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"Mykosenquarz" Biogen oder chemisch?
aca:
Hallo,
das Thema hat mich auch schon immer fasziniert.
Eine Antwort habe ich aber auch nicht.
Nur ein Bild von einem Belegstück aus Hohenlimburg
(Ausschnitt ca. 1 cm breit, sorry, etwas riesig,
noch grösser geht auch:
http://www.quartzpage.de/steinchen/pilzquarze_1_orig.jpg ).
Hier sind die angeblichen Mizele netzartig (wie sie sein sollten) in die
oberste, klare Generation von Phantomquarzen eingebaut.
Alles ist ziemlich gelb, da in den Quarzen auch noch Goethit in
"ordinären" Schichten phantombildend eingebaut sind.
Diese sehen schon eher aus wie das, was man
in Rykart oder besser noch hier findet:
Jaroslav Hyrsl, Gerhard Niedermayr; Magic World: Inclusions in Quartz,
Bode Verlag GmbH, Haltern, 2003
S. Jahn; Mineralien aus dem Steinbruch Hohenlimburg-Oege bei Hagen im Sauerland
Mineralien Welt, 13. Jg., Number 1, 2002
Leider kenne ich die Originalliteratur, aus der Rykart zitiert, nicht.
Verglichen mit den dort abgebildeten Stücken sind meine nur ein schlechter Witz.
Im Artikel von S. Jahn sieht man klare Doppelender die mit einem gelben "Myzel"
durchzogen sind. Sieht vollkommen irreal aus.
Hat sonst noch jemand vergleichbares?
Dann käme ich am liebsten mit meinem Miniatur-Studio vorbei und
würde 1, 2 Bilder machen (wenn's gestattet ist),
auf denen man auch was erkennt...
@krizu
Wieso konfokal? Sind die Myzele fluoreszierend?
Oder habe ich die neueste technische Entwicklung verpasst?
Gruss
Amir
Obelix:
--- Zitat von: aca am 01 Oct 05, 00:07 ---Hallo,
das Thema hat mich auch schon immer fasziniert.
Eine Antwort habe ich aber auch nicht.
Nur ein Bild von einem Belegstück aus Hohenlimburg
(Ausschnitt ca. 1 cm breit, sorry, etwas riesig,
noch grösser geht auch:
http://www.quartzpage.de/steinchen/pilzquarze_1_orig.jpg ).
Hier sind die angeblichen Mizele netzartig (wie sie sein sollten) in die
oberste, klare Generation von Phantomquarzen eingebaut.
Alles ist ziemlich gelb, da in den Quarzen auch noch Goethit in
"ordinären" Schichten phantombildend eingebaut sind.
Diese sehen schon eher aus wie das, was man
in Rykart oder besser noch hier findet:
Jaroslav Hyrsl, Gerhard Niedermayr; Magic World: Inclusions in Quartz,
Bode Verlag GmbH, Haltern, 2003
S. Jahn; Mineralien aus dem Steinbruch Hohenlimburg-Oege bei Hagen im Sauerland
Mineralien Welt, 13. Jg., Number 1, 2002
--- Ende Zitat ---
Hallo aca, vielen Dank erst mal für Deinen Beitrag mit den ergänzenden Literaturangaben. Es freut mich, daß es noch jemanden gibt, den man für Hohenlimburger Quarze faszinieren kann.
Unverständlich ist mir allerdings, daß Du meinen Abbildungen das Vorhandensein einer erkennbaren netzartigen Struktur aberkennst und als Gegenbeispiel ein undeutliches undetailiertes Foto von Dir hier reinstellst mit der Behauptung, dies käme der in der Literatur beschriebenen Beispielen näher.
Hast Du Dir überhaupt meine Bilder im Vergrößerungsmodus mal angesehen? Ich habe doch bewußt detailgenaue Ausschnitte , wo man sogar genau erkennen kann, wie die einzelnen Fasern gewachsen sind, hier reingestellt.
Es handelt sich hier um Phantomquarze, auf denen Calcitdoppelender gewachsen sind und wo sich auf der letzen wässrigen Lösung mit klarem Silicat vermutlich diese Pylzmyzele angesiedelt haben, die die Calcitdoppelender netzartig umhüllt haben und von dort aus über deren Spitzen weitergewachsen sind.
Ein besseres Beispiel kann man wohl nicht bringen, daher finde ich es absolut unverständlich, wie Du darauf reagierst!
Was soll das?
Bernd G:
das ganze scheint biogen zu sein ,hier auch mal ein beispiel .
holzzellen in quarzkristallen, hatte auch keiner gedacht das es soetwas gibt.
aca:
--- Zitat von: Obelix am 01 Oct 05, 06:46 ---daher finde ich es absolut unverständlich, wie Du darauf reagierst!
Was soll das?
--- Ende Zitat ---
@ Obelix
Huch, das ist ja lustig.
Dabei wollte ich doch gar nicht "reagieren" ;)
Es liegt mir fern, Dir irgendetwas abzuerkennen.
Mit meine wohl etwas dämlichen Formulierung
"netzartig (wie sie sein sollten)" wollte ich die Strukturen
in meinem Stück mit dem vergleichen, was ich auf den Bildern
aus der zitierten Literatur gesehen habe (Du kennst die Bilder doch?).
Auf den Doppelendern der Bilder im Mineralienmagazin sieht man halbwegs glatte,
gleichmässig gelbe Röhren, die netzartige Strukturen
ausbilden. Die gelben Strukturen z.B. im klaren kleine Quarz-X
oben rechts in meinem Bild sieht denen in der Literatur sehr ähnlich,
ob biogen oder nicht, sei mal dahingestellt.
Netzartige Strukturen sehe ich bei Deinen Bildern natürlich auch
(selbstverständlich habe ich mir die Bilder auch in gross angesehen,
bin ja interessiert). Und für mich sehen die z.T. sogar "biogener"
aus als die dicken gelben Röhren.
Ich will den Steinchen ja keine Vorschrift machen,
wie sie auszusehen haben, und mein eines Stück ist ja
auch nicht sehr sexy.
Deshalb suche ich ja nach anderen Stücken zum knipsen,
damit man mal etwas deutlicher als auf meinem alten Foto
erkennt, worum's geht.
Nochmal nix für ungut.
Trotzdem daran angehängt:
Ich war schon seit Jahren nicht in Hohenlimburg.
Damals wusste ich noch nix von Pilzquarzen.
Mein Belegstück "stammt" aus einer mehrstündigen Suchaktion
in meinem alten Material mit kleinen Phantomquarzen.
Wenn ich nochmal da hinginge, dann eigentlich nur wegen denen.
Sind die Funde neu?
Ich hätte auch keinen Plan, wo ich genau suchen sollte.
Mein Stück stammt aus einem porös verquarzten Gang mit
Dolomit-Kristallen, damals auf einer der oberen Strossen im
Nordteil des Bruches (ist aber schon 3 oder 4 Jahre her).
Bin von der Leitung damals "gerade noch einmal" reingelassen
und auf diverse Bewegungsmelder hingewiesen worden.
Gruß
Amir
aca:
Ups,
Sorry, die besagten Bilder der Doppelender sind im "Quartz Inclusions" Buch,
nicht im Mineralienmagazin.
Amir
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