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Bräunliches Gestein

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Okkolyt:
Hallo in die Runde,

ich bin neugieriger Anfänger und brauche eure Expertise bei der Bestimmung von Steinen. Die folgenden Steine wurden in Joachimsthal im nördlichen Barnim gefunden, wo Grund- und Endmoräne der Pommern-Phase der Weichseleiszeit allerhand glaziales Geschiebe zurückgelassen haben. Neben diversen Findlingen von mehreren 100 kg hat die Erde bei unserem Hausbau auch viele kleinere Gesteine preisgegeben, die ich gerne mit euch bestimmen oder zumindest eingrenzen würde.

Dieser kantige Stein ist 750 g schwer, circa 13 cm lang, Fässer sich außen sehr rau an und wirkt insgesamt bräunlich mit teilweise rostig-orangebraun aussehenden Seiten, wobei die verwitterte Seite weiße Stellen hat. Besonders markant sieht die Bruchstelle an der Ecke aus, wo ein ebenso raues Material von einer dunkelbraunen dicken und rötlich-braunen dünnen Schicht eingeschlossen ist.

Gibt es für diesen Stein Ideen von euch? Besten Dank vorab!

vandendrieschen:
Sandstein.

felsenmammut:
Glück Auf!

Anhand der Bilder lässt sich zum Gestein leider nicht viel schreiben. Sandstein wurde ja bereits geschrieben. Ein rhyolithisches oder auch granitoides Gestein ist ebenso denkbar. Bessere Aufnahmen, die mehr Details zeigen, sowie eine genauere Beschreibung der Bruchfläche könnten helfen, das Gestein näher einzugrenzen.

Wirkt das Gefüge völlig homogen in Farbe und Textur? Lässt sich eine Körnigkeit erkennen? Wie groß sind die Körner? Besteht das Gestein nur aus einzelnen Körnern in einer Matrix, oder ist es insgesamt aus sichtbaren Mineralkörnern aufgebaut? Sind diese Körner gleichmäßig ausgedehnt, oder erkennt man nadelige, säulige oder tafelige Kristalle? Welche Farben zeigen die Mineralkörner? Gibt es auffälligen Glanz oder Lichtreflexe an den Körnern? Haben sie ebene Bruchflächen, oder sind diese eher unregelmäßig? Wie verhält sich ein Magnetpendel gegenüber dem Stein?

Die braunen Ringe sind zonare Abscheidungen, die infolge örtlich und zeitlich schwankender oxidierender und reduzierender Bedingungen entstehen. Unter dem Begriff „Liesegangsche Ringe“ findest du mehr dazu.
In Sedimentgesteinen treten Liesegangsche Ringe häufig als dreidimensionale, schalenartige Strukturen im Gesteinsinneren auf. Ein Anschnitt in beliebiger Orientierung kann die zyklischen Ringstrukturen gut sichtbar machen. Bei anderen, wenig porösen Gesteinen, erscheinen Liesegangsche Ringe dagegen vorrangig auf Klüften und Rissen, da dort bevorzugt Reaktionsfronten verlaufen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

stoanklopfer:

--- Zitat von: felsenmammut am 17 Apr 25, 06:18 ---... Ein rhyolithisches oder auch granitoides Gestein ist ebenso denkbar. ...

--- Ende Zitat ---

Das kann man trotz der schlechten Bildqualität wohl ausschließen. Es sei denn, ich bin schon langsam fehlsichtig (am dritten Bild glaube ich diffuse Schichtung zu sehen).

Volkmar

ruebezahl:
Glück auf,


--- Zitat von: stoanklopfer am 18 Apr 25, 11:25 ---
--- Zitat von: felsenmammut am 17 Apr 25, 06:18 ---... Ein rhyolithisches oder auch granitoides Gestein ist ebenso denkbar. ...

--- Ende Zitat ---

Das kann man trotz der schlechten Bildqualität wohl ausschließen. Es sei denn, ich bin schon langsam fehlsichtig (am dritten Bild glaube ich diffuse Schichtung zu sehen).

Volkmar

--- Ende Zitat ---

Sehe ich ebenfalls so. Auch der konzentrische Saum spricht für mich für etwas Anderes (einen Sandstein?). Rhyolithen/Granit(oiden) fehlt für solche Säume die Permeabilität. Bei Granit(oiden) erwarte ich darüber hinaus eher auch eine Vergrusung.

Freundliche Grüße
 Uwe

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