Danke Werner, sehr interessant!
Zumindest abstract + expose der Arbeit sind ja im www zu finden (link kann ich keinen einstellen, weil beim Anklicken des Suchergebnisses gleich das pdf öffnet - also selber googeln!).
Sollten die Fundstücke von Andrej wirklich zu einer der oligozänen Florengesellschaften gehören, wäre es wohl vermutlich die jüngste postvulkanisch-lakustrine Floren-Gesellschaft 3, vermute ich mal.
Aber mein Verdacht geht dahin, dass die Opal-/Chert-Fazies deutlich jünger ist (weiß leider nicht, was Winterscheid dazu schreibt) - die jüngsten vulkanischen Aktivitäten im Siebengebirge sind ja angeblich "nur" ca. 15 Mio. Jahre alt.
Das würde mir zu Andrejs Angabe passen, dass die Opalhölzer "weicher" als z.B. die ungarischen sind - und anscheinend ist es ja wirklich so (wobei ich da früher sehr skeptisch war), dass bei einer "Reifung" der SiO2-Gesteine/-Varietäten der Chalzedon- bzw. schließlich Quarzanteil zunimmt. Allerdings gibt es natürlich auch deutlich ältere Opalhölzer (z.B. Springsure/Australien - aber da stellt sich mir schon die Frage: ist das wirklich noch Opal? - auch wenn die Hölzer manchmal - evtl. nur "verkaufsfördernd" - so bezeichnet werden). Mit dem jüngsten Siebengebirgs-Vulkanismus würden hingegen als sehr bekanntes Beispiel die Opalhölzer der Virgin Valley Formation (16-14 ma) geochronologisch recht gut zusammenpassen ......
Bzw. rein nach Bauchgefühl (und ohne mich in die Problematik entsprechend eingelesen zu haben), würd ich die Stücke sogar noch jünger - also ab 13 bis 10/9 mio??? - einschätzen ... aber das ist jetzt reine Spekulation ....