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gediegen Kupfer aus dem Mansfeld?

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nwsachse:
Hallo,

das Gestein sieht schon aus wie der eigentliche Kupferschiefer. Das fragliche "Kupfer" ist auch an einer Stelle hakig gebogen, so dass es sich um ein "gediegen" vorliegendes Mineral handeln sollte. Gediegen Kupfer in der vorliegenden Form ist mir allerdings aus dem Mansfelder oder Sangerhäuser Revier auch nicht bekannt. Es könnte sich evtl. um gediegen Silber mit hohem Kupferanteil und/oder einer rötlichen Oxidationshaut handeln.
Ich würde an einer unauffälligen Stelle mit einer Nadel, Messer oder ähnlichem unter dem Binokular versuchen diese zu durchdringen um an frische Bereiche zu gelangen. Für die Ermittlung des Kupfer- oder Silberanteiles kommt nur eine Analyse in Betracht.
Alles unter der Voraussetzung, dass das Stück natürlichen Ursprungs ist.

Jörg N.

oliverOliver:
das wäre eine sehr plausible Erklärung - vgl. z.B.

gediegen Kupfer aus dem Mansfeld?

Kupperdroll:
Guten Abend!

Es ist elem. Kupfer aus dem Mansfelder Bergbau bekannt. KEINE lit. Beschreibung passt zu den oben erwähnten Bilder. Entweder kam das Kupfer in kleinen Kristallen in Hohlräumen vor, dendritisch verteilt, haarförmig(Sangerhausen) oder als sog. Schlottenerz, dann aber korrodiert, vor. Hinweise gaben Veltheim(1827) und Heyer(1938). Alle Literatur ist sich einig: keine Neufunde in den letzten Jahrzehnten. Wenn doch, dann wäre doch so etwas den Bergleuten nicht verborgen geblieben und als Sensation in die Öffentlichkeit gelangt. Wie gesagt elem. Kupfer ja, aber nicht als Bleche und in oberen Schichten zu früherer Zeit.
s.a. Der Kupferschieferbergbau Bei Mansfeld,Eisleben und Sangerhausen - Geschichte, Geologie und Mineralien (I) u. (II) MineralienWelt 3 u. 4/2000.

Gezeigte Stufen vielleicht aus der Zwickauer Ecke?

MfG

nwsachse:
Hallo,

in Zwickau kommt das ged. Kupfer im Porphyr vor.

Jörg N.

dendrocopos:
Hallo Klaus,
wir sind einer Meinung wenn Du schreibst, dass solch ein Fund nicht geheim geblieben wäre und warscheinlich auch nicht auf einer Börse angeboten wäre. Die stärke des Bleches beträgt 0,9 bis 2,2 mm, also ein ziemlich starkes Blech. Silberbleche aus dem Mansfeld sind mir wesentlich dünner bekannt. Ich habe auch noch eine "Tiefenprüfung" durchgeführt. Das Blech ist durchgängig ged. Kupfer.
Kupferbleche aus Zwickau sehen komplett anders aus, sind meist stark oxdiert und auch die Matrix passt hier nicht.
Ich wage mal festzustellen, dass das Stück nicht aus dem Mansfeldischen stammt.
Hat jemand schon mal etwas ähnliches gesehen, kennst vielleicht auch einen Fundpunkt? Interessant finde ich die schieferähnliche Matrix. Auch die Härte passt zu der von Kupferschiefer. Aus dem polnischen Kupferschieferbergbau ist so etwas auch nicht bekannt.
Fragen über Fragen....Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Glück auf!
Frank

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