Hallo Volkmar,
die Fundstellen bei Mindat hatte ich schon geprüft. Leider ist das alles nicht zielführend. 90% der angegebenen Fundstellen sind Smelter. Der Fundpunkt in Tilkenrode scheidet aus. Dort wurden Eisenerze abgebaut und ged. Kupfer trat in recht derben Massen auf und nicht als dünnes Blech. Auf der Fundstelle "Lichtloch 25 & 26 trat ged. Kupfer als Kristalle im MM-Format auf. In Rottleberode wurde Fluorit abgebaut, das pssst nicht mit der sedimentären Matrix des Kupferbleches. Den Nachweis auf dem "Thoms-Münzer-Schacht" in Sangerhausen zweifele ich an. Dazu gibt es keinen Nachweis. Ich habe von 1976 bis 1987 mit Unterbrechungen auf der Schachtanlage gearbeitet. Mineralogisch interessierten Mitarbeitern wäre eine solche Rarität wohl nicht entgangen.
In der Veröffentlichung von Siemroth & Witzke, "Die Minerale des Mansfelder Kupferschieferbergbaus" von 1999, wird gediegen Kupfer überhaupt nicht erwähnt.
Glück auf!
Frank