Glück Auf!
Mit ziehmlicher Sicherheit ist das ein Chloritgruppenmineral. Bildungen von Chlorit und Artverwandten in den Quarzgängen der Region treten regelmäßig auf, manchmal auch zusammen mit Muskovitkristallen. Chlorit & Co sitzen oft auf dem Quarz auf, manchmal sind sie ein wenig im Quarz eingewachsen. Bei beginnender Verwitterung fallen sie schnell ab. Auch exzessives Meißeln zwecks Formatieren der Stücke führt oft zum Verlust der offensichtlich nur schwach an denn Quarz anbindenden Kristalle. Einige Analysen solchen Materials meinerseits zeigen kein einheitliches Bild eines Minerals, aber stets Mitglieder oder Gemenge aus Mitgliedern der Chloritgruppe. Das visuelle Erscheinungsbild passt gut zu einem Chloritgruppenmineral. Ein starkes Argument für Chalkophyllit wäre eine in unmittelbarer Nähe vorliegende Sulfidmineralisation mit z.B. Fahlerz. Das kann natürlich an einem nur kleinen Stück für die Sammlung eventuell schwer zu beurteilen sein. Arsen ist an der Fundstelle ein eher seltenes Element. Tendenziell wird da die Verdünnung schnell zu groß mit zunehmender Transportentfernung, um noch ausreichend Baumaterial für Chalkophyllit zur Verfügung zu stellen. Von anderen Fundstellen aus dem Erzgebirge sehe ich analysierten Chalkophyllit oft in arsenreicher, kupferhaltiger Paragenese.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut