Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Eisenfund, Acker
Tom VIE:
Guten Abend.
Da ich die beiden Eisenstücke in einem Streufeld (Fall vom 12.06.2025 in Niederösterreich) gefunden habe (5. Besuch, am 29.11.2025) und mir die Erfahrung fehlt, ersuche ich um eure geschätzte Meinung.
Vorab: Ich gehe davon aus, dass es sich um ehemaliges Werkzeug oder einen Maschinenteil handelt.
Es gibt ein paar Punkte, die mMn nicht ganz in dieses Bild passen.
Zu den Daten: Fundsituation Acker (diesmal gepfügt), beide Teile etwa 10 m von einander entfernt in der Erde steckend.
Gewicht: 166g
Größe: größte Länge 5cm , Breite von 4,5 bis 2,7cm, Höhe. relativ gleichmßig 1,3 cm
Das zweite Stück wiegt genau die Hälfte:83 g, und ist an der stärksten Stelle etwas höher 1,5 cm.
stark magnetisch, Abrieb braun (Rost) dann grau. Sehr schwer, meine Schätzung zwischen 7,5 und 8g/cm3.
Ich habe ein Stück vom größeren Teil abgeschnitten und geschliffen.
Uner dem Rost befindet sich eine dünne schwarze Schicht. Das teilpolierte Stück zeigt nur auf einer Seite Veränderungen (Rost).
Was mich verunsichert ist:
Das teilpolierte Stück ist innerhalb von 24h nachgerostet ,allerdings nur auf der ehemaligen Aussenseite.
Beide Stücke haben dunkle Stellen unter dem Rost ist eine dünne schwarze Schicht (Anschliff des größeren Stücks).
Anschliff mit "Kratern" und der "Rostrest" scheint aus abgegrenzten Bereichen zu bestehen, die sich optisch stark unterscheiden.
Gegenarugmente: Gesamtgewicht: 269 g. Es wurde ein Höchstgewicht von 80g für das größte Stück angenommen. Keine "eindeutige" Schmelzkruste. Lage (geringer Abstand)
Als Gegenargumente (jetzt beginnt das schönreden) könnte man anführen, das die Geschwindigkeit mit 14,6km/s realtiv niedrig war. Bahnneigung (51,7 Grad) Ablation für 6,5 Sekunden. Langsamer könnte weniger Masseverlust bedeuten (Masseverlust als Scherverlust der geschmolzenen Schicht eines Eisenmeteoriten). Und zur Schmelzkruste: Nachdem der Anschliff innerhalb von 24h nachgerostet ist, würden wohl 6 Monate auf einem Acker für eine Rostschicht ausreichen. Die Stücke lagen sehr nah beieinander, allerdings "passen" sie nicht zusammen was man bei einem Werkzeug oder Maschinenteil annehmen würde ,dass vermutlich (Rost nicht tief eingedrungen) noch nicht lange dort liegt.
Denke es ist "normales" Eisen. Wenn nicht, wäre es aber schade die Stücke vor sich hinrosten zu lassen.
Die Entscheidungsbaumgrafik ("habe ich einen Meteoriten gefunden") kenne ich schon. Stört mich nicht, wenn ich sie wieder sehe. Würde mich aber sehr freuen, wenn mögliche Antworten etwas mehr Text enthalten.
Das wars auch schon.
Frohe Festtage.
BG
Tom
Tom VIE:
Und noch ein Bild vom kleineren Stück.
Hämatit, Roteisenerz kann ich ausschließen (Schleiffarbe, Gewicht).
BG
Tom
stoanklopfer:
Bombensplitter oder ähnliches?
Tom VIE:
Hallo Stoanklopfer.
Kriegsmaterial, guter Ansatz, daran habe ich noch nicht gedacht.
Bombensplitter oder Ähnliches wäre natürlich möglich - dazu wäre interessant woraus die vor 80 Jahren gemacht wurden (Legierung?)
Fahrzeugteile aus der Zeit eher nicht: Das Eisen lässt sich mit einem Messer ritzen (Bild, links unten).
Werde mich auf die Suche nach Vergleichsbildern machen, vor allem wie der Rostbefall aussieht.
Danke
BG
Tom
geomueller:
Ich habe auch so ein fragliches Stück welches 1890 in der Nähe von Annaberg Erzg. gefunden wurde. Nach einer Untersuchung mit Verdacht auf einen Meteoriten hat es sich als Fragment einen Kanonenkugel herausgestellt.
Glück Auf Jürgen
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