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Was kann man in Pleistozän und Miozän finden?

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Sargentodoxa:
Hallo Marian
Nach deinen Bildern zu  urteilen, hast du in deiner Grube eine eingelagerte Ton-/ Mergellinse mit Einschwemmung von humosen Lagen bzw. Kohle-Ton-Ablagerungen. Dies ist in vielen Kies-Tongruben in Bayern im Bereich der Ablagerungen der Oberen Süßwassermolasse (OSM) in dieser Form anzutreffen. Die Mergellinsen beherbergen häufig eine Blattflora und aus den humosen Kohle-Ton-Lagen kann man eine Frucht-und Samenflora ausschlämmen. Im Schlämmmaterial kann man dann auch kleine Faunen-Elemente wie Zähne, Knöchelchen usw. finden. Vom Alter kann man diese Ablagerungen ins Mittel- bis Obermiozän stellen.
Wenn du eine genaue Ortslage der Grube mir mal mitteilen würdest, könnte ich dir vielleicht mit Literaturhinweisen weiterhelfen. Viele dieser Gruben sind von meinem Freundeskreis besammelt und wissenschaftlich bearbeitet worden. Ich selbst habe dort nie gesammelt, aber doch einiges an Schlämmmaterial bearbeitet. Die schmalen hellen Streifen auf dem Foto sind verdrückte Schlauchwurzeln von Monokotylen (?Riedgräser), was auch mit dem Samen übereinstimmen würde (Cyperaceen). Ohne Größenangabe und Bino aber schwer bestimmbar. Hoher Xylit-Anteil ist mitunter auch normal. Das Material müsste mit 3-5% Wasserstoffperoxid aufgeschlossen und nach Trocknung ausgelesen werden. Werner aus der Lausitz

Hotzenplotz:
Hier ein paar Bilder nachgereicht von der Verwandschaft....
Die zwei 'Grosssamen' (ein kleines 'Tannenzäpfle' dabei) später.

Die metallisch schimmernden filigranen vermutlich Käferflügelchen finden sich relativ häufig. Vielleicht kann man sie sogar identifizieren (Bild1/2)
Edit: Glanzschnellkäfer ?

Dann gabs einmal eine Ansammlung von kleinen Knübbelchen. Ob da zwei freiliegen und einige noch bedeckt sind..... ?..... (Bild3/4)

Ein winziges 'Schälchen'...... Kernhälfte...?..... (Bild5)

Eine Lage Ästchen (Bild6)

Man wird sich eine Vergrösserungsmöglichkeit anschaffen müssen, um vor Ort genauer zu schauen.



Hotzenplotz:
Danke für die bisherigen Antworten!

Der Fundort befindet sich in der ostbayrischen Oberpfalz und ist nicht öffentlich zugänglich.
Meiner Recherche nach befindet er sich damit nicht im erwähnten Molassebecken.

Ich würde selber gern nochmal dort schauen, bin aber nicht so oft in BY. Es hätte auch keinen Sinn, dort ohne erfahrungsgestützen Plan nach weiteren Funden zu suchen.
(zudem drängt sich ein anderer Fundort in den Vordergrund, der meine knappen verwandschaftlichen  Besuchszeitenkontingente in Beschlag nehmen wird).

Ein paar Bilder schieb ich heute Abend hier noch nach....

Hotzenplotz:
Nach Kunde aus dem fernen Bayernlande bewegen sich diese Funde altersmässig bei 12 Mio Jahre.

Das muss man erstmal richtig erfassen, dass so ein mumifiziertes Zweiglein so alt ist.....
Interessant ist, dass die Tannenzapfen immer noch auf Wechsel der Feuchtigkeit reagieren und die Schuppen flexibel abspreizen. Diese Millionen Jahre überdauernde Eigenheit scheint für die moderne Wissenschaft von Interesse zu sein.

Diese kleinen harten glänzenden Kügelchen könnten die Samenkapseln von einem fleischfressenden Nassgebietgewächs ähnlich Dionaea muscipula sein.
Neuere Funde zeigen zeigen wohl rispenartige Ansammlungen dieser Kapseln.

Als nächster Fund wird wohl bald ein mumifizierter Katzenbär o.ä. zu vermelden sein  ::)


Hotzenplotz:
Diese Holzzweige erscheinen zwar als etwas nichtig, insbesondere wenn man deren federleichtes Gewicht in Händen hat.
Nach Beschäftigung mit dem Thema aber scheint 'mumifziertes Holz' eher selten zu sein und besondere Aufmerksamkeit zu verdienen:
'Mumifiziertes Holz, das noch holzige Struktur oder organische Substanz enthält (also nicht vollständig mineralisiert ist), ist wesentlich seltener. Das liegt daran, dass organisches Material über Millionen Jahre nur unter sehr besonderen Bedingungen erhalten bleibt – z. B. extrem schnell begraben, sauerstoffarm und ohne große chemische Zersetzung.
Deshalb gilt ein echtes mumifiziertes Miozän-Holz als ungewöhnlicher und wissenschaftlich interessanter Fund'

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