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Autor Thema: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........  (Gelesen 88044 mal)

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Offline Chlamys

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #90 am: 04 Oct 12, 19:02 »
Hallo Werner
Die ersteren schauen mir schon so aus wie Fraßspuren von Exemplaren aus der Familie der Teredinidae. Manche Bohrgänge sind noch gut ausgekleidet. Aber die seichten Löcher auf der Palme dürften andere Ursachen haben, es ist keine Röhre nur eine halbkugelförmige Vertiefung.
Ich habe einige solcher Fraßspuren, die ich mir nicht erklären kann, wie in dieser Schlierkugel, bei der in der Mitte, ohne Bohrgänge an die Oberfläche solche kugeligen Hohlräume vorhanden sind. Vielleicht sind es Abdrücke von Samen.
lg
Chlamys

Offline oliverOliver

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #91 am: 04 Oct 12, 21:03 »
ok, "teredoartige" muss ich voll zustimmen - war nicht ganz korrekt von mir.
die Löcher in der Schlierkugel sehen aber deutlich anders aus - was das ist, da muss ich passen.
Bohrlöcher in der Palme: der Durchmesser sollte nicht überbewertet werden, Spuren von Teredo bzw. -artigen gibts in unterschiedlichen Dimensionen. Und auch dass die bzw. manche Löcher nicht durchgehen, spricht nicht dagegen. manche sind ja auch auf der "Rückseite" zu erkennen, und jedes Bohrloch begint anfangs als eine nur seichte Vertiefung. Vielleicht wurde das Palmenstück ja irgendwo an die Küste gespült, als manche Bohrmuschel-Löcher erst im Anfangsstadium waren.

Offline Sargentodoxa

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #92 am: 05 Oct 12, 12:47 »
Hallo Chlamys
Um eindeutig von Samenabdrücke zu sprechen, braucht man Detailfotos von den Wänden der "Hohlkugeln". Möglicherweise sind da Abdrücke der äußeren Testa von Samen/ Steinkernen vorhanden.

Hallo Oliver
 Bei Bruchstücken wird es immer schwierig sei. Vor Jahren hatte ich im ehem. Tgb. Klettwitz-Nord die Möglichkeit an Xylitstämmen die Tätigkeit von Bohrmuscheln zu beobachten. Es beginnt von außen mit kleinen Löchern ( ca. 2mm - die stark an Insektenbohrungen erinnern ) und werden dann im Inneren des Stammes immer größer. siehe auch beide Fotos  Glück Auf Werner

Offline oliverOliver

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #93 am: 24 Oct 12, 18:54 »
@ Chlamys  und Sargentodoxa:
Ich weiß, ich sollte nicht völlig übermüdet auch noch Forumsbeiträge schreiben (AW #91), da kommt nur Unsinn dabei raus – sorry.
Natürlich sind Bohrmuschellöcher von Teredo / -artigen an der Außenseite klein und erweitern sich im Inneren des Holzes (bzw. im Lauf der Zeit = mit zunehmendem Wachstum der Muscheln) zusehends, bis das Tier ausgewachsen ist – das verhält sich ja bei rezenten Teredo-Muscheln genauso, was mir auch durchaus bekannt ist (hatte das ja beim Melk-Fm – Limonitholz-Beitrag nochmals recherchiert bzw. „aufgefrischt“, es war aber bei AW #91 in meinem Hirn offenbar absolut nicht präsent).
--> Zu Teredo navalis rezent vgl. z.B.:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schiffsbohrwurm (und dortige links)
http://www.1902encyclopedia.com/T/TER/teredo.html
http://www.wasser-lehrpfad.de/bohrmuschel.htm
http://www.schnecken-und-muscheln.de/galerie/galerie_teredinidae.htm
http://www.nmr-pics.nl/Teredinidae/album/index.html

