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Entstehung von Gips

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Micha:
Und woher kommen diese sulfatreichen Wässer? Es kann doch wohl nicht an der Überdüngung der Felder liegen...
Im Übrigen haben wir natürlich auch echte Gips-Rosen gefunden, wenn das abgebildete Baby nicht so heißen darf.
Micha

Collector:
Hi Micha

1.
Woher kommen die Sulfatwässer ?

kann man drauf antworten, wenn man die geologischen Gegebenheiten kennt. Da Du leider nicht angegeben hast, wo diese Gipse und Tone sind, ist dies natürlich sehr schwierig . ( es reicht, wenn Du das Gebirge oder die Gegend angibst ( Harz, Thüringer Wald , Erzgebirge etc. ).

2.
Stell doch mal ne echte Gipsrose als Bild rein.
Im pübrigen, jeder kann sein Baby nennen wie er will, nichts für ungut. ( es gibt ja auch Leute, die eine Achatfundstelle als Edelsteinmiene bezeichnen oder nen Klumpen massives Erz als Stufe ).

Aber ne Rose hat halt nun mal Blütenblätter ( und Dornen) und Deine Bilder zeigen gut ausgebildete Kristalle. Der Begriff Rose für ein Mineral ist eh nicht wissenschaftlich. Warum also nicht, wenns Spaß macht ?

3.
Deine Stufen und Kristalle sind übrigens sehr schön ! Glückwunsch zum Fund. !

gruß

collector

grauwacke:
Liebe Gipsfreunde!
Regt Euch über Namensgebung auf, wenn Ihr wollt, es geht doch wohl um die Entstehung von kristallinem Gips in Tonen, sei es als Einzelkristalle, sei es als - ggf. rosenförmige - Aggregate von Einzelkristallen.
Die Lehrmeinung, die ich an den mir bisher zugänglichen Fundstellen immer bestätigt gefunden habe, ist die, daß Pyrit oder Markasit zu Schwefelsäure und Eisensulfat verwittern und diese Sulfationen mit dem Kalkgehalt des Tones zu Gips reagieren. Da die Verwitterung und Sulfatbildung langsam stattfinden, findet auch das Kristallwachstum diffusionskontrolliert und langsam statt. Daher gibt es wenige größere anstatt vieler kleiner Kristalle. Der "nicht mehr vorhandene" Markasit kann durchaus in Form unscheinbarer Knollen von Jarosit oder  ähnlichen ockerfarbenen Mineralen vorliegen. Manchmal, aber nicht immer, kristallisieren darauf sogar die Gipskristalle, manchmal gibt es Berührung mit einem unscheinbaren Knöllchen, manchmal sind die Kristalle auch völlig frei.
Auch mich würde die Fundstelle interessieren.

Gruß Grauwacke

uwe:
Hallo Moderator dieser Seite.

Der Beitrag von Grauwacke ist sehr informativ und prägnant formuliert. Sollte ins Lexikon verschoben werden.

Glück Auf
Uwe

MM-Bär:
Dazu als Nachtrag folgender Link:
http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/pyrit/pyrit_03.htm

Ansonsten gibt es zu grauwacke's Thread nichts mehr hinzuzufügen.  ;)

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