Wenn Kupferschmelzöfen eine neue Mauerung brauchten wurde diese meistens gesprengt. Im unteren "Sumpf" die "Eisensau" und darüber die "Kupfersau"
An dieser Stelle ist eine Berichtigung erforderlich! 1. Den Begriff "Kupfersauen" kennt man nicht.
Es gab die sogn. "Ofensauen" und die "Eisensauen". Beide bestehen aus schwer schmelzbarem Material und setzen sich am Boden der jeweiligen Ofengefäße ab und beeinflussten den Schmelz- und/oder
Trennungsprozess negativ. "Ofensauen" landeten auf den Halden.
2. Kupferschmelzöfen wurden nicht gesprengt!
Unvorstellbar die Kosten und Schäden, wenn ein kompletter Ofen gesprengt worden wäre! Was vor Ort gesprengt wurde, waren die Vorherde an den Schachtöfen auf der "August-Bebel-Hütte" (Kochhütte) in Helbra.
- Jeder hatte 2, wovon immer nur Einer in Gebrauch war - Wenn in den Vorherden nicht mehr genug Rohstein von der Schlacke getrennt wurde, wurden sie aus dem Verkehr gezogen und nach Abkühlung
der "Eisensau" gesprengt. Diese wurde in einen anderen Prozess granuliert und verkauft. Was ebenfalls gesprengt wurde, waren die "Ofensauen" aus der Silbergewinnung von der "Kupfer-Silber-Hütte'Fritz Beyling'"
in Hettstedt. Wo? Mal soll es auf der Halde vom LL26, mal in der abgeschirmten Halle selbst und in einem Steinbruch(mitlerweile bekannt) in der Nähe gewesen sein.
Wenn ein Tiegel oder Konverter oder Vorherd neu zugestellt werden musste, geschau das mit Presslufthammer und Man Power.
Und, Ja im Kuferschiefer gibt es kein Zinn. Das ist aber eine andere Geschichte.
Eine pers. Bemerkung: Seit nunmehr 45 Jahren bin ich Metallurge f. Hüttentechnik, zu deutsch: Schmelzer, Gießer, Anlagenfahrer für Kupfer.
Danke und einen schönen Tag.
Klaus