Trotzdem halte ich die Löcher in dem Ottnangien-Palmenstück (AW #86) nicht für Insektenspuren. Bei xylobionten Insekten, die Fraßspuren mit größeren Durchmessern hinterlassen, handelt es sich ja meist um die Larven von Käfern – bzw. um die aus der Puppe geschlüpften Käfer, die sich nach außen fressen – die Bohrgänge gehen also von innen nach außen, und nicht umgekehrt (dto. bei Schlupfwespen, die von den Käferlarven leben, etc.). Oder anders gesagt, die Fraßgänge  mit dem größeren Durchmesser sind nach außen gerichtet, während für die Eiablage nur winzige Löcher von außen nach innen gebohrt werden, oder die Eier werden direkt unter die Rinde oder in Spalten abgelegt – was den gleichen Effekt hat: dann fressen sich die winzigen frisch geschlüpften Larven ins Holz, was ebenfalls nur kleine Löcher erzeugt. Das wird wohl im Miozän nicht anders gewesen sein – soweit kann man sich (glaube ich) auf eine aktualistische Vorgehensweise verlassen.
Die Gänge auf dem Palmenstück enden aber – soweit ersichtlich – alle eindeutig im „Holz“. Ich denke, die Löcher stammen also doch von irgendwelchen Bohrmuscheln, wobei aber außer den Teredoartigen noch andere Gruppen zu berücksichtigen wären.

Sollten sie eventuell doch den Teredoartigen (andere – rezente – Gattungen/Arten von „Bohrwürmern“: http://de.wikipedia.org/wiki/Schiffsbohrw%C3%BCrmer ) zuzuordnen sein, könnte uns das Stichwort „Fragment“ einer Lösung näher bringen. Das Palmenstück zeigt ja nicht die originale Palmen-Außenseite, sondern an der „Vorderseite“ eine abgerollte/verrundete Oberfläche.
Vielleicht geriet das Stück, nachdem die Bohrlöcher in der vorliegenden Dimension bereits vorhanden waren – eventuell auch erst nach der Versteinerung (Meeresspiegelschwankungen !) – in die Brandungszone des Ottnangium-Meeres, wo es fragmentiert und weiter abgerollt/abgeschliffen wurde („Vorderseite“; offenbar später nochmals Bruch an der „Rückseite“). Dabei könnten auf dem vorliegenden Fragment zufällig gerade nur die (teilweise verfüllten – Rückseite !) Enden der Bohrmuschelgänge erhalten geblieben sein, der Rest wäre wegerodiert oder/bzw. befand sich auf einem anderen Bruchstück. Wäre doch denkbar ?

Für wahrscheinlicher (oder zumindest ebenso wahrscheinlich) halte ich aber mittlerweile, dass die Spuren eventuell von anderen Bohrmuscheln – welcher Art auch immer – stammen, am ehesten wohl von solchen, die (in der Lebensweise) rezenten Gattungen wie Barnea, Zirfaea und Petricola nahe stehen.
Diese (rezenten) Bohrmuschel-Arten bohren sich nicht nur in verfestigtes Sediment und (weichere) Gesteine, sondern (seltener) auch in Holz, und sind zum Teil ebenfalls koloniebildend.
Vgl. z.B.:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Bohrmuschel
http://www.unterwasser-welt-ostsee.de/html/weisse_bohrmuschel.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Krause_Bohrmuschel
http://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanische_Bohrmuschel

Weiters wären eventuell noch andere Gruppen von Bohr- und Ätzmuscheln zu berücksichtigen, deren Tätigkeit auch öfters fossil belegt ist (z.B. an Kalkgeröllen aus marinen Sedimenten, aber auch an Muschelschalen: sh. z.B.:
http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/ANNA_71_0001-0012.pdf ).

