Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals
Arsen löst sich auf???
wolfilain:
Ja ich denk mal schluchti hat den arsennagel auf den kopf getroffen =)
Ist bestimmt nur wasser am kalten arsen kondensiert. :P
Ich seh das immer an meinem Steinsalz da kondensiert so viel wasser das es zeitweise in einer pfütze steht. (ja ich weis)
Sei aber denoch lieber vorsichtig.
Irgendeiner hier hatte damit mal ein Loch in die Wiese "gelöst". :P
grüße
Krizu:
--- Zitat von: wolfilain am 27 Sep 05, 23:17 ---Ich seh das immer an meinem Steinsalz da kondensiert so viel wasser das es zeitweise in einer pfütze steht. (ja ich weis)
--- Ende Zitat ---
Beim Steinsalz helfen dir aber so Sachen wie MgCl2*xH2O. Die sind hygroskopisch. Da reicht eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Aber bei Arsen? Dann müsste der Hammer auch in einer Pfütze liegen. :-\
MfG
Frank
geomueller:
Hallo alle,
also die Thesen von Schluchti und wolfilain können wir ausschließen. Was Krizu schreibt gibt mir allerdings zu denken! Mit gasförmigen und flüssigen As-Verbindungen ist nicht zu spaßen. Mein Keller ist zwar gut belüftet, aber trotzdem werde ich mir wohl einen anderen Lagerort suchen.
@Krizu, wie muß man sich die Bildung solcher As-Verbindungen vorstellen? Welche Milieubedingungen sind notwendig? Stufen mit reichlich As in meiner Sammlung (trocken und warm) reagieren überhaupt nicht. Anderenzets ist ja bekannt, daß sich Arsen innerhalb Haldenaufschüttungen löst, hier sind allerdings zirkulierende Wässer vorhanden. Weiterhin ist ja bekannt, das man Arsen mit H2O2 lösen kann, wird praktiziert um Silber im Arsen frei zu legen (Schlema-Hartenstein-Pöhla). Kann sich H2O2 auf beinen Stücken im Keller gebildet haben?
Der fragende Geomueller (Jürgen) ;D
Krizu:
Hallo,
das lief wie folgt:
GaAs wurde geschliffen (oder wie du) gesägt. Das neutrale Abwasser (Anfangs VE-Wasser, dann mit CO2 belegt, pH Neutral bis 5) hatte dann GaAs Staub als braune Suspension. Über dem Vorlagetank haben wir kleine MEngen (=kleines Volumen) aber sicherlich tödlicher Konzentration gefunden. Einen kompletten Reaktionsweg, gerade bei 1µm grossen Teilchen zu finden ist hart. Es ist im ersten Schritt eine Oxidation zu As2O3, GaAs wurde deshalb um 2000 auch in eine andere Gefahrenklasse eingeordnet. Das As2O3 reagierte zu arseniger Säure (nachgewiesen nach Nanofiltration),, ionischer Charakter eindeutig! Wie jetzt das AsH3 noch ins Spiel kam weiss ich nicht.
Aber denke bitte auch an solche Sachen! Z.B. den Säge-Wassertank! Arsenverbindungen lösen meines Wissens Hautkrebs aus. Und wenn der Knobi süsslich riecht, war die Dosis zu hoch.
hth
Frank
grauwacke:
Hallo "Arsenfreunde",
Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie schreibt unter "Arsen, chemisches Verhalten":
"Gepulvertes, feuchtes Arsen oxidiert sich unter Wärmeabgabe zu (Di-)Arsentrioxid." 4 As + 3 O2 = 2 As2O3
Dieses bildet mit Wasser arsenige Säure. Das Arsenoxid riecht bereits nach Knoblauch, aber auch die Bildung von (geruchlich wahrnehmbaren) Spuren von AsH3 gleichzeitig mit As2O3 ist möglich gemäß: 4 As + 3 H2O = 2 AsH3 + As2O3.
Ich habe mal eine Chemie-Altlast bearbeitet, bei der u.a. elementares Arsen 40 Jahre lang vergraben im Boden lag und lufthaltigem Regenwasser ausgesetzt war. Dabei sind größenordnungsmäßig 10 bis 20 % des Arsens oxidiert worden. Was mit H2O2 schnell geht, geht mit Luftsauerstoff langsamer auch, insbesondere wenn Feuchtigkeit und feine Verteilung im Spiel sind.
Gruß
Grauwacke
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln