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Belemnitenfrage

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Hotzenplotz:
Hallo an diesem heissen Tag!

Das Bild anbei zeigt ja wohl einen Belemniten (ca. 4cm lang)

Frage: ist der plattgequetscht, und woher können die Vertiefungen stammen? Haben sich da mal Quarzkörnchen reingedrückt, oder sind es gar Bissspuren?

Danke!

oliverOliver:
hallo,
plattgequetscht nicht, aber anscheinend erodiert.
Vertiefungen: keine Bissspuren, aber vermutlich schon ein Spurenfossil - wir haben irgendwo im Lexion Vergleichsbilder, ich schau mal ....

edit:
jup, Rogerella, Ätzspuren von Cirripediern sh. hier:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/FossilData?fossil=Rogerella

Hast du einen Fundort zu dem Stück? Dann wär das Foto was fürs Lexikon ....

Hotzenplotz:
Auf Ätzspur muss man erst mal kommen als Laie. Danke für die Info!

Da es sich um eine größere schwere Platte handelt, von wo das Bild stammt, hab ich sie ein wenig zurechtgeklopft.
Glück gehabt, und es ist ein handtellergroßes Stück entstanden, auf dem alle sonstigen Belemnitenreste (zähle acht) versammelt sind.
Der bereits gezeigte Belemnit ist dabei gebrochen, was sich aber wieder nahtlos kleben lässt. Dadurch kann man aber den Querschnitt des Teils betrachten, und der ist meiner Meinung nach klar oval (siehe Bilder A und B)
Was mich wieder zur Frage bringt, ob das Tier immer oval gestaltet war, oder nach dem Ableben gequetscht wurde.

Auf dem Bild C sieht man einen Belemnitenrest, der sogar etwas gebogen auf der Grundfläche aufliegt.

Die Bilder D und E zeigen einen weiteren Belemnitenrest.

Wenn was fürs Lexikon dabei ist, kanns gern verwendet werden. Laut Zettel des Sammlers ist der Fundort SAD West/'Messerschmidt'.






oliverOliver:
hallo Marian,

Bild A finde ich interessant - da ist der Querschnitt wirklich deutlich oval, was ich nicht erwartet hätte.
Gequetscht kann ich mir bei den Calcit-Rostren trotzdem nur schwer vorstellen - hm ....
Es gibt aber auch Arten mit Rostren, die schon im Originalzustand deutlich unregelmäßig/asymmetrisch sind, ohne nachträgliche Deformierung (die natürlich vorkommen kann, aber da sind es meistens Brüche/Verschiebungen oder scheinbare "Biegung" durch mehrere feine hintereinanderliegende Brüche/Risse und Versatz entlang dieser).
Von den "original asymmetrischen" haben wir aber, glaub ich, leider kein Bild im Forum. (ich erinnere mich an eine od. mehrere Abbildung/en in einem Buch von A.E. Richter - weiß aber nichteinmal noch, ob das das Südfrankreich-Buch, oder das "allgemeine" Bestimmungsbuch, oder sonst irgendeines war).


--- Zitat ---Wenn was fürs Lexikon dabei ist, kanns gern verwendet werden
--- Ende Zitat ---

Fein! Aber da die Bilder im Forum zur Anzeige deutlich komprimiert werden, wäre, wenn ichs ausm Forum runterspeichere und dann im Lexikon hochlade, ein feststellbarer Qualitätsverlust zu verzeichnen - willst du nicht das Bild aus dem ersten Beitrag selber ins Lex hochladen??

Fundort: SAD West/'Messerschmidt' sagt mir leider nichts - keine Ahnung wo das ist, oder was damit gemeint sein könnte ....

lg
oli

edit:
hm - oder doch nicht so oval wie es scheiint?
Wenn ich Bild A vergrößere, sehe ich auf ca. 6 Uhr einige Calcit-Strahlen, die deutlich über die scheinbare Begrenzung hinausreichen - könnte da (evtl bei einer Umlagerung?) etwas Sediment (oder auch nur die am frischen Anbruch erkennbaren Fe-Oxide) in einen der (auch schon am ersten Bild erkennbaren) Risse eingedrungen sein, und den dahinter liegenden teil des Querschnittes randlich verdecken??
Und die eindeutig anerodierte "Oberseite" (die am Bild im ersten Beitrag, aber auch auf Bild E gut zu erkennen ist) verstärkt dann natürlich diesen Eindruck.

Anrheiner:
Die meisten Belemniten sind nicht rund:
Schlegelmilch 1998 "Die Belemniten des süddeutschen Jura".
Schlegelmilch zeigt Querschnitte von rund bis eckig.

VG Klaus

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