Zu nennen wäre etwa die rezente Gattung Pholas (bohrt auch in härteren Gesteinen, aber angeblich manchmal auch in Holz), vgl.:
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Natural_History_-_Mollusca_-_Pholas.png
http://www.zeno.org/Naturwissenschaften/M/Brehm,+Alfred/Brehms+Thierleben/Niedere+Thiere/Der+Kreis+der+Weichthiere/Erste+Ordnung%3A+Dimyarier+(Dimyaria)/Familie%3A+R%C3%B6hrenmuscheln+(Tubicolae)/1.+Sippe%3A+Bohrmuscheln+(Pholas)/Pholas+dactylus
http://en.wikipedia.org/wiki/Pholas
http://www.schnecken-und-muscheln.de/galerie/galerie_pholadidae.htm
Die Ätzmuscheln legen ihre Röhren v. a. in Stein etc. an – ob sie auch an (frischem) Holz vorkommen, ist mir unbekannt.
Zu den Ätzmuscheln allgemein:
http://rd.springer.com/article/10.1007/BF01825527
http://www.springerlink.com/content/w30j26752776k260/fulltext.pdf
zur Gattung Lithophaga:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lithophaga
Auch Arten der Gattung Petricola ätzen z.T. (anstatt wie andere Vertreter der Gattung zu bohren) --> Petricola lithophaga:
http://eol.org/pages/586165/overview
http://www.nmr-pics.nl/Petricolidae/album/index.html
https://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:utqIAm-vr40J:hw3.arz.oeaw.ac.at/0xc1aa500d_0x000efcf3.pdf+petricola+lithophaga&hl=de&gl=at&pid=bl&srcid=ADGEESjwUME-6ZsdNGHHq10a-cirvr00FYz__dwZPb7VvGJ6bJr142Nn6GKBM6IkLG9MmADGaKJsBeDyYOLg_DIaEdOKmajBP5u3FMnTnhmN1z3LHCKnuU6mG5rzIi679_SfpLnW93X6&sig=AHIEtbSEorGMdrAaostswpOyL2tOhPxncA
http://www.idscaro.net/sci/01_coll/plates/bival/pl_petricolidae_1.htm
http://www.naturamediterraneo.com/forum/topic.asp?TOPIC_ID=5429

Es gibt umfangreiche Literatur zu rezenten „Bohrwürmern“ (z.B.: Turner, R. D., 1966: A Survey and Illustrated Catalogue of Teredinidae (Mollusca: Bivalvia). Cambridge (Massachusetts): Museum of Comparative Zoology. IX, 265 pp.), Bohr- und Ätzmuscheln (z.B. die Arbeiten von Karl Kleemann: http://homepage.univie.ac.at/karl.kleemann/ ), die ich allerdings nicht im Detail kenne, weil es das Holz-Thema ja nur peripher berührt. Aber zu fossilen ? Keine Ahnung wie es damit aussieht, müsste ich erst recherchieren …..
« Letzte Änderung: 02 Jun 13, 14:28 von oliverOliver »

Offline oliverOliver

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #94 am: 24 Oct 12, 19:30 »
Ergänzungen zu AW #74 + #76:

--> Link zum Kieselholz im Austria-Lexikon:
http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Fossilien/Holz#section-Wissenssammlungen_2FFossilien_2FHolz-Holzversteinert

@ Chlamys:
Eine Frage zum Kernholz „Peuerbach“ im Austria-Lexikon (Bild 9) – weil Kernerhaltung bei uns ja ausgesprochen selten vorkommt: ist das „nur“ ein Ast, oder ein größeres (Stamm-) Stück ? – Jedenfalls ein Super-Exemplar !
Und:
Auf der „Laurinsgarten“-Seite lassen sich leider ja nicht alle Fotos durch Anklicken vergrößern (z.B. das interessante Holz mit Nototeredo-Spuren im „Kapitel“ Bohrlöcher) – ist das so beabsichtigt oder Zufall ?
(dafür aber unter dem Stichwort „Nototeredo“ im Austria-Lexikon: http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Fossilien/Nototeredo )

--> Zu den Ottnangien-Zapfen: im Schlier ja, das hab ich gewusst, da hab ja auch oben (AW #59) einen link zu einer weiteren Sammler-Seite eingestellt. Aber die phosphorisierten aus den Sanden waren was völlig Neues für mich – bin noch immer sehr fasziniert davon !
« Letzte Änderung: 02 Jun 13, 14:33 von oliverOliver »

Offline silice67

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #95 am: 24 Oct 12, 21:00 »
hello,
es gibt wirklich schöne Teile in österreich
 :-*

Offline Chlamys

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #96 am: 26 Oct 12, 12:05 »
Hallo Oliver
Einen recht interessanten Artikel gibt es über Bohrgänge unter http://steinkern.de/fossilien-aller-zeitalter/tertiaer-und-juenger/464-bohrende-organismen-im-mainzer-becken.html, leider ist der unbekannte Bohrgang in meiner Palme auch bei diesem unbestimmt.
lg
Chlamys

Offline Chlamys

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #97 am: 26 Oct 12, 12:12 »
@Oliver
Ja, man soll nicht in der Hektik schreiben, hab deine Fragen übersehen. Der Ast aus dem Ottnangien ist ungefähr faustdick.
Das Vergrößern der Fotos auf meine HP ist nicht gewollt, sondern durch das Programm vorgegeben. Nur Galerien lassen sich vergrößern.
Ich hätte eh noch eine Frage, hast du schon Hölzer gefunden die in Bitumen getränkt sind? Kann mir nicht erklären wo das herkommt.
lg
Wolfgang

