Hallo Stefan
Dein Ansinnen und Deine Idee in Ehren - aber ich muß mich auch Berthold anschließen, dem ich in ( fast ) allen Punkten Recht gebe.
Was ist ein bester Artikel ?
(Zitat Berthold: Also, ich sehe da große Probleme in einer gerechten Berurteilung)
Ich glaube, wenn schon , solltest Du vielleicht Kriterien in Form einer Umfrage und ggf. eines Punktesystems schaffen. Daraus könnte sich dann ein Bild ergeben, welche(r) Artikel ( ich meine jetzt hier richtige Artikel, keine spezifischen Mineralien- oder Kopffüßer-Typen ).
*Ist das Thema allgemeinverständlich ?
*Ist das sorgfältig Thema recherchiert ?
*Ist das Thema aktuell ?
*Genügt der Artikel fachlichen / wissenschaftlichen Ansprüchen ?
*Wieviele Zugriffe gab es auf dieses Thema ?
*Textliche und optische Gestaltung des Themas
Ich selbst werde kein " Bauer sein, der seine eigenen Kartoffeln lobt " . Ich habe Artikel geschrieben, an welchen ich Stunden und Tage recherchiert habe und welche mittlerweile zig-fach redigiert, revidiert und aktualisiert wurden. Da jedermann das Recht hat, jederzeit zu ändern und seine eigenen Erkenntnisse einzufügen, bzw. Einträge anderer zu verbessern und zu erweitern, gibt es natürlich Artikel, die nicht mehr einem einzigen Autor zugeschrieben werden können.
Da nicht jeder bei Änderungen seine Signatur hinterläßt, ist auch kaum nachzuvollziehen, wer nun eigentlich die Mutter oder der Vater des Artikels ist.
Es gibt Artikel, die sind tw. wortwörtlich aus wikipedia abgeschrieben; ist auch o.k. so, aber das ist Fleißarbeit und kein eigener Input. Die würde ich mal ausklammern.
Es gibt aber auch in allen Bereichen hervorragende Artikel, wo man sofort sieht, daß der Autor hier nicht nur viel Arbeit reingesteckt , sondern sein Hirn verwendet hat oder seine persönlichen Erfahrungen einbrachte. Das sind meiner Meinung nach die Artikel, die für einen evtl. Wettbewerb infrage kommen.
Dazu gehören ganz bestimmt Themen wie zu Fälschungen, zum Bergbau, aktuelle geologische Themen, detaillierte und hilfreiche Fundstellenbeschreibungen. Aber auch Fachartikel wie zu Ammoniten und Belemniten, die ich als Nicht-Fossiliensammler als ausführlich, fachlich und einfach gut empfinde.
Als ein weiteres Kriterium sehe ich, daß zu mittlerweile nicht wenige Begriffe - wenn man googelt - dieses Thema an erster Stelle auf den Mineralienatlas verlinkt. Es gibt eine ganze Menge von Begriffen, die weder in wikipedia definiert, oder nur schwach definiert sind, bzw. wo es im Netz kaum Informationen gibt - jedoch ausführliche Artikel im Mineralienatlas. Es macht mich natürlich etwas stolz, zu sehen, daß ebendiese sonst anderweitig nicht auffindbaren Informationen durch Autoren des Mineralienatlas erstellt wurden.
Ein weiterer Maßstab könnte der Zugriff auf bestimmte Seiten sein. Hier sehe ich doch deutlich, wie groß das Interesse an einem bestimmten Thema ist, wenn z.Bsp. innerhalb eines Zeitraumes zwischen 2- und 3000 Menschen diese Seite aufgerufen haben.
Sicher, da gibts Artikel, wo der Autor eine sehr verständliche und sorgfältig recherchierte Arbeit in vielen Stunden erstellt hat, die aber in fast einem Jahr nur von 25 Leuten gelesen wurde. Aber, es gibt auch andere mit einer unglaublichen Resonanz - bis über 5.000 Zugriffe - und das in den unterschiedlichsten Kategorien.
Wäre das keines der ansetzbaren Kriterien ?
Resumé :
Wo setzt man die Bewertung an ? nach welchen Kriterien ? um einen Artikel gerecht zu beurteilen ?
gruß
collector