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Fluoritkristalle? Warum so klein?

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Hotzenplotz:
Hallo

Das Gesamtstück misst ca. 4x8cm, und weist im Sonnenlicht ungemein glitzernde kleine Würfelchen auf. Die haben eine Kantenlänge von maximal 1mm und sind dunkelviolett.
Die meisten gefundenen Granitstücke haben auf zwei Seiten solche Kristallrasen. Leider sind einige dabei, deren Glanz verlorenging.
Beim größten Stück ist schön eine Aderung des Gesteins mit Kristallen zu sehen.
Es handelt sich um Fluorit?



oliverOliver:
sieht zumindest für mich danach aus ....

Hotzenplotz:
Hallo

Weshalb sind diese Würfel so klein geblieben? Weil in den Klüften zuwenig Platz war, es zuwenig warm war (die Stücke stammen aus ca. 3 Metern Tiefe)?

Anbei ein Bild mehrer fundfrischer Funde vom gleichen Fundort, die mir mein Bekannter heute zukommen liess.
Fundgebiet ist das 'Wöslendorfer Revier'.



vandendrieschen:
Die "Würfel" haben sich zu wenig Kalzium oder Fluor für ihr Wachstum ziehen können. Weil zu wenig da war.  Ist wie beim Menschen mit den Knochen bei Unterversorgung.
Ob das schnelle oder langsame Abkühlen von Wasserlösungen die Größe beeinflusst, weiß ich nicht.
Die Kristalle bildeten sich auch entlang von Rissen, sind diese nicht sehr breit, bleiben die Würfel klein.

Hier ist es richtig beschrieben.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Fluorit/Wachstum


--- Zitat ---Meistens behindern sich die Kristalle am Wachstumsprozess gegenseitig
Die Winkel zwischen gleichartigen Flächen bleiben unverändert (gemäß dem Gesetz der Winkelkonstanz, die von Nikolaus (Nils) Steno 1669 eingeführt wurde).

Bei Übersättigung von Lösungen, verursacht durch Verdunstung oder Abkühlung und bei unterkühlten Schmelzen scheidet eine chemische Substanz einen Keim als Festkörper aus. Die Größe dieses Keims beträgt ca. 100 Ångström (Å) = 0,00001 mm. An ihn lagern sich nun weitere Kristallbausteine (Atome, Ionen, Kationen oder Moleküle) an. Der Kristall wächst somit weiter durch gerichtete Anlagerung

--- Ende Zitat ---

Hotzenplotz:
Danke für die Infos und Link.

Manche Fundstücke sind richtig dicht gepackt mit den Würfelchen, quasi sich gegenseitig erstickend. Ich find ja die zahlreichen verästelten Aderungen innerhalb eines einzigen Steinstücks sehr interessant, von kaum einen Millimeter dick bis ca. 2cm. Und wo halt Raum vorhanden blieb, bildeten sich die Würfelchen.

Haben wir mit diesen Stücken nun was einigermassen Besonderes, oder kann man es an Kinder verschenken? Faszinierend glitzern im Sonnenlicht tun die Stücke ja.
Weder meine Verwandschaft vor Ort noch ich selber sind Mineraliensammler. Die Funde waren reiner Zufall.

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