@loparit,
also da muss ich Dir ein klein wenig widersprechen:
Vor einigen Jahren habe ich mir eine Knacke selbst gebaut. Das Ding, eigentlich müsste man es eher "Monster" nennen, funktioniert sehr, sehr gut. Vom Preis her, hätte ich mir, wenn man alle Knöpfe zusammenrechnet, eingeschlossen der mechanischen Bearbeitung der Teile, welche ich jedoch selbst durchgeführt habe, durchaus eine Zuber Presse kaufen können.
Allerdings hat meine Presse eine Druckkraft von 20 Tonnen und ich kann sehr wohl, wenn es sein muss, den Kolben mittels der Handpumpe im zehntel mm Bereich fahren, also eine Überstzung, die besonders bei "harten Brocken" sehr nützlich ist. Zu den techn. Daten:
-Hydraulikwagenheber 20 to.
-Obere und untere Schiene: Stahl, St 50, 100 x 100 mm , 320 mm lang
-Säulen: 2 Stück, Stahl, blankgezogen St 50, 650 mm lang, 50 mm Durchmesser
-an jeder Seite je drei Rundstäbe (Silberstahl, gehärtet) 15 mm Durchmesser, 95 mm lang, zum sichern der Säulen in den Schienen
-je eine Zugfeder an der Seite zum zurückziehen des Kolbens, Spannkraft einstellbar
-Stabile Führung des unteren Meisels, aus starkem Aluminiumprofil und Messingbuchsen
-zwei verschieden lange, obere Meisel einsetzbar.
Bislang hat noch kein Stein "widerstehen" können. Einziger Nachteil: Die Grösse und das Gewicht (ca. 80 Kg), jedoch habe ich im Keller genug Platz dafür.
Die kleineren Stücke formatiere ich dann mit einer ebenfalls selbst hergestellten Knacke, die nach dem Kniehebelprinzip funktioniert, komplett, - bis auf die Meisel und Spindel, sowie der Führung des oberen Meisels aus massivem Edelstahl.
Für die ganz kleinen Stüfchen habe ich dann noch eine von mir umgebaute Handstanze, die ich aus einer Konkursmasse erworben habe. Sie funktioniert ebenfalls nach dem Kniehebelprinzip.
Alles in allem: Eigenbau kann sich sehr wohl lohnen!

Grüsse,
Bernd
