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Autor Thema: Trennen, Schleifen, Polieren  (Gelesen 17858 mal)

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Offline geomueller

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Re:Trennen, Schleifen, Polieren
« Antwort #15 am: 03 Mai 04, 17:22 »
Hallo Sauerländer,
na übertreib mal nicht, so toll ist es nun auch wieder nicht ;). Außerdem sind wir Ossis aus Gründen des ewigen Mangels an allem in der ehemaligen DDR die Weltmeister der Improvisation ;D. Da wurde früher so manches Maschinchen zusammengebastelt was auch heute noch läuft. Außerdem muß ich gerechterweise auch sagen, dass ich die Schleifmaschine zusammen mit meinem damaligen Sammelkollegen (leider schon verstorben :'() ausgetüftelt und gebaut habe. Aber wie gesagt das Maschinchen kommt in die Jahre und es wird nicht mehr lange dauern dann muß ich mir was neues bauen. Ich glaube aber nicht das man heutzutage noch einen Motor findet der auch 40 Jahre durchhält ??? ;D.

Gruß Jürgen

Offline McSchuerf

Re: Trennen, Schleifen, Polieren
« Antwort #16 am: 08 Jul 04, 07:59 »
Hallo Manfred,

... dieser Thread dürfte Dich evtl. auch interessieren.. ;)

Gruß Peter

Offline dr.juwel

Re: Trennen, Schleifen, Polieren
« Antwort #17 am: 21 Sep 04, 08:23 »
Hallo Jürgen  :)
Deine Ausrüstung wär genau das was ich noch brauchen könnte um auch mal was Grösseres zu schleifen.Find ich toll das du dein Schleifwissen zur Verfügung stellst.Da haben Anfänger eine gute Einstiegsmöglichkeit.
Ich mach das ganze eine Stufe kleiner,eben Edelsteine für die Schmuckherstellung.Am Anfang hab ich mir schon mal ne grosse Bandsäge gekauft und dann festgestellt das die Dimension für Edelsteine zu gross ist.Heute wird Holz damit gesägt.Weil das Hobby Steine zu schleifen langsam an Beliebtheit zunimmt,kann ich mir gut vorstellen das diese Art Beitrag viele interessieren könnte.
Liebe Grüsse..Manfred  :)

Offline geomueller

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Re: Trennen, Schleifen, Polieren
« Antwort #18 am: 21 Sep 04, 12:54 »
Hallo Manfred,
ja dafür war der Beitrag auch gedacht, das ich Schleifinteressierte ein paar Anregungen holen können. Wenn das Maschinchen mal defekt ist werde ich mir eine neue bauen mit der man auch Steine facettieren kann. Sollte es mal soweit sein würde ich Dich gern mal um Rat und einpaar Tips befragen. Ich hatte mit Edelsteinschleiferei auch schon mal angefangen, war mir aber dann zu aufwendig.

Gruß Jürgen

Scholl,Peter

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Re: Trennen, Schleifen, Polieren
« Antwort #19 am: 07 Jun 05, 14:29 »
Hallo, Jürgen,
wir sind auf diese Seite gestossen, weil wir Infos zum Steinschleifen brauchten. Wir sammeln schon seit Jahren alle möglichen Steine die uns gefallen. Wird manchmal reichlich schwer. Wir sind jetzt dabei, aus allen möglichen Steinen auch Schmuck herzustellen. Deine Idee mit der Schleifmaschine war genial. Das war glaube ich, ein Tipp der uns super weiter bringt. Für Fossilienjäger: In den Niederlanden gibts verschiedene Küstenabschnitte, an denen man fossile Haifischzähne und Schiefergestein mit Fossilien und Mineraleinschlüssen am Strand findet ( Breskens, Nähe Cadzand-Bad ). Noch eine Frage Jürgen, wo hast Du die Schleifscheibe herbekommen. Bedanke mich schon jetzt für Deine Info und wünsche Dir noch viele interessante Steinfunde!!!

Bis dann, Gabi u. Peter

Offline geomueller

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Re: Trennen, Schleifen, Polieren
« Antwort #20 am: 07 Jun 05, 18:43 »
Hallo Gabi und Peter,

schön das Ihr durch meinen kleinen Artikel Interesse am Steine bearbeiten gefunden habt, aber dafür ist unser Forum ja da um Interesse an unserem schönen Hobby zu wecken.

Die Scheibe habe ich mir damals vor ca. 25 Jahren in einem Betrieb von einem Werkzeugmacher drehen lassen. Sie besteht aus Stahlguss und wurde plan geschliffen. Solche Scheiben gibt es mittler weile auch zu kaufen, sind aber sehr teuer. Am besten ihr geht zu einem Schlosser oder Schmied und lasst euch beraten. Wenn ihr doch eine kaufen wollt, schaut in die von mir in diesem Artikel angegebenen Seiten.

