Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

Temperaturen in Grube Krunkelbach?

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vandendrieschen:

--- Zitat von: markies am 16 May 25, 08:17 ---Vielen Dank für die lehrreiche Antwort, Walpurgin.

Ich habe mich tatsächlich gefragt, wie/ob sich das Gestein auf die Temperatur auswirkt. In der Literatur (ich glaube bei Steen) habe ich aber auch mal gelesen, dass das Bergwerk ziemlich nass gewesen sein soll und mich gewundert, ob das die Temperaturen beeinflussen kann.

--- Ende Zitat ---
Möchtest du eine Befahrung machen? Weil du nach solchen Details fragst.

markies:

--- Zitat ---Möchtest du eine Befahrung machen? Weil du nach solchen Details fragst.
--- Ende Zitat ---

Vielleicht wenn ich eine Zeitmaschine hätte. Das dürfte ja jetzt kaum mehr möglich sein.

Ich versuche mir aber die Arbeitsbedingungen vorzustellen. Über die Wismut oder die Gruben im Ruhrpott finden sich viele Informationen. Über kleinere Bergwerke im Schwarzwald, die noch bis ins spätere 20. Jahrhundert betrieben wurden, wurde ich bisher nicht sehr fündig. Und ich habe nur sehr laienhaftes Wissen darüber und eben mal am Rande mitbekommen, dass sich je nach Gesteinsarten aber auch Wasser (?) Wärme in einem Bergwerk entwickeln kann.

markies:
Danke @Stefan und spannend, das mit der Mine in Spanien. Dann weiß ich jetzt auf jeden Fall, dass nicht die Tiefe alleiniges Kriterium ist sondern wohl vor allem auch die Gesteinsart und die anderen Faktoren, die auch Walpurgin erwähnt hat.

Gibt es denn noch andere Gesteinsarten neben dem Pyrit, die häufig in (historischen) Bergwerken vorkommen und solche Wärme freisetzen können?

helgesteen:
Hallo Marko,

Dir kann zumindest ein bisschen geholfen werden. Die Grube ist heute bekanntlich geflutet. Um das Jahr 2005 hat man das Grubengebäude an mindestens zwei Stellen angebohrt (eine Bohrung in einen Uranabbau, eine in die Explorationssohle auf -240 m), um Wasser für das Radon-Revitalbad zu erschließen. Eine dieser Quellen hat folgende Daten (es ist wohl die aus dem Uranabbau, Daten entnommen von https://geotouren-schwarzwald.de):

---

Floriansquelle, St. Blasien-Menzenschwand
(Bohrung Tiefbrunnen IV)

Tiefe: 112 m
Geologie: GP
Temperatur: 7,8 °C
Chemischer Wassertyp: Ca-HCO3, Radonhaltig
Wassertyp: Akratowasser
Anerkennung: -

Textquelle Brunnendaten: LGRB-Fachberichte 1: Mineral-, Heil- und Thermalwässer, Solen und Säuerlinge in Baden-Württemberg, 2002 (überarbeitete Fassung 2006).
---

Diese Wassertemperatur dürfte sehr nahe an der damaligen Lufttemperatur liegen. Von den Befahrungen damals meine ich mich auch an eine Temperatur von 8 bis 10° zu erinnern. Also ganz normale Temperatur für Gruben im Grundgebirge.

Viele Grüße,
Helge


markies:
Vielen Dank, Helge!

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