Hallo Cordula,
ich hoffe, dass Dir nachstehende Informationen (entnommen aus Roempp's Chemielexikon) ein wenig weiterhelfen.
GA
Axinit
Opal
Fachgebiet Chemie, Unterthema Mineralogie, Geochemie
SiO2 · nH2O, eingetrocknete, oft stark verunreinigte Kieselgele, deren Wassergehalt gewöhnlich zwischen 1 u. 10 Gew.-% schwankt. H. 5,5–6,5, D. 1,98–2,2; farblos, milchweiß, oft durch Beimengungen gefärbt, häufig mit buntem Farbenspiel (Opalisieren); durchsichtig bis undurchsichtig, glas- bis wachsartiger Glanz, muscheliger Bruch, spaltet beim Erhitzen Wasser ab. O., die man austrocknen läßt, neigen zur Bildung von Rissen u. Sprüngen.
Struktur:
Je nach dem Verhalten bei den Untersuchungen mit Röntgenstrahlen lassen sich verschiedene O.-Typen unterscheiden [1,2]: O.-A ist gelartig amorph; er wird unterteilt in O.-AN (Glasopal, Hyalit) u. O.-AG (Edel-O. u. Potch-O., s. unten). O.-CT besteht aus Wechsellagerungen von mehr od. weniger unregelmäßig gestapelten Schichten von Cristobalit u. Tridymit [3-5]. O.-C besteht aus stark fehlgeordnetem Tief-Cristobalit mit Anteilen von Tridymit-Stapelungen [4]. Elektronenmikroskop. Untersuchungen [6] haben gezeigt, daß die röntgenamorphen O. (O.-AG) aus schalig aufgebauten Kieselgel-Kügelchen mit Durchmessern von 150–400 nm aufgebaut sind. Bei Edel-O. sind die Kügelchen gleich groß; die Hohlräume dazwischen sind mit Luft, Wasser [7] od. etwas Kieselgel-Zement gefüllt. Das bunte Farbenspiel kommt durch Beugung, Streuung u. Reflexion des einfallenden Lichtes an den Kügelchen u. den dazwischen befindlichen Hohlraum-Füllungen zustande [8]. Bei dem grauen bis weißen Potch-O. sind die Kieselgel-Kügelchen uneinheitlich groß u. unregelmäßig geordnet u./od. die Hohlräume sind vollständig mit Kieselgel gefüllt. Wegen des makroskop. Aufbaus von Edel-O. aus Körnern von ≤1 mm bis zu mehreren mm Durchmesser zeigt sich die Oberfläche als Farbmosaik. An den Korngrenzen können sich Verunreinigungen wie −Si−OH (Silanol-Gruppe), Fe3+, Al3+, Ti3+ u. mit diesen verbundene Defekt-Zentren befinden [9].
Varietäten: Der als Schmuckstein geschätzte Edel-O. tritt in mehreren Abarten auf, z.B. Heller O. (Weißer O., weiße od. weißliche Grundfarbe; v.a. von Südaustralien u. Brasilien), Schwarz-O. (tiefschwarze Körperfarbe; von Australien u. Mexiko), Boulder-O. (von Queensland/Australien; mit kräftigem Farbenspiel), Jelly-O. (heller durchsichtiger O. mit verschwommenem Farbenspiel), Hydrophan (Milch-O., überwiegend durchscheinend u. von milchiger Erscheinung) u. Mexiko-O. (einschließlich dem roten bis bernsteinfarbigen, auch in der Türkei u. Brasilien vorkommenden Feuer-O.). O. ohne Farbenspiel wird allg. als Gemeiner O. bezeichnet. Synthet. O. werden in Frankreich ("Gilson-O."), Japan ("Inamori-O."), Rußland u. China hergestellt; dazu u. zu O.-Imitationen (z.B. aus Plastik u. Glas) u. zu "zusammengesetzten O." (Dubletten, Tripletten) s. Weise (Lit.); zur Behandlung von O. (Regenerieren, Färben, Imprägnieren) siehe Literatur [10].
Vorkommen:
Oft zusammen mit Chalcedon. In vulkan. Gesteinen, z.B. in Czervenica/Slowakei, Mexiko, Honduras, Java, Kaiserstuhl/Baden (Hyalit). In Sedimenten, z.B. in Bentoniten u. Kieselgur; in Sandsteinen (z.B. Australien). O. ist Bestandteil der Schalen vieler Kieselsäuren-abscheidender Organismen u. tritt auch als Versteinerungsmittel auf.
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Übersetzungen:
E opal
F opale
I opale
S ópalo
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Literatur:
[1] J. Geol. Soc. Austr. 18, 57–67 (1971).
[2] Neues Jahrb. Mineral., Abh. 163, 19–42 (1991).
[3] Phys. Chem. Miner. 21, 166–175 (1994).
[4] Am. Mineral. 80, 869–872 (1995).
[5] Clays Clay Miner. 44, 492–500 (1996).
[6] Nature (London) 204, 990f. (1964); Z. Dtsch. Gemmol. Ges. 39, 211–223 (1990).
[7] Fortschr. Mineral. 52, 17–51 (1974).
[8] Lapis 13, Nr. 2, 15–30 (1988).
[9] Phys. Chem. Miner. 24, 131–138 (1997).
[10] Z. Dtsch. Gemmol. Ges. 45, 129–133 (1996).
Eckert, Opals, New York: Wiley 1997
Eppler, Praktische Gemmologie (5.), S. 294–305, Stuttgart: Rühle-Diebener 1994
Rykart, Quarz-Monographie (2.), S. 408–416, Thun: Ott 1995
Weise (Hrsg.), Opal (extraLapis No. 10), München: C. Weise 1996.