Viel Spaß beim Schleifen,

Gruß Jürgen

Offline Profipräp

Re: Trennen, Schleifen, Polieren
« Antwort #21 am: 08 Jun 05, 09:02 »
Hallo ihr Schleifwütigen,
ich arbeite als Profi auch mit SiC und zwar Körnungen 120, 220, 400 und 800. Bei ganz empfindlichen Sachen nehme ich auch zum Schleifen Aluminiumoxid. Anschließend Politur mit sogenannter Diamantine (kalziniertes Aluoxid), geht  noch besser als normales Aluoxid auf einer Filzscheibe. Beim Polieren ist es wichtig, dass man die Scheibe vorher wässert, damit sie nicht zu trocken läuft (1/2 Stunde ist ideal).
Wenn man keine Schleifmaschine hat, tun es auch ganz einfach Glasplatten, die man sich für wenig Geld beim Glaser holen kann. Darauf achten, dass man die Scheiben gleichmäßig benutzt, sonst hat man schnell "Eier", weil in die Mitte der Scheibe  eine Vertiefung reingeschliffen ist. Also immer über den Rand hinaus schleifen (Putztuch drunterlegen, saugt den Schmodder der rausläuft auf). Das Pulver muss beim Schleifen schön feucht sein. So viel Pulver nehmen, dass es eine undurchsichtige Schlämpe wird. Von Hand dauert es zwar länger, ist aber für den Anfang billiger. Ausserdem hat man als Schleifanfänger meist Probleme bei den feinen Körnungen (ab 400er) kratzerfrei zu arbeiten. Meinen Studenten empfehle ich auch, 800er auf der Glasplatte zu schleifen, weil man auf der rotierenden Scheibe nur mit Übung kratzerfrei arbeiten kann (der Schleifmittelfilm ist ja nur noch sehr dünn und reisst ohne Übung schnell ab). Wichtig ist immer das Säubern, bevor die nächstfeinere Körnung genommen wird (Ultraschallbad ist dafür optimal). Falls die Probe zu rissig ist oder zu porös ist, imprägniere ich mit Epoxidharz, das zur Betonimprägnierung genommen wird. Ein gutes Epoxilaminierharz tut es auch: auf die zu imprägnierende Seite aufstreichen und aushärten lassen (ich imprägniere im Vakuum, das ist für euch aber zu teuer). Wichtig bei Epoxidharzen: Mischungsverhältnis ganz genau einhalten, sonst wird es nicht hart + mindestens 2 Minuten gut rühren, weil sonst wird es auch nicht hart. Das ist anders als z. B bei Polyesterharz, wo der Härter nur ein Katalysator ist und auch bei schlechtem Mischen und unterschiedlicher Härtermenge das Zeug irgendwann fest ist. Epoxidharz besteht aus Harzketten und Härterketten, die zusammen das Polymer bilden: Also braucht grob gesagt jedes Harzmolekül ein Härtermolekül zum festwerden. Bleibt was übrig, wird es nicht fest. Hat man schlecht gerührt, sitzen die Harzmoleküle in einer Ecke, die Härtermoleküle in der anderen und nur da, wo direkter Kontakt besteht wird es fest. Ist das Epoxidharz dann fest, ist das Schleifen etwas langwieriger, weil das Epoxidharz eine gewisse Schleifzähigkeit hat.
Ich hoffe, das hilft euch weiter.
Gruß
profipräp

Offline Steinlaus

Re: Trennen, Schleifen, Polieren
« Antwort #22 am: 15 Aug 05, 00:34 »
Also ich will auch so langsam loslegen.
Eine Steinsäge und eine Flachschleifmaschine will ich mir selbsbauen. Motoren, Keilriemenscheiben und Wellen hab ich genug, das Einzige was noch fehlt sind Sägeblätter und eine Läppscheibe.
An die Sägeblätter ranzukommen ist kein Problem, aber Läppscheiben sind exorbitant teuer. Ich war schon bei einem Metallhändler und wollte eine Stahlscheibe (d 30 cm, Stärke 2 cm) kaufen, aber der wollte tatsächlich 90 Euro dafür haben. Jetzt suche ich einen Schrotthändler bei dem man eventuell ein passendes Stück findet.
Ich hoffe, dass ich bald mit der Arbeit anfangen kann, ich habe schon ettliche Kilo Rohmaterial das geschliffen werden will.

 

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