Offline oliverOliver

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #98 am: 27 Oct 12, 12:40 »
hallo Chlamys,
1 - danke für den Hinweis auf den steinkern-Artikel, der war mir bisher entgangen ! Jedenfalls sehr interessant, dass dort diese "unbekannten Löcher" in Rotliegend-Gestein vorkommen - könnte evtl. ein Hinweis sein, dass deine Palme auch erst nach der Fossilisation angebohrt wurde, und nicht in frischem Zustand.
2 - Astquerschnitt faustgroß - das ist schon sehr beachtlich ! Gratuliere !
3 - bitumengetränkte Hölzer: nein, ist mir völlig unbekannt, da kann ich leider nichts dazu beitragen.
Hast du leicht solche Stücke unter deinen Ottnangien-Funden ?

Offline Chlamys

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #99 am: 27 Oct 12, 14:55 »
Ich habe bitumengetränkte Hölzer genauer gesagt, kleine Holzsplitter im Bitumen.
lg
Wolfgang

Offline oliverOliver

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #100 am: 27 Oct 12, 17:46 »
@ Clamys:
was sagen die NHM-Leute dazu ? (zu denen dürftest du ja, soweit ich das mitgekriegt habe, eh Kontakt haben ?)
ansonsten fällt mir nur ein: Reinhard Roetzel fragen - der hat ja (vor längerer Zeit) auch mal im Hausruckviertel / Ottnangium kartiert.
lg
oliver

Offline Chlamys

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #101 am: 27 Oct 12, 18:34 »
Die haben auch keine Erklärung, woher das Bitumen kommt. Es sind nur sehr kleine Vorkommen und recht selten. Es gab ja bisher noch keine Funde. Kleine Kohlevorkommen gibt es am Rand des Sauwaldes schon. Hier wurde während des Kriegs sogar nach Erdöl gebohrt.Habe auch schon in 450m Seehöhe versteinerte Hölzer mit Holzkohlenresten wie in Ostermiething gefunden.
lg
Wolfgang

Offline oliverOliver

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #102 am: 05 Nov 12, 18:33 »
Elise Hofmann – die „Mutter der Paläobotanik in Österreich“ – lebte von 1889 bis 1955. Aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der NSDAP musste sie nach dem Ende des 2. Weltkrieges ihre wissenschaftliche Karriere jedoch für einige (wenige) Jahre unterbrechen.
http://www.univie.ac.at/biografiA/daten/text/bio/hofmann_e.htm
http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/VZBG_96_0005-0006.pdf
Unter anderem gibt es von ihr einen publizierten Vortrag zur Forschungsgeschichte der Paläobotanik:
http://www2.uibk.ac.at/downloads/oegg/Band_36_38_249_254_vortrag.pdf
Sie arbeitete aber auch mit relativ jungen botanischen Fossilien (Pleistozän) und zudem nicht nur mit fossilem, sondern auch mit subfossilem Material (Holozän) und publizierte eine größere Anzahl archäobotanischer Beiträge. Zwar sind viele ihrer Publikationen mittlerweile etwas überholt – aber das ist ja positiv zu sehen: zum Glück verbessert sich der Forschungsstand laufend (wenn auch langsam).
Ein link zur (unvollständigen) Literaturliste:
http://www2.uibk.ac.at/downloads/oegg/Band_49_357_364.pdf

Zusätzlich hier eine kleine Auswahl von Publikationen zum Thema fossile Hölzer, Blätter, etc.:

