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Überprägung - Frage an die Geologen im Forum
Erik:
Hallo,
--- Zitat von: geomueller am 23 Nov 05, 17:52 ---...und der ursprüngliche Zustand oder die Eigenschaft nicht mehr erkennbar ist.
--- Ende Zitat ---
mmh, genau das ist eigentlich nicht der Fall. Ein Gestein ist dann "überprägt" wenn durch (relativ schwache) Metamorphoseprozesse - seien es tektonische, metasomatische etc - die Textur / Chemie etc zwar beeinflußt wurde, das Ausgangsgestein aber noch erkennbar ist. Warum sollte man ein Gestein sonst beispielsweise "metamorph überprägter Granit" nennen und nicht gleich Orthogneis?
Ein metamorph überprägter Granit wäre ein Granit der eine schwache Einregelung seiner Bestandteile erkennen läßt (flaserig), während die Mineralkörner aber noch nicht umkristallisiert oder großartig deformiert sind.
--- Zitat von: geomueller am 23 Nov 05, 17:52 ---
"Überprägung ist die Verwendung einer Münze als Schrötling für eine neue Prägung. Überprägungen sind bereits aus der Antike bekannt und können in der Numismatik für Datierungsfragen ausgewertet werden."
--- Ende Zitat ---
Das trifft es eigentlich ganz gut - die Ausgangsstruktur läßt sich noch "entziffern", sie wurde eben nur durch eine andere Struktur (da ist der Begriff schon wieder :P) "überprägt".
Robin hat genau Recht, der Bezug ist wichtig, dann ist der Begriff auch nicht mehr "schwammig". "Überprägt" alleine für sich gesehen kann alles mögliche bedeuten..
Gruß, Erik
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