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Calamites sp.

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Blackminer:
Hallo Ben,
was du da gefunden hast, keine Ahnung.
Ohne das Stück in Händen zu halten, wird keine Identifikation möglich sein.
Hab grade in den geol.Karten von Sachsen und deren Erläuterungen von 1915 gestöbert.
Da wird was von "hornsteinartigen Platten" geschrieben, in welchem die Fossilien enthalten sein sollen.
Wie Hornstein sieht dein Stück, erstmal, nicht aus.

Wäre echt genial, wenn man heute, dem "ollen" Geinitz über die Schulter schauen dürfte und sich dessen Kartierungs-Stücke angucken könnte. :(
GA

Heyne:
Früher wurde das als Tuff-Horizont beschrieben. Nach neueren Erkenntnissen handelt es sich hier eher um eine Sedimentschicht aus einer Art Sandstein, dessen Vorhandensein ruhige Perioden in der Eruptionsgeschichte der Altenberg-Teplice Caldera markiert. Es gibt davon zwei Schichten und es wird beschrieben, dass beide spärliche Fossilienreste enthalten. Die erste Schicht davon ist im Fundgebiet vorhanden. Man findet da neben dem üblichen Quarzporphyr auch einige wenige „Scherben“ davon.
Es ist wirklich schade, dass man sich die Stücke von Geinitz nicht anschauen kann. Seine Veröffentlichung von 1881 enthält nur einige (sicher geschönte) Zeichnungen. Daher wurden seine Bestimmungen dann später von Gothan bis auf eine Ausnahme (eben Calamites) nicht bestätigt und als unbestimmbare Pflanzenfossilien eingeordnet.
Mag sein, dass das gefundene Stück doch kein Kalamit ist, aber irgend ein Fossil scheint es zu sein, das ist nicht einfach nur eine Gesteinsstruktur.
GA
Ben

vandendrieschen:
Das sind "Fußspuren" von Wasser.

Heyne:
Ich habe noch mal einige Fotos gemacht, welche etwas plastischer sind und auch besser zeigen, wie klein das Stück eigentlich ist. Man sieht nun die Rippen deutlicher und auch, dass diese nicht einfach mehr und mehr verflauend sind, sondern doch ziemlich abrupt enden. Ab da fehlen sie einfach teilweise oder komplett und haben nur noch einen ganz leichten Abdruck hinterlassen. Die Rippen sind nach unten auch relativ scharf abgegrenzt. Wie von Jörn ebenfalls schon vermutet, scheint sich dort eine Blattnarbe zu befinden. Weiter unten sind die Rippen des nächsten Segments leider nicht mehr vorhanden, haben aber (wie oben auch) trotzdem noch einen ganz leichten Abdruck hinterlassen, das zeigt das dritte Foto.
GA
Ben

oliverOliver:
hallo an alle Mitdiskutanten,
das habe ich von einem Geowissenschafter, der das Thema gesehen hat, per PM dazu erhalten:


--- Zitat ---das sind Bruchstrukturen, die bei Belastung eines homogenen feinkörnigen Gesteins entstehen. Sind auch oft muschelförmig und geben dann Anlass zu entsprechender fossiler Verwechslung.
--- Ende Zitat ---

lg
oliver

p.s., @ Ben:
Mit deinem Einverständnis würde ich das Bild entsprechend umbenennen, und als lehrreiches Beispiel auf die Pseudofossilien-Seite stellen.

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