• 1926: Inkohlte Pflanzenreste aus dem Tertiär von St. Kathrein am Hauenstein. — Berg- u. hüttenmänn. Jb., 74, S. 152—162. Wien 1926.
• 1926: Ein Fund von Osmundites schemnicensis P. — Berg- u. hüttenmänn. Jb., 74, S. 41—42, Taf. 1. Wien 1926.
• 1927: Paläobotanische Untersuchungen über das Braunkohlenvorkommen im Hausruck. — Mitt. Geol. Ges., 20, S. 1—28, Taf. 1—4. Wien 1927.
• 1927: Vergleichende anatomische Untersuchungen an rezenten Pneumatophoren von Taxodium distichum, sowie an fossilen Pneumatophoren von Parschlug in Steiermark. Berg- u. hüttenm. Jb., 75, S. 93-106, Wien 1927.
• 1928: Verkieste Pflanzenreste aus dem Tertiär von Leoben. Berg- u. hüttenmänn. Jb., 76, S. 146–152, Wien 1928.
• 1928: Verkieselte Hölzer aus dem Museum in Szombathely. — Ann. Mus. Castriferrei (A), S. 1—4. Szombathely 1928.
• 1929: Fossile Pflanzenreste aus dem Tertiär des Lavanttales in Kärnten. — Verh. Gaol. B.-A., S. 101—120. Wien 1929.
• 1929: Verkieselte Hölzer von der Vashegy-Gruppe. – Ann. Sabariensis 3, S. 81 – 87, Taf. 1 – 4, Szombathely 1929.
• 1930: Paläobotanische Untersuchungen von Braunkohlen aus dem Geiseltal und von Gaumnitz. — Jahrb. Halleschen Verb. Erforschung mitteldeutsch. Bodenschätze, 9, S. 43—54, Taf. 1—6. Halle 1930.
• 1932: Pflanzenreste aus dem Leithakalk von Kalksburg und dem Sandstein von Wallsee. — Jahrb. Geol. B.-A., 82, S. 71—73, Taf. 3. Wien 1932.
• 1932: Blattreste aus dem Miozän von Burghausen a. d. Salzach, Südbayern. —Verh. Geol. B.-A., S. 93—95. Wien 1932.
• 1932: Pflanzliche Fossilien aus der Gegend von Szombathely. — Ann. Sabarienses, Fol. Mus., 1, S. 1—4. Szombathely 1932.
• 1932: Epidermisreste und Blattabdrücke aus den Braunkohlenlagern des Geiseltales. — Leopoldina, Ber. Deutsch. Akad. Naturf., N. F. 1, S. 59—74, Taf. 1—8. Halle 1932.
• 1933: Verkieselte Pflanzenreste aus dem Horner Becken. In: F. Lukas u. F. Moldaschl, Heimatbuch des Bezirkes Horn, 1. — S. 156—163. Horn 1933.
• 1933: Tertiäre Pflanzenreste aus verschiedenen österreichischen Lagerstätten. — Mitt. Geol. Ges., 25, S. 144—176. Wien 1933.
• 1933: Die Flora des Böttinger Marmors. — Jahresber. u. Mitt. Oberrhein, geol. Ver., N. F. 22, S. 74—88, Taf. 3. Stuttgart 1933.
• 1933: Pflanzenreste aus dem Gebiete von Gleichenberg in Oststeiermark. — Verh. Geol. B.-A., S. 101—108. Wien 1933.
• 1933: Pflanzenreste aus dem Rohrbacher Steinbruch. — Verh. zool.-bot. Ges., 83, S. 42—44. Wien 1933.
• 1934: Ein fossiles Holz aus dem Rhyolitbtuff des Tokayer-Gebirges. — Acta biologica, 3, S. 122—124, Taf. 5—6. Szeged 1934.
• 1936: Eine verkieselte Palme im Tertiär von Retz in Österreich. — Sb. Akad. Wiss., math.-naturw. Kl. I, 145, S. 59—61, 1 Tafel. Wien 1936.
• 1936: Verkieselte Hölzer aus dem Tertiär von Retz in Niederösterreich. „Unsere Heimat", 9/2, S. 57—60, Wien 1936.
• 1938: Über die Pflanzenreste von Kollnitz. (In F. Kahler: Entstehung und Alter des inneralpinen Basaltes von Kollnitz im Lavanttale.) — Zentralbl. f. Min. usw., B, S. 405—406. Stuttgart 1938.
• 1939: Verkieselte Hölzer aus dem Sarmat des Tokaj-Eperjeser-Gebirges. — Abh. min.-geol. Inst. St. Tisza-Universität, 12, S. 260—270, 3 Taf. Debrecen 1939.
• 1939: Blattreste aus dem Hangenden der Kohlenflöze von Lühogai in Jünnan. (In F. Handel-Mazzetti: Ergebnisse der Expedition nach China 1914—1918.) — Sb. Akad. Wiss., math.-naturw. Kl. I, 148, S. 163—169. Wien 1939.
• 1939: Pflanzliche Reste aus einer Tongrube am Ohrsberg bei Eberbach im Neckartal. — Sb. Akad. d. Wiss., math.-naturw. Kl., S. 85—89. Heidelberg 1939.
• 1939: Über einige Tertiärfloren in Braunkohlenlagern. — Mitt. Geol. Ges., 30/31, S. 151—156. Wien 1939.
• 1940: Pflanzenreste aus dem Karbon des Zemplener Inselgebirges in Ungarn. — Abh. min.-geol. Inst. St. Tisza-Universität, Nr. 17 (Tisia 4), S. 3—10. Debrecen 1940.
• 1942: Ein fossiles Holz aus dem Pliozän von Gerstungen im Werratale. — Beitr. Geol. Thüringen, 6, S. 134—137. Jena 1942.
• 1942: Pflanzliche Reste aus der Umgebung von Graz. (In H. H. Hübl: Die Jungtertiärablagerungen am Grundgebirgsrand zwischen Graz und Weiz.) — Mitt. Reichsanst. f. Bodenforschung, S. 68—70. Wien 1942.
• 1943: Paläobotanische Untersuchungen an Braunkohlen von Ampflwang. (In W. Petrascheck u. a.: Chemische und petrographische Untersuchungen an der Braunkohle des Hausrucks.) — Sb. Akad. Wiss., math.-naturw. Kl. I, 152, S. 215—223. Wien 1943.
• 1944: Pflanzenreste aus dem Phosphoritvorkommen von Prambachkirchen in Oberdonau, 1. — Palaentographica, 88 B, S. 1—86, Taf. 1—12. Stuttgart 1944.
• 1948: Bucklandia sp., ein Cycadophytenstammrest ans der Obertrias des Grubbergstollens bei Lunz. (In F. Trauth: Geologie des Kalkalpenbereiches der II. Wiener Hochquellenleitung.) — Abh. Geol. B.-A., 26, S. 83. Wien 1948.
• 1952: Pflanzenreste aus dem Phosphoritvorkommen von Prambachkirchen in Oberösterreich. II. — Palaeontographica, 92 B, S. 122—183, Taf. 9—13. Stuttgart 1952.
« Letzte Änderung: 12 May 13, 22:09 von oliverOliver »

