unter dem Binokular auch noch schräg drehen kann. Das ist auch in anderen Ländern so üblich. Von den Montageschwierigkeiten im hohen Teil mal ganz abgesehen.
Beschriftung dann von oben auf den hohen Teil (Deckel), damit man die Stufe im Schrank oder Flatkarton auch sofort wiederfindet. Außerdem sind ja noch 4 andere Seiten zur Beschriftung frei.
Man schaut Mikros ja naturgemäß nicht mit bloßem Auge an, sondern nimmt den Deckel (hoher Teil) ab und dann ab unters Binokular.
Alles andere halte ich für Blödsinn und ergibt gar keinen Sinn.
Evtl. gibt es ja regionale Unterschiede, die mir aber nicht bekannt sind ;D
schöne Grüße, Peter
vandendrieschen:
--- Zitat von: nicoahlmann am 11 Mar 25, 07:06 ---Morgen,
könnte man den Zettel nicht innen hinten in den Klarsichteil kleben?
So ist das Meiste hinter dem Stück zu lesen, ist geschützt und verdeckt das Stück auch nicht.
VG
Nico
--- Ende Zitat ---
Der Jens Häusler macht das mit seinen Mikros. Da wird aber ein Pappschild mit doppelseitigen Klebeband auf der Innenseite angebracht. Das ist auch eine sehr schöne Lösung.
--- Zitat von: Junibolte am 11 Mar 25, 10:49 ---Hallo, Schorsch, du hast ganz recht,
die flache der Dose Seite als Boden, damit man das Teil unter dem Binokular auch noch schräg drehen kann. Das ist auch in anderen Ländern so üblich. Von den Montageschwierigkeiten im hohen Teil mal ganz abgesehen.
--- Ende Zitat ---
Deswegen hat sich diese Variante mit dem flachen Teil durchgesetzt. Ursprünglich war es aber meine beschriebene Art. Ein Mineral auf Kitt direkt auf den "Bodendeckel" zu kleben, ist halt "nur" eindosen, aber hat nichts mit dem traditionellen Micromounting zu tun, bei dem kleine Kunstwerke entstehen. Wie 1x1 mm Mikros da rein kommen ist genauso ein Handwerk wie filigranes Schnitzen oder Flaschenboote zu basteln. Da wird halt mit Pinzette, Faden und Kleber und anderen Frimeleien gearbeitet. Da sich aber heute kaum noch jemand dafür Zeit nimmt, genauso wie schöne Etiketten in Schönschreibschrift zu schreiben, wird das Mikromount einfach auf Kitte geklatscht bei der dann die Diskussionen entstehen, welcher Kitt geeignet ist, oder ölt, stink, aushärtet etc pp. und wie man das ästhetischer gestalten könnte, wenn der Kittbatzen größe ist als das Mineral.
Viele Grüße
Jule
vandendrieschen:
--- Zitat von: Schorsch am 11 Mar 25, 10:39 ---
Hallo Jule, kannst Du mir/uns zeigen wie ein Krümel von 1x1cm im tiefen Teil der Dose montiert aussieht? und wie es mit Kitt montiert aussieht?
und wie man es von der Seite betrachten soll?
Und der flachte Teil ist wohl immer noch der Boden (5mm tief)
Habe meine Art zu montieren und beschriften (ohne Kitt) schon mal beschrieben, aber jeder wie er mag oder für richtig hält.
Schönen Tag noch, Schorsch
--- Ende Zitat ---
Das werde ich machen. Man betrachtet es von der Seite wie in einem Aquarium. Üblich wurde keine Kitte genutzt, sondern transparenter Kleber oder der Boden mit Stoff ausgekleidet, in dem sich in der Mitte eine Loch im Stoff oder der Pappe befindet, um den Sockel in den tiefen Teil des Boden aufzukleben.
Klaus Schäfer:
Hallo Kolleginnen und Kollegen,
Der erste Mineraliensammler, der Micromounting als Sammlungsformat entdeckte, war Reverend Geroge C. Rakestraw im Jahr 1870. Historisch gesehen wurden die ersten Micromounts in selbst gebastelten kleinen Spandösschen oder Pappschächtelchen aufbewahrt. Der höhere Teil des Dösschens war Innen gerußt oder mit Farbe geschwärzt, so dass man die kleine Mineralprobe quasi in einer Dunkelfeld-Beleuchtung präsentierte. Die Probe war immer im hohen Teil der Dose, so das ihre filigrane Montage (Borste, Katzenschnurrhar, Hölzchen) und das Stüfchen geschützt waren.
Ordentliche Micromounts waren kalibriert und hatten immer dieselbe Betrachtungshöhe, so daß man am Mikroskop nicht rumfummeln musste. Micromounts waren üblicherweise sehr klein und präsentierten nur einen Kristall oder eine kleine Szene (max. 8 mm x 8 mm). Ein Drehen des Stückes oder seitliches Betrachten war nicht vorgesehen. Die Montage war immer auch final und deshalb wurden die Kristalle geklebt. Die Beschriftung erfolgte in zierlicher Schrift auf dem Deckel des Dösschens.
Das heutige Fixieren von Mineralproben mit elastischem Kitt in transparenten Dosen ist nicht mit dieser anspruchsvollen Präparation und Inszenierung kleinster, ausgesucht schöner Stüfchen zu vergleichen. Antike Micromounts mit bekannter Autorenschaft werden gesammelt und teuer erworben, und sei das darin präsentierte Mineral nur ein kleiner Calcit.
Dennoch ist das oben laufende Thema ein ausgesprochen wichtiges, so daß sich Sammler weltweit über Aufbewahrungsformen und Ettikettierungsarten austauschen. Ein schöner Thread findet sich hier:
https://www.mindat.org/mesg-281068.html#:~:text=For%20me%2C%20the%20easiest%20way,the%20chip%20is%20rather%20heavy.
Gruß von Klaus
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln