Hallo zusammen,
Marco: jep, in Espenhein gibt oder gab es die Gl. subterebratularis. Und die ist ja seinerzeit von Müller recht schön beschrieben worden (Fauna und Palökologie des marinen Mitteloligozäns der Leipziger Tieflandsbucht , Böhlener Schichten, 1983). Besonders bezeichnend zur Sache sein letzter Satz der Beschreibung: "Im allgemeinen ist die Taxonomie und Nomenklatur der oberoligozänen Glycymeridae recht konfus".
Aus dem Mainzer Becken (auch Bad Kreuznach) sind 2 Glycymeriden beschrieben: Gl. angusticostatus mit Rippen (die einzige berippte oligozäne Glycymeris!) und die glatte Glycymeris. Gürs hat meines Wissens als letzter im Rahmen seiner Diss die Fauna einer Revision unterzogen und meint der gültige Name für die glatte Form des Mainzer Beckens ist Gl. planicostalis (Lamarck 1919). Gl. obovatus, pulvinatus und subterebratularis sind nach ihm Synonyme für planicostalis. Lit.: Gürs, K.: Revision der marinen Molluskenfauna des unteren Meeressandes (Oligozän, Rupelium) des Mainzer Beckens, Diss. Mainz 1995.
Ich kann nicht beurteilen, wo die Wahrheit liegt, ich wollte nur die Infos geben. Und ich hänge noch Bilder aus meiner Sammlung an (Kreuznach, links die glatte, rechts die gerippte wollte nicht zentriert am Scanner liegen ist aber auch symmetrisch), damit man sieht was ich gestern gemeint habe. Die Außenseite kann glatt oder gerippt sein. Hat sie Rippen ist die Sache klar. Ist sie glatt, kann jeder selbst entscheiden!
Also, der Konfusion bleibt genug aber die Nebel lichten sich!

Allen im Forum ein frohes Weihnachtsfest wünscht aus Österreich
Johannes