Offline oliverOliver

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #103 am: 14 Jan 13, 12:04 »
Mein erstes Holz von 2013 (Miozän, Karpatium, Laa-Fm; ca. 17 x 11 x 6 cm): Gefunden am 13.1. im Schmidatal (Niederösterreich) bei Schneetreiben und minus 6° C.
Gegen Mittag, als ich das Stück fand, war die dünne Schneedecke noch sehr lückenhaft. Kurz darauf war sie infolge anhaltenden Schneefalls beinahe geschlossen, so dass sogar ich die mittlerweile eingetretene Sinnlosigkeit des Unterfangens einsehen musste und noch vor 15 Uhr die Suche aufgab.
Ist ein schönes Beispiel für die Gültigkeit der alten Sammlerweisheit, dass man sich (von Schlechtwetter, sonstigen ungünstigen Bedingungen, etc.) nicht abschrecken lassen sollte und hartnäckig sein muss – dann sind selbst unter widrigsten Umständen Funde möglich.   
In diesem Sinne: auf ein fundreiches 2013 !
p.s.:
Es ist wieder mal ein Stück mit winzigen Bergkristallen in den Hohlräumen – die kenne ich jetzt schon aus der HMF, der Laa-Fm und (selten) auch aus der SMFF. Es scheint also – unabhängig von der exakten Zeitstellung – eine übliche Erscheinung bei tertiären Kieselhölzern Niederösterreichs zu sein.

Offline Geomaxx

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Re: bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
« Antwort #104 am: 14 Jan 13, 12:30 »
Hi Oliver,
na, da fängt das Jahr ja gut an!
Die Struktur des Holzstückes ist ja sehr schön erhalten,
dann viel Spaß weiterhin, wenn Du mit Deinem Harvester durch die Tertiärwälder Österreichs hobelst.
Bei mir gings auch gut los, gleich am 2. Januar ging mir Gomphotherien-Stoßzahn ins Netz, leider ein 100-Teile-Puzzle ohne Spitze, die war schon weggebaggert...
Glück Auf!
GEOMAXX

 

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