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Bericht über die Börse in Quartzsite / Arizona
Ralf:
Ab Anfang Januar bis ca. Ende Februar finden in Quartzsite / Arizona mehrere, voneinander unabhängige Mineralienshows statt. Quartzsite ist ein kleines Wüstenkaff nahe der Kalifornischen Grenze, mit gerade mal etas über 1000 Einwohnern. Es ist das Mallorca der Amerikaner, die hier in einer Stärke von bis zu 1,5 Mio Menschen ( zum Glück nicht alle gleichzeitig ) während der Wintermonate einfallen. Abertausende von Wohnmobilen und Wohnwagen lassen von den Berggipfeln in einiger Entfernung an eine geschlossene Schneedecke glauben.
Quartzsite ist den eingeweihnten als ausgezeichnete Adresse, vor allem für Achate und verkieselte Hölzer, bekannt. Gleichzeitig ist es auch Vor- und Durchlaufstation für viele Händler die sich hier mit Waren für die nachfolgende Tucson-show eindecken. Auf Grund der niedrigen Standgebühren und der Tatsache das hier sehr viele Klein- und Hobbyhändler, sowie einzelne Sammler Ihre Waren anbieten, ist das Preisgefüge als durchaus günstig zu betrachten.
Und dieses Jahr ?
Aus Käufersicht war es dieses Jahr etwas enttäuschend. Es fehlten sehr viele, vor allem kleinere Händler. Grund war vor allem die extrem gestiegenen und " sündhaft teuren " Benzinpreise. So kostet die Gallone zwischen 2,20 und 2,30 $. Das sind auf den Liter gerechnet etwa 58 US Cent, oder etwa 48,7 Eurocent. Darüber würd ich mich gerne ärgern ;). Es fehlten aber auch viele Käufer, die aus gleichem Grund den Weg nach Quartzsite scheuten. Richtig Sorge machte aber die Große Anzahl Stände mit Kitsch, Müll und Tand. Es scheint eine ähnliche Entwicklung wie in Europ zu geben, wobei hier allerdings der Boom der Esotheriker vorbei ist. Die größte Enttäuschung war jedoch das alljährliche, 4 tägige PowWow. Außer einigen, zugegebenermaßen sehr guten und preiswerten Yellowcat Hölzern und ein paar schönen Crazy Lace Rohstücken, war hier überhaupt nix zu holen. Ein extremer Niedergang dieser in den Vorjahren als Zugpferd etablierten Show. Dagegen war die Desert Garden Show schon eine Klasse besser. Aber auch im Vergleich zum Vorjahr schwach. Achate oder Mineralien waren schlecht bzw. kaum vorhanden. Lediglich das Angebot an Hölzern war sehr gut. Allerdings in erster Linie als Rohware. Fertige Stücke hatten durchweg Durchschnittsqualität oder zu hohe Preise. Dabei gilt es, wie auch auf Europäischen Börsen, genau hinzusehen und auch nachzufragen. Die besten Sachen standen verstaubt unter oder hinter den Tischen. Oft wussten die Händler gar nicht, was sie da an Kostbarkeiten hatten.
Weitere Stände gabs noch auf der Tyson Wells Show und auf dem Main Event. Beides eher Trödelmärkte, wo man vom Spülschwamm bis zum Wohnmobil alles bekommt. Allerdings sind auch hier eingestreut einige Händler mit Mineralien, Achaten oder Hölzern. Da diese Shows von den meissten Sammlern ignoriert werden, kann man hier durchaus ein Schnäppchen machen.
Lohnt sich eine Reise nach Quartzsite denn überhaupt?
Nun, das kommt darauf an, mit welchem Ziel man dorthin will. Aus rein wirtschaftlicher Sicht ist es für den " Ottonormalsammler " kaum lohnenswert. Zwar kann man recht günstig Einkaufen, aber die Reisekosten macht das nicht wett. Allerdings ist ein Besuch dieses Landes, vielleicht verbunden mit ein paar ( für Neulinge unbedingt geführten ) Sammeltouren, die karge aber herrliche Wüstenlandschaft und das Erlebnis USA allgemein sicher eine Reise wert. Man kann natürlich auch gleich der berühmten Tucson-show einen Besuch abstatten. Hier dürfte man allerdings noch weniger Glück mit Schnäppchen haben, denn Tucson ist exorbitant teuer und der Trend bezgl. des Angebotes ist der Gleiche wie in Quartzsite.
Und Ich ?
Nun ich werde nächstes Jahr wieder dort sein, ganz sicher.
Gruß
Ralf
Eine Enklave, unser Stand in Quartzsite
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